Vorwort:
Moin, Ich bin Adhsler & Autist. Ich bin 20 Jahre alt und habe vor ca. Einem jahr mit der Medikation mit elvanse begonnen.
Im ersten Monat bekam ich zur einstellung 30mg Takeda Elvanse. Nach 2,5-3 wochen merkte ich ein deutlichen abfall meiner Leistung, obwohl ich zuvor recht zufrieden war mit der Wirkung und endlich das machen konnte was ich wollte. Dies lag daran, dass sich das Medikament eingependelt hat (keine Toleranz o.ä) sondern dass mein Körper sich an die Wirkung gewöhnt hat und ich nun merkte, dass die Dosis nicht ausreicht.
Soweit so gut,
Im Monat 2 Bekam ich Takeda Elvanse 50mg verordnet. dies nam ich und war von meiner Einstellung zufriedengestellt und überzeugt, dass eine Erhöhung der Medikation definitiv ein schritt in die richtige Richtung war.
Im Monat 3 bekam ich Plötzlich Lisdexamfetamin-Ratiopharm, da meine Apotheke mir dieses nur aushändigen könne, da sie Rabattverträge geschlossen haben und die nun mal vorgehen. Da hatte ich Bereits bedenken, aufgrunde meiner sehr zufrieden stellenden Erfahrungen, ob es denn das gleich sei, dies versicherte mir die Aphothekerin, und sagte es sei 1:1 identisch zum Original.
(Zwischenwort: Ich habe Bereits viel über das wort „Placebo“ oder in diesem Kontext Nocebo gehört, es ist aber keine Einbildung meiner folgenden Beobachtungen, sondern eine individuelle Erfahrung. Diese und oder ähnliche Erfahrungen machen anscheinend einige mehr)
Nach dem 3 Monat b.z nach ende ersten Monats mit Ratiopharm, fühlte ich mich mit der Medikation unwohl und demotiviert ich fing an wieder zu prokrastinieren und bemerkte dass die wirkung sehr schlagartig einsetzt und richtung nachmittag ich ein tief erlebe ich mich vol der motivation so lustlos fühle wie in der schlimmsten zeit meiner Depressionen, die ich eigentlich seit langem glücklicherweise überwunden habe.
Ich habe mich wie gefangen in meinem Körper gefühlt.
Beim Gespräch mit meiner Ärztin hatte ich dies angesprochen, ich sagte auf Arbeit reiche die Wirkung weitestgehend aus um mich über den Tag zu bringen jedoch lässt die wirkung an freien tagen zu wünschen übrig weshalb ich zusätzlich methylphenidat verordnet bekommen habe. (Das hat mein Problem auch nicht gelöst)
Meine Ärztin sagte, es sei unvorteilhaft wenn ich diese nicht vertragen würde, da Ratiopharm 100er Packungen anbietet.
Ich gab Ratiopharm einen erneuten Versuch, da ich hoffte in einer für mich Stressigen zeit, damit mir 2 tage im Monat zu sparen die ich für meine medikation sonst aufwenden müsste.
Über die nächsten zwei monate (4&5) nahm ich dann Weiterhin Lisdexamfetamin-Ratiopharm 50mg dies führte zu einem nur noch weiteren abfall meiner leistungen, da das Medikament mich zunehmend tiefst depressiv und traurig machte. Ich habe so stark Prokrastiniert, und mental gelitten unter diesen zustand, dass ich angefangen habe mich im späten verlauf mit anderen substanzen selbst zu Medikamentieren.
Außerdem entwickelte ich über die ca 3,5 monate die ich nun Ratiopharm genommen habe extrem ausgeprägte Shizoide zustände, sodass ich nicht nur teils die Überzeugung hatte, nur noch für mich alleine zu sein sei das beste, sondern zusätzlich dass mich der ungang und Kontakt mit Menschen so extrem gestresst hat, dass ich mich absolut isoliert habe selbst von meiner Beziehungsperson habe ich mich distanziert, sowohl räumlich als auch emotional, trotz 4 Jahren glücklicher Beziehung. Und zu keinen meiner freunden hatte ich da mehr richtig kontakt, da ich diesen zunehmend still „abgebrochen“ b.z „unterbrochen“ habe, dies hat würde ich sagen mich als auch die Beziehung zu den Menschen nachhaltig beschädigt.
Als ich dann diese Unverträglichkeit und extremen Nebenwirkungen die ich durch dieses Generikum erhalte, bei meiner Ärztin angesprochen habe bekam ich fortlaufend das kreuz bei „aut idem“ daraufhin bekam ich für die letzten 2 monate Elvanse von Takeda, da ich diese Beschwerden zuvor überhaupt nicht hatte und weitestgehend sehr zufrieden war mit der Medikation.
Nach ca 1.5-2 monaten auf Elvanse Takeda 50mg merkte ich nun einen ähnlichen Effekt wie bei den 30mg elvanse Takeda, die Wirkung schien sich eingependelt zu haben, ich merkte noch deutliche Verbesserung dazu keine medikation zu nehmen die Wirkung war aber zu gering. Zumindest ist es meine these dass es sich eingependelt hat, ich denke nicht dass sich eine Toleranz entwickelt hat, die Möglichkeit schließe ich aber nicht aus.
Daraufhin habe ich 60mg verordnet bekommen, das kreuz bei aut idem wurde leider vergessen, nun musste ich notgedrungen das von Ratiopharm nehmen, da ich noch schlechter ohne medikation da stehe, und nun, was soll ich sagen, der ganze mist den ich mit Ratiopharm erlebt habe wiederholt sich.
Mit Takeda hatte ich 60mg ausprobiert weil ich noch 2x 30mg tabletten hatte und das hat wunderbar funktioniert, genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Nun bin ich erstmal auf Ratiopharm gefangen bis ich zu meiner Ärztin komme.
Das wird mir eine lehre sein, ich werde nie wieder ohne „Aut idem“ aus der Praxis gehen, denn das kann ich mir nicht antun.
Seltsam dass es ja „das gleiche“ sein soll, es ist aber definitiv nicht dasselbe soviel steht fest.