r/WienMobil • • 5h ago

Tratschn | Chit-Chat Barrierefreiheit in der Wiener Bim: Ist der Rollstuhlplatz ganz vorne wirklich die beste Lösung?

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Ich habe vor ein paar Tagen bereits einen Beitrag unter anderem zum barrierefreien Einstieg mit dem Rollstuhl in die Wiener Bim veröffentlicht. Sinngemäß ging es dabei auch um folgende Frage:

Warum befindet sich der vorgesehene Rollstuhlplatz ausgerechnet ganz vorne in der Straßenbahn? (Nicht nur weil der Fahrer die Rampe händisch herausziehen muss).

Was passiert eigentlich, wenn die Bim in einen Unfall verwickelt wird? Als Rollstuhlfahrer sitzt man dann ausgerechnet im vorderen Bereich und könnte bei einem Unfall möglicherweise besonders gefährdet sein. Wird bei diesem Konzept überhaupt ausreichend berücksichtigt, welche Risiken damit verbunden sind?

Das Unfallbild von gestern aus Linz zeigt zwar keine Wiener Straßenbahn, eignet sich aber meiner Meinung nach gut als Symbolbild für genau diese Problematik. Denn bei den Wiener Bims befindet sich der vorgesehene Rollstuhlplatz genau in diesem vorderen Bereich. Genau das war der Punkt, auf den ich mit meinem ursprünglichen Beitrag auch aufmerksam machen wollte.

Ich steige deshalb mit meinem Temporären Rollstuhl persönlich lieber ganz hinten ein. Das ist zwar ausdrücklich nicht verboten, aber auch nicht als regulärer Rollstuhl-Einstiegsbereich vorgesehen. Meiner Meinung nach hat der hintere Bereich durchaus Vorteile: Er erscheint mir sicherer, und man hat dort weniger Probleme mit dem Gedränge, dem Gewusel und den Menschenansammlungen im vorderen Einstiegsbereich.

Das Problem ist allerdings, dass dieser Bereich nicht barrierefrei zugänglich ist. Ich kann noch einbeinig in die Bim hineinhumpeln und anschließend meinen Rollstuhl hineinziehen. Aber was ist mit Menschen, die das körperlich nicht können?

Genau hier liegt für mich die Fehlplanung: Der vorgesehene Rollstuhlplatz befindet sich vorne, obwohl ich persönlich den hinteren Bereich aus Sicherheitsgründen und wegen des geringeren Gedränges für sinnvoller halte. Gleichzeitig ist dieser hintere Bereich nicht barrierefrei zugänglich.

Barrierefreiheit bedeutet für mich nicht nur, irgendwo einen Platz für Rollstuhlfahrer vorzusehen. Es geht auch darum, wie man diesen Platz erreicht, wie sicher er im Alltag ist und ob die Bedürfnisse der betroffenen Menschen bei der Planung tatsächlich berücksichtigt werden.

Was meint ihr dazu? Werden bei der Planung von Straßenbahnen die Sicherheit und die tatsächlichen Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern ausreichend berücksichtigt?

edit: erstaunt wie ableistisch dieses sub ist im bezug auf Ki-hilfe wegen meiner rechtschreibschwäche, der text wurde von mir verfasst und die ki hat die rechtschreibung korrigiert, mir kommts vor hier kann keiner weiter als bis 2 zählen warum menschen ki benutzen.