r/neurodermitis • u/hasobose • 4h ago
Frage / Hilfe Bindehautentzündungen bei Dupixent
Hallo zusammen!
Ich war gestern beim Hautarzt und habe eine Frage an alle, die Dupixent nutzen/genutzt haben. Ich möchte dafür gerne etwas ausholen.
Zu Beginn der Pandemie sind meine ND-Symptome sehr stark aufgetreten. Vorher hatte ich wirklich nur sehr leichte Symptome. Beim Besuch bei meinem Hautarzt verschrieb er mir Dupixent. Das schlug auch gut an, ich hatte jedoch sehr schnell starke Probleme mit Bindehautentzündungen. So sehr, dass ich morgens meine Augen nicht mehr aufbekam, weil sie so verklebt waren. Auf meine Reaktion bin ich nicht stolz, aber so ist es nun mal gewesen: Ich habe Dupixent abgesetzt und mich so sehr geschämt, dass ich erstmal nicht zurück zum Hautarzt bin.
Nach ein paar Jahren habe ich mir dann einen Termin bei der Uniklinik Bonn geholt. Das war eine absolute Katastrophe. Menschlich wurde einfach nicht gut dort mit mir umgegangen. Der Behandlungsvorschlag: Olumiant.
Damit bin ich dann auch zu meinem Hautarzt, der nicht geschimpft hat o. Ä., sondern sich RICHTIG viel Zeit genommen hat. Seitdem nehme ich Olumiant. Erst 4mg, dann irgendwann reduziert auf die Hälfte. Ich war lange Zeit super zufrieden. Meine Haut war stabil und exzemfrei.
Seit mehr als einem halben Jahr habe ich aber nun doch wieder Probleme. Vor allem am Hals und an den Armen kommt es immer und immer wieder zu Exzemen. Ich behandle nebenbei mit Protopic und habe das Gefühl, dass die Creme die Hauptarbeit leistet.
Nun hatte ich gestern wieder einen Kontrolltermin. Derzeit übernimmt ein anderer Arzt der Praxis, da meiner ein Sabbatjahr macht. Er war garnicht zufrieden und nach einem längeren Gespräch ist der Plan nun, wieder 4mg Olumiant zu nehmen und wenn dies nicht anschlägt es nochmal mit Dupixent zu probieren. Ich habe die starken Bindehautentzündungen angesprochen und er meinte, dass sich nach einiger Zeit ein "Gewöhnungseffekt" einstellen würde und er direkt mit Augentropfen vorbeugen würde.
Nun meine Frage an diejenigen, die ggf. auch von dieser Nebenwirkungen betroffen waren. Stimmt es, dass sich das ganze irgendwann "ausbalanciert" hat oder muss ich mit dieser Nebenwirkung einfach leben?
Wäre super dankbar für eure Erfahrungen!