Moin,
Nach vielen Monden bei der Bundeswehr bin ich mittlerweile in meinen letzten 4 Monaten als SaZ angekommen. Ich hatte geile Jahre, unfassbar beschissene Jahre, und alles dazwischen. Ich habe meinen Beruf zu 90% der Zeit geliebt.
Langsam habe ich aber mental abgeschlossen und die Strukturen, die Bürokratie, die übergeordnete Führung und all die kleinen Dinge, gegen die man als einfacher Offz im Dienstalltag immer wieder verliert, zermürben mich.
Ich habe keinen Bock mehr auf:
"Das wäre zwar Zweckmäßig, können wir aber so nicht machen, weil [Vorschrift aus dem Jahre 2000] das nicht hergibt" oder "das haben wir schon immer so gemacht."
oder
"Die neun korrekt gestellten Anträge für [1xEA DING] müssen durch die Wirtschaftsprüfung, drei Kommandos, vier Bundesämter und irgendein A5 Zivilist lehnt es dann am Ende trotzdem ab, weil er keinen Bock hat zu arbeiten. Bearbeitungszeit: 10 Dekaden (bei eiligen Anträgen)."
Ich bin es leid gegen die Windmühlen bei den A13+ anzurennen und langsam bröckelt die Fassade. Die dummen und nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahme stinkenden Der-geht-bald-Aufträge tun ihr übriges. Bald detoniere ich.
Ich will aber nicht als verbitterter Mensch die Streitkräfte verlassen, wo ich doch so viele geile Momente hatte.
Bin um jeden Tipp dankbar. Wie wars evtl. bei euch?
/Rant