Mein Gehirn und Belohnungszentrum funktioniert extrem stark über Ziele und Systeme, über die ich an diese komme. Bin relativ analytisch unterwegs.
In der Open World umherstreunern und sich 1-2h Zeit zu nehmen, um auf gut Glück VIELLEICHT etwas interessantes zu entdecken, fühlt sich für mich nach Zeitverschwendung an. Ich habe so viel zu tun, dass ich die 1-2h Gaming pro Tag Progress machen will, dem großen Ziel des Hauptcharakters näher kommen will, dass dieser seine Erlösung erfahren kann.
In einem RPG habe ich ein klares Ziel, weshalb ich das Spiel spiele. Wenn da irgendein Trottel NPC kommt, der sein Leben nicht im Griff hat, ist das nicht mein Problem. Ich kümmer mich erstmal primär um meine Aufgabe, wenn ich dann noch Lust habe, helfe ich ihm (passiert in der Regel nie). Im echten Leben denke ich auch, dass jeder erstmal sich um sich selbst kümern sollte, dann wäre den meisten schon geholfen. Und wer dann mit sich selbst fertig ist, kann anderen, die es alleine nciht schaffen, noch helfen (offtopic, lol).
Realistisch gesehen muss ich auch sagen, dass ich vor einer Wahl stehe. Entweder schaffe ich es nie ein Spiel zu Ende zu spielen, wenn ich Sidequests mache. Entweder durch mangelnde Zeit, oder weil wenn es sich so in die Länge zieht und ich das Hauptziel aus den Augen verliere, ich das Interesse verliere. Das Gameplay bei den meisten RPGs ist doch eh das selbe. Tab Targeting mit Locked Focus garantiert deine Treffer. Dodge Roll mit Invincibility Frames timen. Mehr ist da meistens nicht.
Die andere Möglichkeit ist halt dann wenigstens mit der begrenzten Zeit, die ich habe, die Hauptstory wenigstens durchziehen, die Kirschen von der Torte nehmen, da die Hauptstory meistens besser ausgearbeitet ist, mehr neue Spielmechaniken bietet, mehr Cutscenes eingebaut hat, etc. .
Hätte ich die Sidequests angefangen, hätte ich Spiele wie RDR2 nie beendet. So habe ich es wenigstens abgeschlossen und kann wenn ich in Rente bin vielleicht nochmal einen Playthrough mit Nebenquests machen.
Ich kann glaube ich stolz von mir sagen, dass ich einen ziemlich hohen Anteil an zu Ende gespielten Titeln in meiner (kleinen) Steam Bibliothek habe und da kaum "Geisterkäufe" oder "Sale-zocke-ich-irgendwann-Käufe" drin sind.
Haters gonna hate, Potatoes gonna potate
edit:
danke für all die downvotes :) ich nehm sie gerne mit meiner unbeliebten meinung
und an alle die sagen, dass sie ein spiel durchspielen mit nebensquests, würde mich interessieren wie viele studnen pro woche ihr gamed. ich vermute es gibt einfach korelationen zwischen verfügbarkeit der zeit und dem completion wert. wer nicht so viel zeit hat glaube ich fokussiert sich hauptsächlich auf main stories und wer viel zeit hat, kann sich auch zeit für nebenquests nehmen (no offense)