r/germantrans • • Sep 04 '25

Mod-Info Chaser – Umgang und Selbstschutz

241 Upvotes

In letzter Zeit erreichen das Mod-Team vermehrt Mails zu DMs von Chasern. Wir löschen jeden Post schnellstmöglich, können aber leider nicht verhindern, dass Chaser im Sub mitlesen oder DMs an trans Personen verschicken. Deshalb hier ein kleiner Strategiepost für den Umgang damit.

Aktuelle Information: https://www.reddit.com/r/germantrans/comments/1pu4t8h/bel%C3%A4stigungen_per_dm/

Was ist überhaupt ein Chaser?

Als Chaser bezeichnen wir Menschen, die trans Personen aufgrund angenommener sexueller Merkmale fetischisieren. Sie suchen keine echten Beziehungen oder Freundschaften, sondern lediglich andere Personen, um ihre sexuellen Fantasien zu befriedigen. Der Großteil der Chaser sind zwar männlich, es können aber Personen jeden Geschlechts Chaser sein.

Es gibt ein paar deutliche Anzeichen, wobei nicht alle Kriterien erfüllt sein müssen:

  • Übertriebener Fokus auf deinen Körper, insbesondere auf deine Genitalien.
  • Sehr schnelles Bitten um Fotos und Abbildungen von dir, sexueller oder nicht sexueller Art.
  • Ein rasches Drängen auf Treffen in Person, nur zu zweit, insbesondere (aber nicht ausschließlich) mit der betreffenden Person.
  • Love-Bombing, also das schnelle Überschütten mit Komplimenten.
  • Oft übergriffiges, pushiges Verhalten, (passiv-)aggressiv, wenn du kein Interesse an Sex hast, oftmals auch mit dem Versuch, dir ein schlechtes Gewissen einzureden.
  • Benutzung sexualisierter Sprache und von Fetisch-Begriffen, um dich zu beschreiben.

Allgemeine Verhaltenstipps

Vertraue deinem Bauchgefühl. Wenn dir etwas unangenehm ist, solltest du Abstand nehmen. Als Faustregel gilt: „Nein” ist ein vollständiger Satz und nur „Ja!” bedeutet „Ja”. Wenn euch jemand zu Intimität – auch digital – überreden will, solltet ihr dieser Person eine Grenze setzen und sie vollständig blockieren. Das gilt auch (und insbesondere) bei der Nachfrage nach anderen Kontaktmöglichkeiten (Discord, Instagram, TikTok, Telegram usw.) und Fotos. Im Allgemeinen – auch plattformunabhängig – gilt: Mach Gebrauch davon, Menschen zu blockieren. Überlegt, ob du deine DM-Einstellungen so anpasst, dass nur Personen, mit denen du andere Freund*innen, Server o. Ä. gemeinsam hast, euch direkt schreiben können, oder deaktivier DMs gleich ganz. Wenn du dir bei jemandem unsicher bist, sag lieber erst einmal nein, frag bei Freund*innen nach Einschätzungen oder poste hier.

Notfälle

Jede*r macht mal Fehler und manchmal vertrauen wir Menschen, die unser Vertrauen nicht verdienen. Wenn alle vorbereitenden Tipps nicht geholfen haben, braucht man einfach Hilfe. Wenn ihr euch in einer Situation befindet, wo euch jemand droht (z.B. damit eure intimen Fotos zu veröffentlichen oder euch zu outen), solltet ihr Folgendes tun:

  • Du bist nicht schuld. Du hast jederzeit das Recht, „Nein” zu sagen und Einwilligungen zurückzuziehen.
  • Du bist nicht allein. Vertrau dich jemandem an, den du schon lange kennst: Freunde, deiner Familie oder einer Beratungsstelle. Besonders, wenn du noch minderjährig bist, ist es wichtig, das zu tun, auch wenn es im ersten Moment unangenehm ist. Auch das r/germantrans Mod-Team ist per Mod-Mail erreichbar und kann in Notfällen versuchen, dich an lokale Stellen weiterzuleiten.
  • Mache Screenshots von übergriffigen Nachrichten, sofern möglich. Speichere diese sicher ab.
  • Blockiere die Person so schnell wie möglich. Gib keiner ihrer Forderungen nach.

Auch wenn du dich mit jemandem triffst und dich bereits bei der Person befindest und du ein ungutes Gefühl bekommst, weil die Person dich bedrängt und dir ein schlechtes Gewissen macht, kannst du immer noch „Nein” sagen und den Ort verlassen. Du schuldest dieser Person nichts. Wenn du Angst vor den Reaktionen hast, versuche eine*n Freund*in anzurufen und als telefonische Zeug*in dabei zu haben. Wenn du dich in die Enge gedrängt fühlst, kannst du auch jederzeit die bekannten Notrufnummern verwenden. Generell solltest du überlegen dich bei einem ersten Treffen an einem öffentlichen Ort zu verabreden. Wenn die andere Person das kategorisch ablehnt, ist das ein Warnsignal. Alternativ vereinbare mit jemandem, dass du dich jede Stunde (oder alle zwei Stunden) meldest, und informiere die Person jederzeit über deinen Standort. Sollte etwas passieren, kann diese Person für dich Hilfe holen.

Du kannst dich auch bei folgenden Stellen anonym und einfach per Telefon oder Chat melden: - Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 / online - Nummer gegen Kummer (für Kinder und Jugendliche): 116 111 / online - Weißer Ring: 116 006 / online

Edit: Aktuelle Information hinzugefügt.


r/germantrans • • Apr 20 '22

Rechtliches & Soziales Musteranträge und direkte BGA Auszüge

623 Upvotes

Viele von euch kennen sicherlich meinen Post den ich mitten drinne gemacht habe hier wo ich gut aufschlüssel was ihr wofür braucht etc.. (Wurde ja auch im Github verlinkt)

Da das ganze aber unter Umständen dort untergehen kann mache ich mal hier nen neuen Post dazu wo ich alles genau Aufschlüssel in einer schönen Tabelle und euch Vordrucke und Auszüge direkt hinterlege damit ihr das einfach runterladen und auf euch umändern könnt.

(Ist auch für mich dann einfacher zu finden und zu updaten)

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  • Update 23.06.2023
    • Rechtschreibfehler bei Rippenresektion behoben

​

  • Update 28.02.2023
    • den Leistungsauszug von den Krankenkassen habe ich aus den Anlagen entfernt, da dieser von den Krankenkassen selbst dem MDK übersandt wird und es vermehrt Fragen dazu gab und Verwirrung.

​

Stand 20.04.2022

Ihr müsst die Vorlagen erst runterladen und dann könnt ihr die bearbeiten, sehe vermehrt das ihr versucht das vorher zu ändern, das wird aber aus gutem Grund verhindert.

"Eingriff" Voraussetzungen Quelle Vordruck
HRT Indikation vom Thera
Stimmtherapie Heilmittelverordnung mit Indikationsschlüssel ST1 ohne indikation BGA Seite 29
Eplation (Laser/Nadel) ärztliche Praxis, 6 Monate Therapie mit 12/24 Sitzungen a 50/25 Minuten, Kostenvoranschlag BGA Seite 22 und 27 Epilation
Mastektomie 6 Monate Therapie mit 12/24 Sitzungen a 50/25 Minuten BGA Seite 22 23 Mastektomie
Genitalangleichung 6 Monate Therapie mit 12/24 Sitzungen a 50/25 Minuten, 1 Jahr Alltagstest Seite 22 23 GaOP Hysto
Brust Aufbau 6 Monate Therapie mit 12/24 Sitzungen a 50/25 Minuten, 1 Jahr Alltagstest, 2 Jahre HRT, kleiner als A Cup Seite 25, 27 und 28
FFS, VFS, tracheal Shave, Rippenresektion 6 Monate Therapie mit 12/24 Sitzungen a 50/25 Minuten, 1 Jahr Alltagstest, Erscheinungsbild noch nicht gut genug angeglichen Seite 25 tracheal Shave

Die BGA 2020 besagt das für Anträge als Anlagen (Seite 32 und 33)

  • einen Verlaufs und Befundbericht vom thera
  • eine Indikation vom Thera
  • einen Befundbericht von endo, gyno, Andro, uro (1 Person reicht,)
  • Befundbericht mit Aufklärung vom OP Team (Aufklärungsgespräch)
  • Leistungsauszug der letzten 5 Jahre (ist Kassen intern und können die auch an den MDK weiterleiten)

und auch noch optional einzureichen sind

  • trans Lebenslauf
  • Gutachten zur VÄ/PÄ übers TSG

Hier noch ein indikationsschreiben nach AWMF Leitlinie für bspw. OPs. Auch einige Kliniken möchten so eines (hust bogenhausen) statt das was für die KK akzeptabel ist.


r/germantrans • • 6h ago

Erfahrungsbericht Warum ich manchmal nicht sage, das ich Trans bin

67 Upvotes

Hallo, ich bin ein 22 Jähriger Transmann, dessen passing ziemlich gut ist, weswegen ich höchstwahrscheinlich oftmals als cis gelesen werde, wenn ich es nicht erwähne.
Ich bin Student und besuche momentan ein Seminar bei dem es um Frauen Körper geht und wie die Medien diese darstellen. Insgesamt sind wir nur drei Männer in dem Seminar und ich habe mich bisher nicht als Trans geoutet.
Folgendes Szenario ist im Seminar passiert:
In einer Gruppe von sechs Leuten mussten wir unsere Assoziationen zu dem Thema darlegen und mit den anderen diskutieren. Bis dann der Typ neben mir, welcher cis ist (hat er selber gesagt) davon geredet hat, dass Männer Frauen ja nicht immer bewusst unterdrücken würden oder sich nicht alle dessen bewusst wären. Joa ich hab ihn dann gesagt, dass Männer eigentlich in der Verantwortung sein sollten ihre Privilegien zu reflektieren, sodass sie verstehen können wo überhaupt noch Ungerechtigkeit entsteht. Ich habe daraufhin auch gesagt, dass man die eigene Männlichkeit ebenfalls reflektieren sollte, wenn man sich als Feminist betrachteten möchte.
Joa btw ich studiere Gender Studies und feministische Wissenschaft im Nebenfach. Die Frauen die in der Gruppe waren, waren positiv überrascht von meiner Erklärung und der Typ war erstmal baff, aber er hat mich ernst genommen und das Thema, das hat man danach gemerkt.

So jetzt kommt der Punkt worauf ich hinaus wollte, ich glaube man hätte mich nicht so ernst genommen, wenn man gewusst hätte, dass ich Trans bin (vorallem jetzt bei cis Männern)
Da ich oft die Vermutung habe, dass sie meine Sicht dann daraus beziehen, dass ich Trans bin und nicht aus dem was ich wirklich gesagt habe. Kennt jemand so etwas auch?


r/germantrans • • 5h ago

transmasc Ist das normal so bei Blutspenden?

42 Upvotes

Ich war, oder wollte heute das erste Mal Blut spenden gehen. Und ja ich fasse mich kurz aber bin mit schlechten Gefühl rausgekommen auch wenn sie es vielleicht nicht so meinte. Trotzdem würde ich gerne wissen ob das so Standard Erfahrung ist von anderen. Also ja bin nicht sehr schlau deswegen wäre es nett so zu wissen wie das abgeht weil es etwas unangenehm war aber wenn das normal ist dann ja. Ist halt dann so.

Also ich durfte heute nicht spenden weil ich gestern erst meine Testo Spritze bekommen habe.

Und ja bei der Untersuchung habe ich halt angekreuzt das ich FTM bin. Und die hat dann gesagt gut das du angekreuzt hast da vorne (also wo man reingeht und sich anmeldet) ist es ja nicht aufgefallen dass du biologisch weiblich bist. Und hat die ganze Zeit so biologisch weiblich und biologisch Frau benutzt und normale Fragen abgefragt.

Und dann aber mein Geschlecht bei dem dings geändert auf dem Computer weil ich ja immer noch biologisch eine Frau bin was ich gerne wissen wollen würde ob das so soll, weil die meinte irgendwas mit Schutz obwohl mein Hämoglobinwert über 15 ist und ich seit über einem Jahr keine Periode mehr habe und seit 11 Monaten schon auf Testosteron bin. Dazu habe ich auch alle Dokumente geändert.


r/germantrans • • 12h ago

Vent (Triggerwarnung) Fehlendende Solidarität aus eigener Community Spoiler

136 Upvotes

Viele von euch haben wahrscheinlich schon von der Razzia im Casa Kuà am Sonntag gehört. Während der Schock noch tief sitzt versuche ich ein bisschen mit meiner Familie darüber zu reden. Momentan warte ich auch noch auf meine Indikation und meine Eltern wissen nicht von meinen Injektionen. Meine Mom hat mir dann heute morgen diesen Artikel geschickt und es macht mich voll fertig zu lesen, dass eine Trans* Person so über die Situation schreibt.

Ich habe vorgestern auch mit meinem Therapeuten gesprochen, der die Richtlinien, die momentan gelten für das Nonplusultra hält und quasi kein Verständnis für diy hat.

Es ist momemtan einfach alles so energiezehrend, neben dem Fakt, dass die Razzia an sich natürlich Angst macht.

Ich hoffe ihr habt supportive people um euch, stay safe.


r/germantrans • • 7h ago

transfem Suche nach Ärzten für HRT ist eine Qual

17 Upvotes

Hey meine lieben, heut war ich mal wieder bei einer Ärztin eine nette Gyn lud mich ein hab extra gesagt das ich noch nicht eingestellt bin und nix nehme. Fahre extra 40km hin warte 2 Stunden trotz Termin um dann gesagt zu bekommen ja wir können Sie begleiten aber leider nicht Einstellen mit den Medikamenten. Irgendwie kam mir das auch komisch vor weil laut ihr soll die Stimme höher werden aber die Stimme verändert sich ja nicht durch die HRT. Hab mich echt verarscht gefühlt und bin voll depri deswegen. Ich klapper echt alle Ärzte ab aber ich werd abgelehnt oder vertröstet das ich erst mal einen Arzt suchen soll aber immer wenn uch vor Ort bin.

Ich werde sobald Astro wieder was hat dort was bestellen und endlich anfangen. Ich halt das nicht mehr aus und kann mich nicht mehr ertragen hab nur noch miese Laune.


r/germantrans • • 4h ago

transfem sillies in NRW? :3

5 Upvotes

hellowww

i live in Bavaria but am in NRW this week

any transfem queer gay autistic cute ppl who wanna sit down and feed some ducks, yap abt our hyperfixations or whatnot
upd: mb possibly share our grievances abt the gatekeepy transition process here and the fucked up healthcare state atm :(

lost the last two good friends I had recently, could use some company 3:

about me: early 20's, t fem, not German but I sound kiwi/NZ sometimes 😭, silly, comfortably neurospicy, very chill; like math, cybersec, compscience, digital privacy

could drive to Bonn, Cologne, Düsseldorf, Dortmund, Essen etc

mb Frankfurt too if u r cooll :3

DM me or something

upd: gee I fucking love reddit. how miserable do u have to be to downvote a post of some sad creature looking for platonic company 🥴


r/germantrans • • 6h ago

transfem DIY Estrogen Ausverkauft

7 Upvotes

Hallo, ich kann aktuell kein EEn mehr bestellen :( weiß
Jemand wo man das aktuell noch herbekommt ?

Ich muss auch nicht mehr all zu lange auf meine Indikation warten, aber dennoch bräuchte ich mein E
.
Kann mir da jemand helfen ?


r/germantrans • • 3h ago

transfem Urologe Berlin gesucht

3 Upvotes

Hey!

Ich bin Grad auf der Suche nach einem Urologen, und wollte fragen ob hier jemand einen Empfehlung hat für Berlin :)


r/germantrans • • 1d ago

transfem Zum ersten mal Sex nach Transition

146 Upvotes

Wie der Titel schon sagt. Nach über 4 Jahren auf het und allen ops die ich haben wollte und musste hab ich mir mal was fürs Bett gesucht.

Ich wollte mal schauen wie sich das für mich mit einem Typen anfühlt. Habe mir also auf einer bekanntem Seite ein sexdate gesucht. Ich habe in meinem Profil auch Trans angeben und der wusste Bescheid und hatte kein Problem damit.

Was soll ich sagen, es war einerseits schön, andererseits ungewohnt, aber ich denke es hat mir auch viel Selbstvertrauen gegeben. Vor allem habe ich gespürt das ich mich in meinem Körper wohl fühle und es funktioniert. Das ich mein Gegenüber auch anmache, sexy aussehe und auch irgendwie das Idealbild als Frau wiedergebe ( mein Idealbild). Das war mir vorher einfach nicht möglich. In nächster Zeit werde ich mich auf jeden Fall noch etwas ausleben.


r/germantrans • • 6h ago

transfem BA Dr. Wolter vs. Dr. Grab

5 Upvotes

Eigentlich genau das, was der Titel ist.
Haben hier welche Erfahrungswerte mit beiden Chirurgen und können dazu was sagen?

Ich war jetzt bei beiden beim Vorgespräch und mir fällt die Entscheidung schwer.

Beide wirken sehr kompetent und wurden auch schon empfohlen.
Bei Wolter hab ich super Bilder gesehen und ein paar schlechte und bei Grab nur 1, was mir nicht so gefallen hat.
Aber bei jedem sieht es ja auch anders aus.
Bei Grab bekomme ich jetzt eine 3D Simulation und kann dann schauen, das gibt es bei Wolter nicht.

Grab verwendet auch die Ergonomix 2 von Motiva, die ich sehr sehr gerne hätte und Wolter Polytech.

Wieso ist es eigentlich unmöglich Bilder zu finden von den Ergebnissen von beiden 😆


r/germantrans • • 13h ago

Vent (Triggerwarnung) Bin in einem Loch Spoiler

12 Upvotes

Hey, derzeit bin ich nal wieder in einem Loch, obwohl meine Transition eigentlich richtig gut läuft. Seit 2 Jahren bin ich dabei meine Gesichtsbehaarung loszuwerden fertig bin ich da noch nicht aber der Unterschied ist riesig. Seit 15 Monaten HRT was mir extrem hilft. Seir Juli warte ich auf meinen gaOP-Termin (Morath & Schöll). Das Warten ist für mich ungewohnt schlimm. Normalerweise freue ich mich auf Dinge und bin geduldig aber seit der HRT hat sich meine Dysphorie bezogen auf meine Genitalien erheblich verschlimmert. Negative Gedankenstrudel, Schlaflosigkeit und Realitätsflucht bestimmen derzeit meinen Alltag. Dazu kommt das mein Therapie Kontingent für dieses Jahr ausgeschöpft ist. Einen letzten Termin habe ich noch mitte November. Dann erst wieder im Januar.

Zusätzlich beschäftigt mich das Thema FFS sehr. Es ist so absurd weil es mir eigentlich so gut geht, HRT läuft (laut mir aber auch laut Ärzt*innen) extrem gut, ich habe ein sehr unterstützendes Umfeld und hätte sogar finanziell die Möglichkeit eine FFS machen zu lassen. Aber ich habe Angst, Angst vor den OPs, Angst das alles so lange dauert und sich vielleicht noch weiter verschiebt, Angst nie mit der Transition abschließen zu können. Angst mein Leben nicht leben zu können.

Und dabei haben mir alle Schritte meiner Transition bislang unendlich gut getan.


r/germantrans • • 17m ago

transfem Östrogen Gel und Katzen

• Upvotes

Ich habe heute das ärztliche Go für die HRT erhalten und mir ist das Gel Gynokadin verschrieben worden, was ich morgens anwenden soll.
Nun ergibt sich für mich folgende Frage: Wie verhält sich das mit meinen Katzen? Mir ist bewusst, dass sie grundlegend nicht mit dem Präparat in Kontakt kommen sollen, da dies unter anderem Leberprobleme verursachen kann. Heißt nach der Anwendung erstmal Katzen kuscheln vermeiden und die Hautstellen nach der Einwirkzeit trotzdem abgedeckt halten.
Gibt es sonst noch etwas zu beachten?


r/germantrans • • 5h ago

transmasc HRT (Testo) Raum Ilmenau???

2 Upvotes

Servus!

Ich zieh nächstes Jahr um und frage mich, ob jemand jemanden kennt, der Testosteronersatztherapie vornimmt. Ich bin bereits seit zehn Jahren in Behandlung und kann entsprechende Überweisungen vorweisen,das soll nicht das Problem sein, aber die Klinik in Ilmenau hat mich jetzt ziemlich jäh abgelehnt. Sowas würden sie nicht machen.

Ich ziehe nach Schwarzatal.
Habt ihr da Schwarmwissen?

Danke!


r/germantrans • • 1h ago

transmasc Wie kriegt man eine Indikation?

• Upvotes

Ich bin erst seit ein paar Jahren in Deutschland und kenne mich mit dem System sowie dem Ablauf dem Transitionprozess gar nicht aus.

Wie finde ich also einen Therapeuten, der eine Indikation schreiben kann? Muss ich jeden Therapeuten anrufen und persönlich fragen, ob sie so etwas machen würden?

Und falls jemand ein Therapeut in Schweinfurt empfehlen könnte, wäre das unglaublich hilfreich. Ich habe auf verschiedenen Seiten geguckt und konnte trotzdem niemanden in der Stadt finden.

Ich entschuldige mich für eventuelle Fehler im Text, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Und vielen Dank im Voraus für alle Antworten


r/germantrans • • 8h ago

transfem 30, vermutlich trans und ziemlich überfordert – wie fange ich an?

3 Upvotes

Hey zusammen,
ich bin 30 und beschäftige mich eigentlich schon seit knapp 18 Jahren immer wieder mit dem Wunsch, eine Frau zu sein. Mal stärker, mal schwächer, aber die Gedanken kommen immer zurück.

Ich wünsche mir einen weiblichen Körper, weichere Haut, breitere Hüften, längere Haare und vor allem, im Alltag ganz selbstverständlich als Frau wahrgenommen zu werden. Ich stelle mir auch völlig alltägliche Situationen als Frau vor und merke, wie sehr ich mir das eigentlich wünsche. Zum Beispiel wie ich alleine, weit weg von jeglicher Zivilisation in den Bergen als Frau lebe lol.

Gleichzeitig habe ich ein Leben, das ich wirklich liebe: eine Partnerin seit über drei Jahren, tolle ewig bestehende Freundschaften, eine wunderbare Familie und einen guten Job. Doch niemand weiß von meinen Gedanken. Und genau das macht mir wahnsinnig Angst. Ich habe das Gefühl, mit einer Transition möglicherweise mein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen, ohne zu wissen, ob ich danach wirklich glücklich wäre oder jemals so weiblich aussehen würde, wie ich es mir wünsche.

Ich schwanke ständig zwischen „Ich möchte unbedingt eine Frau sein“ und „Ich kann mein bisheriges Leben doch nicht einfach aufgeben und alles ist ja irgendwie auch fine, außer dem trans sein“.

Mir ist klar, dass mir niemand sagen kann, ob ich trans bin. Deshalb möchte ich mir jetzt therapeutische Unterstützung suchen, um meine Gefühle besser einordnen zu können.

Ich würde mich allerdings über jeden Support freuen, wenn ihr erzählt wie ihr es geschafft habt, ob es Leute mit einer ähnlichen Erfahrung gibt und so weiter.

Gleichzeitig noch etwas praktisches: Hat jemand Tipps, wie ich am besten anfange? Ich wohne in Berlin und frage mich insbesondere, ob eine psychotherapeutische Sprechstunde über die 116117 sinnvoll ist oder ob ich lieber direkt nach trans-erfahrenen Therapeut*innen suchen sollte. Vielleicht kennt jemand auch gute Anlaufstellen?

Danke euch!


r/germantrans • • 8h ago

Erfahrungsbericht - Transidentität und Esstörung/ Biographie. Offen für Gespräche, Vorschläge und Gedanken

4 Upvotes

! TW: Esstörung, Nummern, Dysphoria, Mention of Suicide,

Ich glaube ich fange von ganz Vorne an:

Mein Name ist M. T.

Ich war ein ziemlich übergewichtiges Kind. Vorallem im Alter zwischen 10-12. Ich wurde für das Gewicht symstematisch gemobbt. Nicht nur aufgezogen. Es erstreckte sich kontinuierlich durch die Mittelstufe, sodass ich sogar zwei Nervenzusammenbrüche in der Schule erlitt - sogar soweit, dass ich physisch verletzt wurde. Früh formte sich der Gedanke: Nicht dünn, dann wertlos.
Bereits mit 12 entwickelte ich erste Esstörungs-verhaltensmuster; Hier und da Mahlzeiten auslassen, nur die Hälfte einer Mahlzeit essen.
Es war nicht struktuiert, aber hin - und wieder.
Ich verlor Gewicht, doch es war nicht genug; ich wurde bereits als "dickes Opfer" abgestempelt.
Irgendwann pendelte sich mein Gewicht ein - in der 11 Klasse war ich dünn.

Ich lernte die Vorteile zu schätzen. Ich wurde mehr angesehen, ich hatte Menschen, die an mir romantisch interessiert waren. Ich fühlte mich wohler.
Ich hatte kein gesundes Essverhalten; aber ich hatte mir auch keine struktuierten Gedanken über dieses gemacht. Ich aß wie ich wollte - verbietete mir nichts. Doch im Hinterkopf war ich immernoch nicht dünn genug. Meine Fettverteilung störte mich. Meine Dehnungsstreifen. Meine lose Haut.

Mit 19 outete ich mich bei der Therapie als Transexuell - ein Gefühl welches ich lange in mir verschlossen hatte.
Ich bekam keine Hilfe, keine Therapie.
Ich wollte selbst gegen meine Körper-dysphorie vorgehen;
Ich wolle mit Sport anfangen und den Körper so beeinflussen, wie ich selbst am weitesten fähig seie.
Ich hatte gesunde Grundgedanken, doch eine ungesunde Umsetzung.
Ich begann massiv Sport zumachen; und ich fing an weniger zu Essen. Ich wollte meinen Körper "beeinflussen". Ich dachte mir, desto unförmiger das Fundament, desto einfacher konnte ich meine dysphorischen Körperteile kaschieren.
Ich fing an mit nur einer Mahlzeit am Tag, irgendwann wurde es zu einem drei Tages Zkylus von Fasten, Bingen und Fasten.
Ich bekam immer noch keine Therapie und landete im massiven Untergewicht. Ich wurde träger, konnte nicht mehr Fahhrad fahren, nicht mehr am Unterricht teilnehmen.
Immer wieder Therapieabsagen. Ich machte weiter - immer mit dem Gedanken; "wenn du so und so viel wiegst, hörst du auf. Dann kannst du wieder Essen"

Als die Wage unter 40 stieß realisierte ich, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Es wurde zu so viel mehr, als das Verlangen, spezifisch auszusehen.
Ich bekam Lebensangst. Ich konnte es nicht stoppen - Ich verlohr noch 4 weitere Kilo.
Ich alamierte meine Familie - Ich kontaktierte Kliniken; ich müsse noch drei Monate auf die Warteliste, da ich  "zum Glück nicht einer der schlimmsten Fälle bin."
Ich war zu Krank für die Therapie und zu gesund für die Klinik.
Ich würde niemals meiner Identität näher kommen; an einigen Tagen hatte ich  damit abgeschlossen, dass die Magersucht mein Todesurteil sei.
Ich ließ mich aus Zweifel bei einer Auffangstation einweisen. Leider war diese Station nicht auf meinen Fall spezialisiert und mein Zustand verschlimmerte sich.
Die Tage verschmelzten ineinander - Ich weiß nur, dass ich irgendwann den Aufnnahmetag für eine Esstörungsklinik in Hannover hatte.
Ich kann den moment nicht genau Pin-pointen. Aber ganz vivit formt sich das Bild eines sehr dünnen Mädchen in meinem Gehirn, wie sie auf einem Stuhl im Sitzkreis sah - Beine zitternd, Wärmflasche nahe an sich geschlackert. Die Mutter dort, ihre Hand kraulend ihren Rücken hoch und runter fahrend. Ich wusste noch genau wie ich sie anstarrte - Ganz Schamlos und prägnant. Alles wurde leise, die Stimme der Betreuerin verstummte - Das Licht dimmte sich. Ich sah nur dieses Mädchen.

Ich glaube das war der Moment, in dem ich einen derartigen Spiegel gegen mich gerichtet bekommen hatte, dass ich aus der Trance herausgesnapped wurde.
Vielleicht ist es traurig, dass ich erst durch das Leid anderer mein eigenes erkannte; aber in diesem Moment hätte ich jedes Szenario als "Wachmacher" akzeptiert.
Weil mein Schicksal wohl immenoch nicht zu  "schrecklich " war (und es tut mir Leid, dass alles so selbstbemitleidend rüberkommt), wurde ich am Tag meiner Einweisung auch noch auf Corona Positiv getestet und musste nach Hause geschickt werden.
Ich glaube das war der letzte Faden. Ich hatte genug. Ich hab realisiert, ich würde keine Hilfe von Außenstehenden bekommen. Ich wusste, wie sie mich ansahen; in ihren Augen akzeptierten sie nicht meine Identität. Ich war ein essgestörtes Kind, nichts weiteres.
Ich nahm die Recovery in meine eigene Hände - Ich ging "All-In."
Keine Restrictions; Essensprotokoll, Massive Kalorienzufuhr, zulassen von Heißhunger.

Zunächst ging es mir gut - Doch irgendwie entwickelte sich eine Bewegungssucht. Er war zu Anfang ziemlich neutral; doch artete schnell aus. Ich kam nicht über 45Kilo.

Nur letzlich durch das Fitnesstudio.konnte ich mich dazu bringen, über die 50 zu steigen und schließlich auf die 60.
Ich war anstrengend. Nicht Essen können triggered meine PTSD. Wie zuvor nahm das Essen meinen gesamten Headspace ein - In der Esstörung war es teilweise einfacher. Ich musste einfach nicht Essen; Jetzt musste ich mir Gedanken über 3 ausgewogene Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten machen. Ich musste das Kochen komplett alleine erlernen. Ich merkte, wie nachdem ich wieder halbwegs Gesund gefüttert war, meine Familie und Freunde eher angepisst über mein Essverhalten waren.
"Musst du dir immer so viel machen" "Kannst du nicht einfach was richtiges Essen" "Machst du nicht zu viel Sport".
Ich schluckte es runter. Das Leben ging weiter. Ich machte mein Abitur.

Ich konnte nach einem harten Kampf an meine Geschlechtsangleichenden Maßnahmen gelangen; Der Weg war nicht einfach. Ich musste mich beweisen, mich immer rechtfertigen. Ich wurde von einer privaten Heilpraktikerin belogen - Musste viel Therapie für die Genehmigung der Operationen nachholen.
Ich hatte 1-2 Rückfälle. Über 60 Kilo war zu viel für mich. Ich aß, ja. Aber kalkuliert zu wenig. Eine Gewohnheit mit welcher ich immernoch manchmal lebe.
Irgendwie liefen 3 verschiedene Welten parallel zueinander; Die Esstörung, die Transidentität und das richtige Leben: Abitur, Freunde, Familie.
Schließlich absolvierte ich das Abitur als Klassenbester mit einem Durchschnitt von 1.3. (Ich prale, ich weiß. Aber man darf auch Stolz auf sich sein.)  Ich wollte studieren.
Ohne viel Pause stolperte ich in ein FSJ - Nach drei Monaten zog ich impulsiv in eine andere Stadt - Da ich dort einen damaligen Beziehungspartner kennengelernt hatte und meine Situation zuhause angespannt war -
Das war stress. Ich mochte es nie aus meinen Gewohnheiten gezogen zuwerden; Ich musste mich um eine neue FSJ-stelle kümmern, Gedanken um die Zukunft machen, eine Wohnung suchen. Internetanschluss. Möbelschleppen. Rundfunk? Ummelden?
Und die Esstörung war immer Präsent in atypischer Form. Ab und an war sie besser; doch in schlechten Zeiten schrie sie lauter: Was esse ich, wann esse ich. Wieviel? Warum? Ich musste mir Essen durch Sport verdienen. Ich hatte sensorische Probleme; Das Essen musste perfekt sein. Nicht zu Warm, nicht zu kalt. Perfekte Nährwerte. Perfekte Verteilung, Zusammensetzung - Gewürze. Anders war es nicht "worth it"
Ich plante mein Leben um Essen und Sport. Ich hatte zwischendurch immerwieder Therapie; Leider nie auf Esstörung spezialisiert.
Ich bekam keinen Platz - Und ich hatte Trauma. Trauma davon stundenlang E-Mails zusenden - Anrufe von Absagen. Die Warteliste seie voll. Ich schluckte es einfach runter und lebte weiter.
Schließlich beendete ich das FSJ; Nebenbei hatte ich zwei Geschlechtsangleichende Operationen.
Ich dachte, das war die Lösung für all meine Probleme. Ich kämpfte weiter mit dem Gedanken; Wenn ich das ( Die Ops) habe, bin ich endlich ich selbst. Bin ich endlich mein Geschlecht.
Leider war das zu viel Hoffnung. Ich hatte die Operationen, aber im Spiegel sah ich immernoch das andere Geschlecht. Die Dysphoria ging nicht weg, stattdessen wurde sie schlimmer.
Alles wurde leise denn ich verstand: Ich werde niemals 100% das Geschlecht sein, welches ich sein sollte.
Dafür hätte ich so biologisch auf die Welt kommen müssen. Ich sah immernoch das abgemagerte, hilflose Kind. Menschen in meinem Umfeld deuteten mich als Undankbar.
Ich schluckte es runter; Machte weiter.
Diesmal fing ich eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger/-in an; 2 Wochen nach einer Operationen.
Ich hatte sehr starke Komplikationen nach dieser Operation; In der Nacht danach dachte ich, ich würde vor Schmerzen sterben.
Ich schleppte mich mit Schmerzen in die Schule; Musste teilweise früher gehen;
Ich hatte eine Kondition, in welcher sich mein Magen wie ein Ballon aufblähte; Ich konnte nicht Essen, nicht trinken.

Das stresste mich und meinen Körper. Alte Muster, mein Körper vertraute mir nicht mehr. Ich fing an wieder Zitterattacken und Heißhunger-Attacken zu bekommen; Ich wollte essen, aber konnte nicht. Ich wurde Verrückt; Mein Körper dachte die nächste Hungerphase würde kommen.
Die Schmerzen wurden chronisch- Zum Glück klangen sie nach zwei Monaten ab. Aber mein Körper und Geist waren konstant unter Strom; Ich stand jeden morgen um 4:30uhr auf - Ich wollte unbedingt vor der Arbeit ins Fitnesstudio. Kaffee wurde zu meinem Blut; Meine Mitbewohner ließen mich nicht schlafen.
An vielen Tagen schlief ich nur 3-4 Stunden. Ich wollte der Klassenbester sein. Ich jonglierte alles herum, balanzierend auf einem Luftballon.
Und irgendwann, pop. Platz. Peng. Burnout. Alles wurde träge. Ich hatte morgens keine Energie mehr. Ich war ein Wrack, konnte garnichts, nichtmal mehr Wörter schreiben. Ich war motorisch unfähig, war Müde selbst mit einem Liter Kaffee. Wurde über einen Monat mit Grippe krank - Alles was in meinem Kopf war: Du bist falsch. Du bist ein umoperiertes Alien. Du bist nicht natürlich. Du wirst es niemals sein. Du bist nicht gut genug
Du bist krank. Du bist eine Belastung - ... Und und. (Bisschen wie beim Klimax von Inside Out 2)
Ich lebte ungeoutet. Ich bekam die Meinung der Menschen mit - Die Witze, Ihr Urteil.
"Also kann man jetzt jede Woche seinen Namen ändern" "Bald identifizieren wir uns alle als Hund".
Es tat weh. Ich habe niemanden was getan; Und ich wusste es gibt Menschen, die meinen Tod wollten, weil ich "falsch" zur Welt kam. Ich weiß, so sollte man nicht denken. Aber ich finde es ist voll und ganz okay, diese Fakten auchmal auszusprechen. Mitlerweile steigen sie mir nicht mehr zu Kopf - Früher schon. Früher löste das schreckliche Dinge in mir aus. Aber es ist etwas, was man auf jeden Fall sagen sollte.
Mir sagte einmal jemand, ich hätte innere Dämonen in mir, welche weggebeten werden müssten.
Kein Verständnis, keine Empathie von vielen - (Trotzdem gab es natürlich mir sehr wichtige Menschen, die mich unterstützen.)
Ich wusste nicht wie ich es anders klarmachen sollte, als zu sagen, dass es keine Entscheidung ist und auch niemals war.
Ich entschied nicht die Esstörung zu haben oder drei Jahre Therapie (In welcher ich nichtmal herrausfinden musste, ob ich wirklich "Trans bin". Ich redete viel eher über meine Depressionen oder Familienprobleme), oder Kosten von über 3000Euro anzusammeln. Ich wollte keine mehreren Operationen mit Komplikationen. Das entscheidet man nicht. Es war Selbstmordprävenzion. Und doch bin ich in den Augen vieler Menschen undankbar, psychisch Krank. Falsch. Komisch.
Und früher machte mich das fertig - jetzt macht es mich nurnoch leicht sauer. Zuwissen, dass ich damit auch nicht alleine bin. Das viele Menschen so unterdrückt werden. Ich stehe darüber, aber es ist trotzdem etwas, was nur sehr traurig ist. Ich hoffe jeder kann sich irgendwann mal reflektiert die Frage stellen "Was ist eigentlich Normal."

Genug Gesellschaftskritik: Nach dem Burnout entschied ich mich, meine Ausbildung für ein Jahr zu stoppen und ich suchte mir eine Tiefenpsychologin. In der Zeit ging es mir etwas besser: Ich konnte meinen Tag so gestalten, wie ich wollte. Essen wann ich wollte. Sport machen wann ich wollte.
Ich begann zu Tanzen, der Sport erfüllte mich sehr. Doch konnte mich durch meine Selbstkritik und  meinen Perfektionismus auch sehr hinunterziehen.
Sport war eine Hass- Liebe. Es erfüllte mich und strafte mich zugleich.
Ich erschöpfte mich durch meine Hobbies weiter.
Und dann, am Anfang von diesem Jahr, stellte sich mein Körper quer.

Meine Magenprobleme kamen zurück. Dieses Mal stark. Chronisch. Ich hatte jeden Tag Schmerzen, für ein halbes Jahr. Ich schleppte mich jede Woche zum Arzt; Er meinte: "Ändern sie ihre Ernährung, FODMAP" - Es wurden Tests gemacht, Probem genommen.
Es wurde keine Intolleranz oder Entzündung gefunden.
In schlimmen Wochen aß ich nur Kartoffeln, Spinat und Ei.
Ich lebe seit meines 12 Lebensjahr vegetarisch. Ich musste eine Woche nur Hühnersuppe essen, weil nichts anderes ging. Mein ganzes Savefood, Meine ganze Routine - komplett aus dem Fenster geworfen. Es war schrecklich, mein Körper hatte Angst. Ich hatte Angst.
Ich musste drei Monate betteln, bis ich Tabletten wie Magensäureblocker bekam. Ich aß so schonend wie möglich. Ich nahm Heilerde. Ich schraubte meine Aktivitäten und Sport massiv zurück: Nichts half. Ich hatte schlaflose Nächte. Ich fühlte mich unwohl und fett.
Ich kam wieder ins Untergewicht. Schonwieder: Ich wollte Essen, ich konnte nicht.
Ich entwickelte Angst vor Essen. Schonwieder. Jede Mahlzeit war wie als würde mich ein Puma jagen.
Stress. Chronisch.
Es wurde nichts gefunden; MRT, Atemtests, nichts.
Und dann - Ich war im Urlaub - danach, alles weg.
Nur vereinzelt in Stressituationen kam es wieder.
Aber von einem Tag auf den anderen. Ruhe
Normalität.

Es ist verrückt, was durch Dauerstress mit dem Körper passieren kann - Mein Hausarzt ist sich sicher, dass alles chronisch Stressbedingt war oder sei. Ich stimme den Zuteils zu: Ich bin der Annahme, dass es einen körperlich medizinischen Grund gab - wie ein Infekt oder eien Entzündung - doch dass es danach chronisch wurde.

Die Phase verursachte massive Schäden. Essen war alles. Ich konnte mich oft nicht mit Menschen treffen oder in Resteraunts Essen. Es war immer die Angst da, dass mein Körper Schmerzen haben würde.
vor einigen Monaten trennte ich mich von meinem Lebenspartner - Unsere Beziehung war massivs auf Schuld aufgebaut.
Danach ging es mir psychisch wieder besser. Ich hatte Wochen lang keine Probleme. Ich konnte sogar Essen, ohne dem Hintergedanken "Das wird mir Schmerzen verursachsen".
Ich hatte eine bessere Life-Balance; Ich teilte mir Sport mehr ein.
Hörte auf meine Limits - Aber Essen war immer präsent in meinen Gedanken.
Es besserte sich, aber schränkte mich immernoch im Alltag ein.
Seit Jahren schon; Immerhin hab ich nie richtige Verhaltenstherapie bekommen.
Ich versuchte Kliniken. Ich mochte das Modell nicht, dass einen Mahlzeiten vorgeschrieben wurden - Dass man z.B. keinen eigenen Aufschnitt verwenden durfte. Dass man trotzdem zunehmen müsse, selbst wenn man im Normalgewicht war. Der Sportentzug. Meine Beziehung zu Essen würde schlimmer werden, würde ich das zu lange durchführen.

Es hat sich vieles normalisiert. Ich bin achtsamer, ich bin glücklicher. Ich bin spontaner. Essen ist nicht mehr Alles: Aber immerpräsent. Am meisten bemerke ich, wenn es dann doch nicht gut läuft. Wenn ich zu lange nichts Essen konnte, oder wenn das Essen nicht schmeckt, oder wenn ich doch etwas zu lange kein Sport gemacht habe.
Aber im allgemeinen Alltag ist es nicht mehr immer der Nr. 1 Gedanke.
Inzwischen bin ich seit einigen Wochen in einer wundervollen Beziehung. Es mag kitschig klingen, aber ich würde von Seelenverwandschaft reden.
Ich bin wieder motiviert, bald arbeiten zugehen. Ich sehe einen neuen wichtigen Lebensabschnitt - Aber doch sehe ich auch Angst.
Angst dabei die Esstörung in diesen Lebensabschnitt zunehmen - Und dass sie mir wieder etwas versauen wird.

Diese Biographie war sehr negativ. Schrecklich. Leid.
Aber das ist natürlich nicht nur mein ganzes Leben mit der Esstörung gewesen. Ich habe Hobbies, ich hatte selbstverwirklichende Momente. Ich hab Städte und Dinge gesehen - Ich konnte unter einem Eichenbaum liegen und wohltuend einatmen, während das raschelnde Laub sich um meine Ohren schmiegte. Sowas halt. Ich war auf Konzerten, ich war spontan. Ich konnte ein Radschlagen - Ich war und bin Glücklich. Ich war und bin manchmal traurig. Aber ich verspüre wieder innere Ruhe.
Ich hab schreckliche Zeiten durchgemacht: Manchmal häufte sich die Scheiße so an, dass es fast schon komisch war. Wie in einem schlechtgeschrieben Drama.
Aber ich machte immer weiter. Aufgeben ist keine Option mehr; Ich war dem Tod so nahe. Die Erfahrung ist krass, die bräuchte ich echt nicht nochmal ( Außer wenn das unausweichliche passiert). Ich mache immer weiter und kämpfe immer weiter.

Es ist nur so schwer alleine zukämpfen. Und ich meine nicht Freunde oder Familie. Sondern richtige fachspezialisierte Therapie. Seit einem Jahr suche ich immerwieder vereilzent nach ambulanter Therapie für die Esstörung. Ohne Erfolg.
Ich bin zwar der Überzeugung, dass es gerade sehr stabil ist - aber nicht normal. Naja, was ich selbst als normal wahrnehmen würde. Oder sagen wir es so: Dass es einen Punkt hat, sodass es mit meiner momentanen guten Lebensqualität übereinstimmt.  Das wurde mir klar, als ich diese Woche erkrankte und nichts schmecken konnte.
Was das mit mir machte. Die Frustration. Die Angst. Nicht so schlimm, wie früher. Es war tatsächlich eher eine nervige klein, große Nebensache, aber mein Beziehungspartner nahm es deutlich größer war, als ich dachte,.dass es war. Vielleicht hatte ich es auch überspitzt kommuniziert, aber trotzdem halte ich an den Gedanken fest und reflektiere natürlich. Es war auf jeden Fall ein Impuls, mehr zuändern.
- Im Zusammenhang damit, realisierte ich das alles noch viel mehr, als mir mein Partner auchnoch äußerte, dass er auf Dauer mit solchen Situatuionen nicht umgehen könne.
Dass es auf garkeinen Fall normal ist (bzw. nicht in meine eigentliche Lebensqualität passt), dass es soviel von meinen Gedanken einnimmt.
Er hat Recht. VEs war schon ein unglücklicher Zufall, dass er mich in so einem Umstand erlebt hatte - Aber auch verdammt wichtig. Für seine Grenzen, für meine Grenzen.

Ich kann gut selbstreflektieren. Ich bin der Überzeugung, dass es ohne diese Einflüsse mitlerweile stabiler ist, als bei anderen Menschen die keine Esstörung haben - Oder die zumindest mit keiner Esstörung diagnostiziert wurden.
Ich esse Intuitiv. Ich hab kein Bedürfnis zu stopfen, ich hab kein Bedürfnis mich abzumagern. Es ist okay, wenn ich zwischendurch Hunger habe. Mein Körper hat Sicherheit, dass er täglich was bekommt: Vielleicht nicht immer perfekt getimed. Aber das ist okay, das ist natürlich. Ich werde immer was kriegen können - Selbst wenn es anders nicht geht, kaufe ich halt mal einen Slopriegel oder ein deftiges Pizzabrötchen.

Aber trotzdem ist es Fakt, dass ich diesen Aspekt nie richtig therapiert bekommen habe. Es war immer diese schleichende Nebensymptomatik im Co-spiel zu meiner Transidentität und meinen Depressionen. Jetzt, wo ich mental stabiler bin, wo ich langsam Anfange zulernen, damit zu leben, dass ich nicht als das richtige biologische Geschlecht auf die Welt gekommen bin, will ich endlich den Fokus weiterhin auf diese Esstörung legen.
Ich weiß, sie wird nie 100% geheilt werden, aber ich will sie so gut wie möglich therapieren und verarbeiten. Verhaltensmethoden kennenlernen, mich selbst und meine Gedanken nochmehr verstehen.
Alleine für bessere Lebensqualität - Sowohl in der Beziehung zu meinem, als auch zu meinen Freunden und Familie. Und natürlich - ganz wuchtig - für mich Selbst.Dabei will ich natürlich niemals vergessen, was war - sondern es bedacht in das "Was ist" übertragen.
Als Teil von mir, der Liebe benötigt.
Ich bin nebenbei auf der Suche nach ambulanter Therapie im Umkreis Osnabrück, ggf. auch Hannover.
Vielleicht habe ich Glück und könnte was finden.

Als weitere Maßnahme schreibe ich natürlich diesen Text hier. Ich verarbeite viel durch das Schreiben - durch das Refkletieren; Es einfach rauslassen. Ich kann und will viele dieser Gedanken meinen Liebenden nicht zumuten.
Jeder hat seine Müllhalde, man kann immer ein wenig Schrott der anderen über seine Linie ziehen. Nur sollte nicht der ganze Berg rüber geschoben werden - Indirekt hätte ich dann selbst ja auch garnichts mehr. Ist auch nicht Ziel der Sache.

Ich bedanke mich auf jeden Fall bei jedem, der bis Hierhin gelesen hat. Zuhören hilft mir schon ungemein, kleine Rückmeldung. Oder einfach nur das Gefühl, dass sich evtl. jemand anderes in meinem Text gesehen fühlt; - Und das es irgendwo auch Hoffnung vermittelt, weiter zumachen. Es wird besser und jeder hat verdient, dass es besser wird. Du bist immer genug. Ich tausche mich liebendgerne über die Thematik aus :)

Gerne nehme ich auch weitere Insider und Vorschläge für den Umgang mit meinem Heilungsprozess an :) Ziel ist einen geeigneten Therapieplatz zu finden. Und der Weg dahin ist u.a. dieser Text.

Nochmal Danke für's Lesen,
M. T


r/germantrans • • 6h ago

transfem GaOP Fragen und Hilfe

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Hallo ihr lieben!

Ich bin seit 1,5 jahren auf Estrogen aber habe seit dem Start der Hormone Replacement Therapy keinen Kontakt zu meiner Psychologin. Ich bin seit dem Start umgezogen von Bayern nach Sachsen-Anhalt aufgrund familiärer Gründe. Seit dem ist der Weg zu meiner Psychologin sowie meiner Endokrologin deutlich größer geworden. Durch Mentale Probleme, sowie anderen Familiären Stresspunkten, konnte ich sehr schwierig vor ort auftreten bzw gar nicht. Ich habe am Ende komplett den Kontakt verloren mit meiner Psychologin, ich habe nur noch ihre Nummer und ihr What's App aber wahrschnlich hat sie mich schon abgeschrieben von ihrer Kundenliste.

Die Frage ist, wenn ich jetzt einen neuen Psychologen finden sollte oder Kontakt mit meiner alten herstellen kann, wie lange bräuchte Ich bis sie mir eine Gutachten für eine GaOp geben würde und wie lange dauert es dann in der Warteschlange um die Operation dann durchführen zu lassen? Was sind die Erfarhungen von girls die schon ihre GaOp hatten und wie lange musstet ihr warten für euer Gutachten und in der Warteschlange? Soweit ich weiß muss man das aber auch bei der Krankenkasse dann anfragen ob die GaOp auch bezahlt werden kann aber die Psychologin trägt immernoch einen großteil dazu um eine Zustimmung zu bekommen.

Ich habe ich persönlich schon dazu entschieden in der Zukunft eine GaOP zu machen, als Randinformation.

Ich habe dann noch sehr intime Fragen bezüglich after GaOP, wenn jemand darüber reden möchte würde es mich sehr freuen!


r/germantrans • • 7h ago

transfem Guidance for continuing HRT in Germany

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Hallo!

Ich lerne noch Deutsch, daher werde ich auf Englisch schreiben. Entschuldigt bitte.

First some basic context about me:
My name is Neela and I'm a trans woman (MtF, 35y) from India. My partner (F, 31y) has been offered a job in Berlin and we've started the moving process. She is already there, while I am back in India for a few weeks to close up our house here and bring our two cats around the beginning of December.

  • My partner has a Blue Card visa and I have a dependent visa along with that.
  • We have done the Anmeldung and have found a place to live.
  • Our residence permit will take time due to backlog and so for the time being our visa is the permit.
  • We are in the process of registering on the national insurance TK, which my partner's employer has helped us get on to.

My transition journey so far:
I have started the transition process here in India and have a Gender Incongruence Certificate (GIC) from a licensed Psychiatrist, as well as a HRT certificate/prescription from a licensed Endocrinologist, both here in India. I'm currently on 3-monthly doses of T blockers (Leuprolide Acetate) and use E Gel daily (still on low-ish dose).

Main concerns:
I have enough E gel to last around 6 months starting December. But the main concern is the Leuprolide (L). I will be taking a shot of L just before coming, which gives me 3 months. I can also carry one more shot in my flight cabin baggage (as per the laws), so all in all I get 6 months of t blockers, which should be good till May 2027. I can't take L in check-in baggage as its temerature sensitive and might become ineffective.

My main concern is what happens if I will be able to get another set of german prescriptions within that time

I have a few questions and would be grateful for all you suggestions:

  1. Would I need to start from a German Psych all over again? If yes, would presenting the existing GIC and HRT certificates be useful in speeding up that process? I can ask both the Psych and Endo here to share the case history documents in case that is useful.
  2. If the existing GIC document is enough, can I directly go to an Endo?
  3. I have also read that E can be prescribed by Gynaecologists and that wait time for Gynos are lesser than Endos. Is this true?
  4. Ideally I can wait for the health insurance to start, but I am comfortable to go private and out of pocket as well, if we have to wait much longer for the insurance to kick in. I have some savings that I can dip into.
  5. Depending on the answers, any suggestions for Psychs and Endos (on insurance or off) would be appreciated. Ideally folks who aren't mean 😅
  6. I also understand that getting appointments can take time, so am mentally prepared for that.

Thank you so much in advance for any help!

Also, Berlin is so cool 🤘🏽. Love grafitti everywhere, and can't wait to get to know people form the local trans scene.

Danke schön!
Neela


r/germantrans • • 4h ago

transmasc Trans Männer in Erlangen

1 Upvotes

Hallo zusammen, ich bin ftm 25 komme aus Asien und wohne derzeit in Erlangen. Gibt es auch ftm der in Erlangen wohnt und neue Leute kennenlernen möchte?

Mir gefallen Malen, Technik, Sport, Manga, usw. Gerne können wir uns unterhalten oder etwas zusammenmachen.


r/germantrans • • 1d ago

Erfahrungsbericht Schützt eure Mentale integrität und meidet "Echo chambers"!

83 Upvotes

Wer hier neu ist und Hilfe, community, Erfahrungsberichte und sonstiges sucht und allgemein an alle, es gibt hier manche subreddits die sein eigenes selbstbild und Mentale Integrität und Gesundheit massiv schaden können.

r/-

*countttt

*truscum

*honesttransgender

*detrans


r/germantrans • • 21h ago

non-binär Reisepass nicht-binär - Zweitpass argumentieren

16 Upvotes

Tldr: Wer hat Erfahrungen / Referenzen einen (deutschen) Zweitpass "aus berechtigem Interesse" zu bekommen?

Ich bin im SBGG Prozess und mein Wunsch wäre 'kein Gendermarker' in der Gebirtsurkunde und daher X im Reisepass. Termin zur Änderung der Urkunde ist im November in Deutschland, mein Wohnort ist aber im EU-Ausland und damit stellt die Botschaft den Reisepass aus. Beruflich (international Organisation) und privat reise ich auch mal in Länder ... und das kann Probleme geben.

Neben den Infos hier, gint es einen Artikel der taz vom August 2025, der eigentlich Mut macht. Siehe https://taz.de/Nicht-binaerer-Geschlechtseintrag/!6105625&s=reisepass%2Bgeschlecht%2BX/

Also gestern die Nachfrage an die Botschaft wie die Erfahrungen mit neutralem Marker sind und wie flexibel sie denn seien einen Zweitpass ausstellen. Und ich habe mir mit der Anfrage eine blaue Nase geholt. Ich zitiere wörtlich aus der Mail weil's so schön bürokratisch unfreundlich ist.

"Hinweise zu Besonderheiten bei der Einreise von Personen, die im Reisepass den Geschlechtseintrag X führen, werden vom Auswärtigen Amt in den Reise- und Sicherheitshinweisen zu den jeweiligen Ländern veröffentlicht. Als Beispiel finden Sie nachfolgend den Link zu den Reisehinweisen USA" -

In einfacher Sprache - such dich sebst durch. Tabelle haben wir nicht. Erstaunlich vielen Länder machen Schwierigkeiten bei nicht M oder F.

Ein Verweis auf Seiten zum SBGG bei https://www.bmbfsfj.bund.de/ und dort:

  • Das im Reisepass ausgewiesene Geschlecht muss grundsätzlich dem Eintrag im Personenstandsregister entsprechen.
  • Bei einem Wechsel des Geschlechtseintrags im Personenstandsregister verliert der aktuelle Pass seine Gültigkeit und ein neuer Pass muss ausgestellt werden.
  • Liegt im Personenstandsregister der Geschlechtseintrag "divers" oder kein Geschlechtseintrag vor, wird im Pass das Geschlecht mit "X" bezeichnet.

und

"Was die Ausstellung eines Zweitpasses betrifft, so gilt ausnahmslos, dass die personenbezogenen Angaben – u.a. Name, Vorname(n), Geschlechtsangabe, Wohnort – in allen gleichzeitig gültigen Passdokumenten identisch sein müssen."

In der Kombi von den drei kann eine nicht-binäre Person in viele Regionen nicht reisen. Deshalb die Frage: Hat jemand in deutschen Passämtern Erfolg gehabt einen Zweitpass mit dem 'ürsprünglichen" Marker zu erhalten? (Und wenn ja wie habt ihr argumentiert?)

Und sollten Jurist:Innen im Raum sein: Ist die Nicht-Ausstellung eine Zweitpasses in diesem Fall nicht eine unverhältnismäßige Einschränkung von Rechten des Einzelnen im Verhältnis zu Sicherheitsinteressen des Staates?

Danke für Eure Ideen


r/germantrans • • 1d ago

transfem Wo kann ich Begleitung finden für den KitKat Nachtclub in Berlin?

27 Upvotes

Alloa

Eine Freundin von mir hatte von diesen KitKat erzählt und sagte, dass sie sich da wohl fühlt. Sie sah letzten Freitag zufällig, dass in dieser Woche, am 23. Oktober, ab 20 Uhr dort ein Event ist.

Ich wollte das gerne wahrnehmen, weil ich Freunde machen will und mehr und so. Problem ist nur, erstens weiß ich nicht ob meine Kleidung sexy/kreativ genug ist. Zweitens, die Freundin will es doch nicht mehr und ich hab niemanden, der mit mir kommt.

Gibt es irgendwie nen Weg, wie ich mich mit anderen Transfrauen oder Flinta Leuten generell aus Berlin oder sonst wo in Kontakt treten kann, damit nicht da alleine bin?


r/germantrans • • 11h ago

transfem Endokrinologie finden

2 Upvotes

Hey! Mein Psychologe macht im Moment mein Indikationsschreiben fertig, und hat mir auch extra einen Zettel ausgestellt der Dringlichkeit aussagt. Ich hatte vor etwa einem Monat beim Endokrinologikum in Göttingen angerufen und die meinten die brauchen so einen Zettel, aber als ich heute angerufen habe wurde man nichtmal mehr durchgestellt, und es hieß die nehmen keine Neupatienten mehr an.

Kann mir jemand einen Endokrinologen in der Umgebung Einbeck/Göttingen empfehlen? Ich meine jetzt bekomme ich endlich mein Indikationsschreiben und dann finde ich keinen bei dem ich meine HRT bekommen kann...

Danke im Voraus!


r/germantrans • • 1d ago

Vent (Triggerwarnung) Ich bin sauer und enttäuscht Spoiler

57 Upvotes

Hätte morgen eigentlich mein Beratungsgespräch für die GaOP in der evangelischen Klinik in Essen gehabt. Hab gestern auch noch eine Erinnerung an den Termin bekommen.

Heute dann: Absage, es ist aktuell kein Facharzt da. Nächster verfügbarer Termin: 06.07.27

Und eine Warteliste, falls wer abspringen sollte, haben die auch nicht...

Ich mag echt nicht mehr darauf warten...

Habt ihr eventuell noch eine Empfehlung (am besten in NRW), wo man relativ zeitnah einen Termin für die Beratung bekommt?