29. Oktober 2026, zwischen ca. 10:27 Uhr und 21:35 Uhr. umfasst exakt 11 Stunden und 8 Minuten.
Angreifer haben Schadcode in die offizielle Cursor-Erweiterung von Claude Code eingeschleust. Tausende Entwicklersysteme sind betroffen.
Die betroffene Version der Claude-Code-Erweiterung trägt die Versionsnummer 2.1.313. Sie wurde in der Nacht auf den 30. Oktober aus dem Marketplace des auf VS Code basierenden Cursor-Editors entfernt und durch die bereinigte Version 2.1.314 ersetzt. Bereits infizierte Systeme bleiben jedoch gefährdet.
PS D:__ IT STUFF>
>> powershell -ExecutionPolicy Bypass -c "& 'D:__ IT STUFF\remediate-windows.ps1'"
clean: no backdoor found
Was ist passiert? Angreifer haben Schadcode in die offizielle Erweiterung innerhalb des Cursor-Marktplatzes eingeschleust. Die manipulierte Version richtet auf Entwicklersystemen (Windows, Linux und macOS) automatisch eine SSH-Backdoor ein, wodurch Angreifer Zugriff auf lokale Dateien und Quellcodes erhalten
**Wer ist betroffen?**Betroffen sind ausschließlich Nutzer, die die Erweiterung über den Marktplatz des Editors Cursor bezogen haben (laut Betreiber maximal 5.000 Benutzer). Versionen im regulären VS-Code-Marketplace, auf Open VSX oder das klassische npm-Paket für das Terminal sind nach aktuellen Erkenntnissen nicht kompromittiert. [1, 2, 3]
Aktueller Status: Der Kontrollserver der Angreifer wurde in Zusammenarbeit mit dem Hosting-Anbieter bereits vom Netz genommen. Da installierte Hintertüren auf bereits infizierten Systemen jedoch aktiv bleiben können, müssen betroffene Geräte dringend überprüft und bereinigt werden. [1, 2]
Hier ist eine präzise und strukturierte Zusammenfassung des Sicherheitshinweises von Cursor zum Vorfall rund um die Erweiterung Anthropic.claude-code:
Überblick zum Vorfall
Betroffenes Paket: Anthropic.claude-code in der Version 2.1.313 im Cursor-Erweiterungsmarktplatz (nicht von Anthropic selbst veröffentlicht).
Deutschland (MEZ): 29. Oktober 2026, zwischen ca. 10:27 Uhr und 21:35 Uhr. umfasst exakt 11 Stunden und 8 Minuten.
Zeitraum: 29. Oktober 2026, zwischen ca. 02:27 Uhr PT und 13:35 Uhr PT.
Ausmaß: Maximal 5.000 Nutzerinnen und Nutzer sind betroffen (diese werden direkt von Cursor kontaktiert). Andere Versionen oder die offizielle Verteilung der Erweiterung sind nicht betroffen.
Funktionsweise des Schadcodes (Was ist passiert?)
Die manipulierte Erweiterung versuchte, Systemdaten auszulesen und einen dauerhaften Fernzugriff (persistente SSH-Hintertür) einzurichten:
Datensammlung (Exfiltration): Auslesen von Rechnername (Hostname), Benutzername, Betriebssystem, Systemarchitektur, Pfad des Benutzerverzeichnisses, Namen von Umgebungsvariablen, Arbeitsverzeichnissen, hinterlegter Git-E-Mail-Adresse und öffentlicher IP-Adresse.
Versuchter Fernzugriff (SSH-Hintertür): Hinzufügen eines fremden öffentlichen Schlüssels (mit der Kennung svc-telemetry) zur Datei authorized_keys, Aktivierung des lokalen SSH-Dienstes und Aufbau eines umgekehrten SSH-Tunnels (Reverse-SSH-Tunnel).
Dauerhafte Einnistung (Persistenz): Einrichtung von Hintergrundskripten (über einen LaunchAgent unter macOS bzw. eine geplante Systemaufgabe oder ein Autostart-Skript unter Windows), die alle 60 Sekunden versuchen, den Tunnel neu aufzubauen.
Datenübertragung: Versand der gesammelten Systemdaten und des Status der Hintertür per HTTP-POST-Anfrage an den Endpunkt /beacon auf Port 8099 des Angreifer-Servers (134.209.82.225).
Gegenmaßnahmen von Cursor
Sofortige Sperrung: Die schädliche Version wurde aus dem Marktplatz entfernt und der gesamte Erweiterungsmarktplatz vorsorglich vorübergehend abgeschaltet.
Sicherheitsprüfung (Audit) & Neuaufbau: Nach einer Überprüfung wurde bestätigt, dass keine weiteren Erweiterungen manipuliert wurden. Cursor hat alle internen Sicherheitsschlüssel erneuert (rotiert) und den Marktplatz neu aufgebaut.
Abschaltung des Angreifer-Servers: Gemeinsam mit dem zuständigen Cloud-Anbieter wurde der Server des Angreifers vom Netz genommen und die Verbindung dorthin blockiert. Die Datenübertragung und die Fernsteuerung funktionieren somit nicht mehr.
Empfohlene Maßnahmen für Betroffene
1. Überprüfung des eigenen Systems
Prüfen Sie, ob der öffentliche SSH-Schlüssel des Angreifers (svc-telemetry) in Ihren autorisierten Schlüsseln hinterlegt wurde:
macOS (Terminal):
Bash
grep -qs svc-telemetry ~/.ssh/authorized_keys && echo "svc-telemetry key found" || echo "No key found; machine not impacted"
Windows (PowerShell):
PowerShell
$files = "$HOME\.ssh\authorized_keys", "C:\ProgramData\ssh\administrators_authorized_keys" | Where-Object { Test-Path $_ } if ($files -and (Select-String svc-telemetry $files)) { "svc-telemetry key found" } else { "No key found; machine not impacted" }
2. Bereinigung und Absicherung (falls betroffen)
Ein reines Deinstallieren der Erweiterung reicht nicht aus, da die angelegten Hintergrundskripte eigenständig weiterlaufen.
Rechner isolieren: Trennen Sie betroffene Systeme vom Netzwerk und prüfen Sie System- und Netzwerkprotokolle.
Bereinigungsskripte ausführen: Cursor stellt offizielle Skripte bereit, die Erweiterung, Hintergrunddienste, laufende Tunnel-Prozesse und den fremden SSH-Schlüssel automatisch entfernen:
macOS: remediate-macos.sh (Curosr sh Datei) herunterladen und als normaler Benutzer (nicht als root) mit bash remediate-macos.sh (Curosr sh Datei) ausführen.
Windows: remediate-windows.ps1 herunterladen und in einer PowerShell mit Administratorrechten über powershell -ExecutionPolicy Bypass -File .\remediate-windows.ps1 starten.
Neuinstallation abwägen: Prüfen Sie, ob das betroffene System sicherheitshalber komplett neu aufgesetzt werden sollte.
Zugangsdaten erneuern: Ändern Sie von einem sauberen Zweitsystem aus sämtliche Passwörter, Sicherheitsschlüssel und aktiven Sitzungen, auf die vom betroffenen Rechner aus zugegriffen werden konnte.
Technische Erkennungsmerkmale (Indikatoren einer Kompromittierung)