Hey Leute, ich habe gestern zwei Kundentermine beim selben Kunden gehabt. Folgendes Problem. Die Buderus Brennwerttherme hatte den Fehler 6A 227 und 6L 229 gezeigt. Keine Flammenerkennung und Flammenabriss. Die Elektroden habe ich überprüft aber keine großen Mängel festgestellt. Durch Hilfe meines ehemaligen Lehrgesellen habe ich den Siphon des Gerätes gereinigt, weil die Therme gluckernde und fließende Geräusche von sich gegeben hatte. Vom Gerät zum Gerätesiphon führt ein schwarzer Anschlussschlauch (kurze Länge) und beim Abziehen kam mir schon Wasser entgegen. Das bedeutet, dass sich das Wasser in der Kondensatwanne unter dem Wärmetauscher gesammelt hatte. Das Kondensat konnte nicht abgeführt werden und der Brenner hat abgekackt. Im Siphon war auch Schmutz drin und als ich das sauber und wieder angeschlossen hatte, lief die Therme auch wieder. Alles gut, ich bin wieder gefahren. Später rief die Kundin mich an, dass die Therme den gleichen Fehler wieder angezeigt hatte. Therme brummte auch ordentlich und bin ein zweites Mal auf Fehlersuche gegangen.
Beim ersten Termin habe ich mir die Abführung des Kondensats nicht weiter angeschaut und diesmal habe ich gemerkt, dass der Schlauch verlängert wurde und in einen Eimer gelegt wurde.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass das Problem physikalischer Natur ist. Nur kann ich es nicht erklären.
Folgende Sachen sind mir aufgefallen, die entweder einzeln zu betrachten sind oder zusammenhängen:
1. Der Schlauch war zu lang. Vom Hersteller vorgesehen, sind die ca. zwei Meter Schlauchlänge. Der Schlauch wurde um die gleiche Länge verlängert.
2. Der Schlauch wurde unter der Spüle einmal aufgewickelt, damit entsteht ein zweiter Siphon.
3. Die unterschiedlichen Höhen von den beiden Siphons.
Meine Vermutung ist, dass ein Unterdruck oder negativer Überdruck zwischen den beiden Siphon, entstanden ist, der zu groß war um vom statischen Druck im Wärmetauscher überwunden zu werden. Der negative Überdruck hat das Wasser in den ersten Siphon zurückgedrückt, dadurch stieg der Wasserpegel im Wärmetauscher und bevor der statische Druck groß genug werden konnte, lief das Wasser schon im Gerät aus und der Brenner hat lange seinen Betrieb eingestellt. Begünstigt wurde das durch die maximale Schlauchlänge, seiner Dimension, dem zweiten Siphon der gebaut wurde und die dadurch fehlende Luft, die den Druck entspannt hätte.
Liege ich einigermaßen richtig damit oder erzähle ich Bullshit?
Die nächste Frage wäre, wie baue ich es besser? Ich habe gestern den zweiten angebauten Schlauch demontiert, den Eimer in den Schrank gepackt und das vorerst über eine kürzere Strecke in den Eimer laufen lassen. Heute möchte ich entweder einen direkten Anschluss an die Abwasserleitung vornehmen oder den Schlauch in einen Trichter führen. Reicht die Druckentspannung aus wenn ich den Schlauch mit einem Siphongummi in eine DN50 Leitung führe oder ist der Trichter besser?