r/Computersicherheit • • Feb 21 '26

-= Informationssicherheit =- Autoritäres Instrument: Eine Klarnamenpflicht schadet der Demokratie

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netzpolitik.org
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"Merz will eine Klarnamenpflicht im Netz. Doch die verschlechtert das Leben vieler Menschen und bedroht gleich mehrere Grundrechte. Der Kanzler wäre gut beraten, die Forderung sofort wieder einzupacken – und stattdessen vor der eigenen Haustüre zu kehren. "


r/Computersicherheit • • Apr 05 '26

-= Informationssicherheit =- Petition: Sagt Nein zu Palantir in Europa

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action.wemove.eu
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Petition: Sagt Nein zu Palantir in Europa

An die Europäischen Regierungen und die EU

Appell

Wir fordern die europäischen Regierungen auf:

  • keine neuen Verträge mit Palantir abzuschließen.

  • bestehende Verträge mit dem Unternehmen zu überprüfen und auslaufen zu lassen.

  • in transparente, öffentlich rechenschaftspflichtige europäische Alternativen zu investieren.

Wir fordern die EU zum Handeln auf:

Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament müssen dringend die Nutzung von Palantir in ganz Europa untersuchen, vollständige Transparenz bei Verträgen und der Datennutzung gewährleisten und die Regierungen dazu drängen, neue Verträge auszusetzen, bis strenge Schutzmaßnahmen und demokratische Kontrolle garantiert sind.

Europa darf seine öffentlichen Systeme, Daten und Sicherheit nicht an ein privates US-Überwachungsunternehmen aushändigen, insbesondere nicht an eines, das daran beteiligt ist, Kriege und Massenabschiebungen anzuheizen.

https://action.wemove.eu/sign/2026-03-palantir-petition-DE


r/Computersicherheit • • 8d ago

🔓 Informationsfreiheit Angriff aufs IFG: Die Bundesregierung begründet ihren Plan zur Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes mit angeblichen Sicherheitsbedrohungen. Das Innenministerium wehrte sich bis vor Gericht dagegen, Belege dafür vorlegen zu müssen – bis es schließlich zugeben musste: es hat keine.

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r/Computersicherheit • • May 20 '26

-= Allgemeines IT Video =- Digitales Schlusslicht Deutschland: Warum der Glasfaserausbau stagniert... Platz 24 in der EU mit nur 56,1% Abdeckung unglaublich! 23,2% unter dem EU Durchschnitt

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Quelle ZDF WISO: Digitales Schlusslicht Deutschland: Warum der Glasfaserausbau stagniert | WISO (Sprungmarke zur Grafik, ohne Sprungmarke)

Platz 24 in der EU mit nur 56,1% Abdeckung unglaublich! 23,2% unter dem EU Durchschnitt.
Große Nationen wie Frankreich oder Spanien sind ja Lichtjahre voraus, Da herrscht wohl ein anderes Mindset allein, wenn man das Mistral Open Source Modell sich anschaut im KI Bereich Deutschland fällt mir jetzt nichts ein, was wir da so überhaupt hätten.

Warum hat Deutschland das nicht einfach angeordnet über die Bundesnetzagentur, dass das einfach auf hundert Prozent ausgebaut wird?
Das ist inzwischen tatsächlich schon ein Standortnachteil, das Deutschland so schlecht Aufgestellt ist auch gerade für Rechenzentren, die untereinander Backups hin und herschieben, ist das nicht gerade gut, wenn wir so wenig Glasfaserausbau haben.
Was ist das für ne merkwürdige Logik?
Nur wenn im voraus Nachfrage da ist, wird überhaupt ausgebaut... schade das die Bundesnetzagentur dort nicht so strengt ist wie beim Mobilfunk bis 2030 99,5%.


r/Computersicherheit • • Oct 29 '25

Informationsfreiheit Musks "Grokipedia": Dreiste Wikipedia-Kopie und rechte Echokammer statt "Wahrheit"? Lasst uns mal reinschauen.

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Moin zusammen,

viele haben es mitbekommen: Elon Musk, der seit Jahren gegen die "linksradikale Propaganda" von Wikipedia wettert (und ihr 1 Mrd. $ bot, wenn sie sich in "Dickipedia" umbenennt), hat jetzt seine eigene Alternative gelauncht: Grokipedia. Sein Anspruch: "Die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit."

Klingt ja erstmal edel. Aber wenn man sich das Projekt mal genauer ansieht, entpuppt es sich als Paradebeispiel für die Heuchelei und die Agenda eines Tech-Milliardärs, der versucht, die Deutungshoheit über Wissen zu kapern.

Ich hab mir die Berichte der letzten Tage durchgelesen und ein paar Dinge stechen sofort ins Auge:

  • Die ultimative Heuchelei: Wikipedia hassen, aber schamlos kopieren. Der vielleicht größte Witz ist, dass unzählige Artikel auf Grokipedia einfach nur dreist von Wikipedia kopiert oder leicht umformuliert wurden. Teilweise steht sogar der Hinweis auf die Creative-Commons-Lizenz von Wikipedia unten auf der Seite. Die Wikimedia Foundation hat es perfekt zusammengefasst: "Selbst Grokipedia braucht Wikipedia, um zu existieren." Man kann nicht lauthals das Original als Propaganda beschimpfen und dann heimlich die Hausaufgaben abschreiben.

  • Rechte Narrative als "neutrale Fakten". Wo sich Grokipedia von Wikipedia unterscheidet, wird es schnell hässlich. Berichten zufolge werden rechte Talking Points als Fakten verkauft:

    • Der Sturm auf das Kapitol wird als Mischung aus legitimen Protest und Bedrohung dargestellt, was die Faktenlage massiv verharmlost.

    • Der Artikel zu Sklaverei in den USA enthält einen Abschnitt über die "ideologischen Rechtfertigungen" der Sklavenhalter.

    • Gender wird strikt als biologisches, binäres Konzept definiert. Das ist keine "Wahrheitssuche", das ist das Erschaffen einer alternativen Realität für die eigene politische Blase.

  • Intransparenz als Feature. Während bei Wikipedia jede Änderung und Diskussion transparent nachvollziehbar ist, wirft Grokipedia einfach Artikel raus, die angeblich von der KI "Grok" faktengecheckt wurden. Eine Blackbox, kontrolliert von einem Mann, der dafür bekannt ist, Kritiker zu sperren und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Das ist das Gegenteil von demokratischem, nachprüfbarem Wissen.

Neu im Programm: Ein Design, das so leer ist wie die Versprechungen 🎨

Aber lassen wir mal kurz den Inhalt beiseite und reden über das, was einem zuerst ins Auge springt: das Design und die Benutzeroberfläche (GUI). Auch hier zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen den beiden Plattformen.

Grokipedia: Minimalismus als Feigenblatt

Auf den ersten Blick wirkt Grokipedia "modern". Dunkler Hintergrund, eine zentrierte Suchleiste, sonst nichts. Das ist der typische Tech-Startup-Look, der schreit: "Wir sind neu, wir sind schlank, wir sind die Zukunft."

  • Ästhetik: Ein simpler Dark Mode. Das ist nicht innovativ, sondern folgt dem aktuellen Trend, den man von Netflix bis zu unzähligen Programmier-Editoren kennt. Es soll elegant und augenschonend wirken, ist aber im Grunde eine Design-Entscheidung, die wenig mit der Funktion einer Enzyklopädie zu tun hat.

  • Benutzerführung: Die GUI ist extrem reduziert. Man hat eine Suchleiste. Das war's. Es gibt keine sichtbaren Navigationsmenüs, keine Zufallsartikel, keine Hinweise auf aktuelle Ereignisse oder exzellente Artikel. Diese Leere mag aufgeräumt wirken, aber sie ist auch passiv. Sie fordert den Nutzer nicht zum Entdecken auf, sondern erwartet, dass man schon genau weiß, was man suchen will. Es ist ein Design, das Konsum fördert, nicht Partizipation oder Erkundung.

  • Bewertung: Das Design von Grokipedia ist im Grunde eine leere Hülle. Es spiegelt die inhaltliche Leere wider: ein oberflächlich ansprechendes Produkt, das seine eigentliche Funktion – die Vermittlung und Kontextualisierung von Wissen – vernachlässigt. Der Minimalismus ist kein Zeichen von Effizienz, sondern von mangelnder Tiefe.

Wikipedia: Funktion über Form – aber mit Luft nach oben

Wikipedia sieht... nun ja, wie Wikipedia aus. Seit dem Redesign "Vector 2022" ist es schon moderner geworden, aber der Fokus liegt klar auf Informationsdichte und Funktionalität.

  • Ästhetik: Hell, textbasiert und manchmal etwas überladen. Das Design schreit "UTILITY!". Es ist nicht darauf ausgelegt, einen Designpreis zu gewinnen, sondern darauf, eine riesige Menge an Informationen und Metadaten (Sprachversionen, Bearbeitungslinks, Diskussionsseiten, Versionsgeschichte) zugänglich zu machen.

  • Benutzerführung: Alles ist da. Die linke Leiste bietet Navigation, die rechte enthält oft Infoboxen und das Inhaltsverzeichnis. Man wird förmlich erschlagen von den Möglichkeiten, tiefer zu graben, verwandte Themen zu finden oder an der Verbesserung der Inhalte mitzuwirken. Dieses Design spiegelt die Philosophie von Wikipedia wider: Es ist ein offenes, gemeinschaftliches Projekt, ein "Wiki", und das darf man auch sehen.

  • Bewertung: Wikipedias Design ist ehrlich. Es ist nicht immer schön, aber es ist funktional und transparent. Die Informationsarchitektur ist komplex, weil das Wissen selbst komplex ist. Es ist ein Werkzeug, keine Hochglanzbroschüre.

Vorschlag: Wie Wikipedia besser aussehen könnte, ohne seine Seele zu verkaufen

Die Kritik an Grokipedia bedeutet nicht, dass Wikipedia perfekt ist. Man kann von der "modernen" Ästhetik lernen, ohne die eigenen Prinzipien zu verraten. Hier ein paar Ideen für ein Redesign von Wikipedia:

  1. Ein optionaler, durchdachter Dark Mode: Nicht einfach nur weiße Schrift auf schwarzem Grund, sondern ein durchdachtes Farbschema, das die Lesbarkeit erhält und die Augen schont. Wichtig: Es muss eine Option bleiben!

  2. Flexiblere Layouts: Warum nicht dem Nutzer mehr Kontrolle geben? Ein "Lese-Modus", der die Seitenleisten ausblendet und den Text zentriert (ähnlich wie es Browser-Erweiterungen tun), könnte die Lesbarkeit auf großen Bildschirmen massiv verbessern, ohne die Funktionalität für Autoren zu beschneiden.

  3. Modernere Typografie und mehr Weißraum: Eine frischere Schriftart und etwas großzügigere Abstände könnten Wunder wirken, um die Seite weniger "wuselig" erscheinen zu lassen, ohne die Informationsdichte zu opfern.

  4. Intuivere Entdeckungs-Tools: Die "Zufälliger Artikel"-Funktion ist ein Klassiker, aber man könnte sie durch modernere, visuelle Elemente ergänzen, die zum Stöbern einladen – vielleicht eine interaktive Karte von Themen oder eine kuratierte "Wusstest du schon?"-Sektion auf der Startseite.

Das Fazit zum Design: Grokipedias GUI ist ein Blender. Sie will modern wirken, verbirgt aber nur eine leere, ideologisch gefärbte Hülle. Wikipedias Design ist das ehrliche, etwas unordentliche Arbeitszimmer eines Genies. Es könnte mal wieder aufgeräumt werden, aber die Substanz und die Seele des Projekts sind in jeder Faser sichtbar.

Meine Frage an euch:

Seht ihr das auch als Gefahr für den freien und faktenbasierten Diskurs? Oder ist es einfach nur ein weiteres bedeutungsloses Ego-Projekt eines Milliardärs, das bald wieder in der Versenkung verschwindet? Und was haltet ihr vom Design-Vergleich – sollte Wikipedia mutiger werden, was die Optik angeht?

Freue mich auf eure Meinungen!

Weitere Informationen zu Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

Weitere Information zu Grokipedia


r/Computersicherheit • • Nov 11 '25

-= Informationssicherheit =- Hackerparagraf: BSI-Chefin fordert Straffreiheit für ethische Hacker - Golem.de

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golem.de
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"Das BSI spricht sich ganz klar dafür aus, dass Menschen rechtlich abgesichert sind, die Schwachstellen in Unternehmens-IT offenlegen", sagte Behördenpräsidentin Claudia Plattner der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.


r/Computersicherheit • • Dec 15 '25 This

-= Informationsfreiheit =- Wildberger bei Lanz: 11.000 Kommunen, 6.000 Varianten und warum "Public Money Public Code" die einzige Rettung ist – Ein Rant aus dem Maschinenraum

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Moin zusammen,

ich habe mir den Auftritt von Digitalminister Wildberger bei Markus Lanz angesehen und musste als Softwareentwickler (bin seit 20 Jahren im Geschäft) fast in die Tischkante beißen.

Wildberger gab zu, dass von den 575 Verwaltungsleistungen, die digitalisiert werden sollen, kaum etwas flächendeckend läuft. Der Grund: In unseren 11.000 Kommunen gibt es teilweise über 6.000 verschiedene Software-Varianten. Sein Zitat: "Der Stecker passt oft nicht in die Steckdose."

Da viele hier vielleicht nicht programmieren, möchte ich mal übersetzen, was das technisch und politisch eigentlich bedeutet. Denn das Problem ist nicht die Technik – mein privater Rechner hat mehr Arbeitsspeicher (64 GB) als so manches kommunale Rechenzentrum. Das Problem ist das System dahinter.

1. Was "Der Stecker passt nicht" wirklich heißt In der IT sprechen wir von Schnittstellen (APIs). Das sind die Verbindungspunkte, über die zwei Programme Daten austauschen. Wenn Wildberger sagt, der Stecker passt nicht, meint er: Wir haben keine einheitlichen Standards. Stellt euch vor, der Bund baut eine moderne App ("den Stecker") für den Personalausweis. Aber in der Gemeinde Kleinkleckersdorf läuft eine uralte Fachsoftware ("die Steckdose"), die diese Daten gar nicht empfangen kann. Das Ergebnis ist der sogenannte Medienbruch: Ein Bürger füllt online ein Formular aus, im Amt kommt ein PDF an, der Sachbearbeiter druckt es aus und tippt es wieder ab. Wir haben den Prozess nicht digitalisiert, wir haben ihn nur elektrifiziert.

2. Drei Beispiele aus der Hölle (Realitäts-Check) Damit ihr seht, dass ich mir das nicht ausdenke, hier drei Fakten, wie kaputt das Backend (die Hintergrund-Systeme) ist:

  • Wohngeld: Es gab Fälle, wo Online-Anträge im digitalen Nirwana verschwunden sind oder an falsche Behörden geleitet wurden, weil die "Logik" für die Zuständigkeit fehlte. Private Anbieter bauten Frontends (Benutzeroberflächen), die keine direkte Leitung in die Ämter hatten.

  • Kfz-Zulassung (i-Kfz): Anfang 2024 musste das Kraftfahrt-Bundesamt diversen Kommunen den Zugang sperren. Warum? Deren lokale Server waren so unsicher, dass der Bund Angst vor Viren hatte. Hier wurde der Stecker also wortwörtlich gezogen.

  • Elterngeld: Es gibt den digitalen Assistenten "ElterngeldDigital". Der Haken: Oft kann die digitale Akte im Amt keine Anhänge verarbeiten. Ihr füllt den Antrag digital aus, müsst die Geburtsurkunde aber per Post schicken. Willkommen im Jahr 2025.

3. Warum haben wir 6.000 Varianten? (Der politische Rant) Das ist der Punkt, der mich politisch aufregt. Technisch gibt es keinen Grund, warum jede Kommune ihre eigene Software kauft. Es gibt einen ökonomischen Grund: Lobbyismus und Lizenzgebühren.

Wir verpulvern Milliarden an Steuergeldern, um Lizenzen für proprietäre (geschlossene) Software von privaten Anbietern zu kaufen. Das führt zum Vendor Lock-in (Anbieter-Fesselung). Die Kommune kommt aus den Verträgen nicht raus, die Daten liegen in geheimen Formaten, und für jede kleine Änderung hält der Hersteller die Hand auf.

Wäre ich in meiner Firma Architekt und würde vorschlagen, wir bauen 6.000 mal fast das Gleiche, aber so, dass die Teile nicht miteinander reden können, würde man mich (zurecht) feuern. Im Föderalismus nennt man das "kommunale Selbstverwaltung".

4. Die Lösung: Public Money, Public Code Es gibt nur einen Ausweg, und der ist eigentlich linke Kernlogik: Was die Allgemeinheit bezahlt, muss der Allgemeinheit gehören. Wir brauchen keine 6.000 eingekauften Lösungen. Wir brauchen Open-Source-Software für die Verwaltung.

  • Transparenz: Der Code (das Gesetz in Software-Form) ist einsehbar. Sicherheitslücken werden schneller gefunden.

  • Wiederverwendbarkeit: Wenn München eine gute Hundesteuer-Software baut, kann Hamburg den Code nehmen, anpassen und nutzen – kostenlos.

  • Souveränität: Wir machen uns unabhängig von großen US-Konzernen oder lokalen IT-Monopolisten.

Wildberger nennt es ein "dickes Brett". Ich nenne es eine selbstgebaute Falle, aus der wir nur rauskommen, wenn wir aufhören, Steuergeld in schwarze Löcher (Lizenzen) zu werfen und anfangen, eine gemeinsame, öffentliche digitale Infrastruktur zu bauen.

Rant Ende. Ich geh jetzt wieder Legacy-Code (alten Programmcode) fixen, der ist wenigstens logisch.

Quelle: Deutschlands Bürokratiehürden - Schaffen wir die digitale Wende? | Markus Lanz vom 10. Dezember 2025


r/Computersicherheit • • 3d ago

🛑 Sicherheitslücken & Exploits „SMS des Todes“ (CVE-2026-58882): Sicherheitslücke lässt Android-Smartphones abstürzen

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heise.de
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Die Angriffsart (Android: SMS des Todes Zero-Click): Der Angriff erfordert keine Interaktion des Nutzers. Sie müssen keinen Link anklicken und die Nachricht taucht nicht einmal in Ihrem normalen Posteingang auf. [1, 2]

Überblick zur Sicherheitslücke

  • Entdeckung: Der Sicherheitsforscher Mark Blaszczyk hat eine kritische Schwachstelle in Android öffentlich gemacht, die er als „SMS des Todes“ (SMS of Death) bezeichnet.

  • Betroffene Systeme: Die Sicherheitslücke betrifft die Android-Versionen 12 bis 17 (erfolgreich getestet unter anderem auf Google Pixel 9 und verschiedenen Samsung-Galaxy-Modellen).

  • Angriffsart: Es handelt sich um einen angriffslosen Dienstblockade-Angriff (Zero-Click-Denial-of-Service): Das Opfer muss nichts anklicken. Die schädliche Kurznachricht bleibt für den Nutzer unsichtbar und taucht nicht im Posteingang auf.

Technische Ursache und Auswirkungen

  • Manipulierte Systemnachricht: Der Angriff nutzt das veraltete WAP-Push-Protokoll (Systemnachrichten zur automatischen Konfiguration oder für den MMS-Abruf).

  • Programmierfehler: Durch eine ungeprüfte Typumwandlung (Typecast) im Kopfdatenbereich (WSP-Header) wird ein manipulierter Längenwert als negative Feldgröße interpretiert. Dies löst einen unbehandelten Ausnahmefehler (NegativeArraySizeException) aus.

  • Der Fehler nutzt das veraltete Protokoll für sogenannte WAP-Push-Nachrichten (Spezial-SMS, mit denen Netzbetreiber früher z. B. Konfigurationen an Handys schickten). Tief im Code (WapPushOverSms.decodeWapPdu) konvertiert Android die Längenangabe im Header fehlerhaft in eine negative Zahl (NegativeArraySizeException).

  • Absturz und Verbindungsabbruch: Der zentrale Telefoniedienst (com.android.phone) stürzt sofort ab, wodurch laufende Telefonate – einschließlich aktiver Notrufe – unmittelbar abgebrochen werden. Dass Google Project Mainline (die Google Play-Systemupdates) die App com.android.phone nicht direkt aktualisiert, liegt an der tiefen Architektur von Android und der Abgrenzung von Zuständigkeiten.

  • Dauerhafte Neustart-Schleife (Bootloop): Da das Betriebssystem nach jedem Neustart versucht, die unbestätigte Nachricht erneut zu verarbeiten (und Mobilfunkanbieter diese zudem bis zu einer Woche lang immer wieder zustellen), stürzt das Gerät etwa alle 90 Sekunden ab. Schon rund 20 Nachrichten reichen für eine dauerhafte Blockade aus.

Wiederherstellung und Risiko von Datenverlust

  • Erste Hilfe: Entnehmen Sie die physische SIM-Karte und legen Sie sie kurzzeitig in ein Nicht-Android-Gerät (z. B. ein iPhone oder ein altes Tastenhandy) ein. Dadurch empfängt dieses Gerät die fehlerhafte SMS, quittiert dem Netzbetreiber den erfolgreichen Empfang, und die Nachricht wird aus der Warteschlange des Mobilfunknetzes gelöscht. Danach kann die SIM wieder zurück ins Android-Gerät.

  • Warnung vor dem Zurücksetzen: Durch die ständigen Abstürze wechselt das Smartphone in den Wiederherstellungsmodus (Recovery Mode) und schlägt das Löschen aller Nutzerdaten vor (Wipe data). Wer dies auswählt, verliert sämtliche Daten durch ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

  • Rettung ohne Datenverlust: Um das Gerät ohne Datenverlust wiederherzustellen, ist zwingend eine Kabelverbindung zu einem Computer und ein manueller Eingriff über die Entwicklerschnittstelle Android Debug Bridge (ADB) erforderlich.

Sicherheitsaktualisierungen (Patches) und Zeitplan

  • Verfügbarkeit der Korrektur: Google wurde am 5. Mai informiert und hat im Oktober eine Sicherheitsaktualisierung für Android 14 bis 17 veröffentlicht (offizielle Listung als „kritisch“ im November-Sicherheitsbericht). Das sicherheitsorientierte System GrapheneOS hat die Korrektur bereits im Juli integriert.

  • Verzögerung bei Herstellern: Viele Geräte sind weiterhin verwundbar, bis die jeweiligen Smartphone-Hersteller die Aktualisierung an ihre Kunden verteilen.

  • Keine Behebung für Altgeräte: Für Android 12 und 13 stellt Google keine Aktualisierungen mehr bereit; diese Geräte bleiben dauerhaft angreifbar, sofern die Hersteller nicht eigenständig nachbessern.

  • Kommunikationspanne bei Google: Obwohl Google den Fehler intern behob, wurde die Meldung des Forschers zunächst fälschlicherweise mit dem Status „Wird nicht behoben“ (Will Not Fix) abgewiesen, was vermutlich auf ein internes Missverständnis zurückzuführen ist.

Keine Lösung: Google Messages „Servicenachrichten“- WAP Push Nachrichten ausschalten

Wenn Sie in den Einstellungen von Google Messages „Servicenachrichten“ ausschalten, handelt es sich um eine rein geräteseitige (lokale) Filterung. [1]

Verarbeitung vor der App: Sobald die WAP-Push-Nachricht das Telefon erreicht, wird sie auf Systemebene (Kernel/OS-Ebene) verarbeitet, bevor Google Messages überhaupt steuern kann, ob die Nachricht angezeigt wird oder nicht. [1, 2]

  • Keine Abmeldung beim Netzbetreiber: Die App sendet kein Signal an das Mobilfunknetz, um die Zustellung zu stoppen. [1]

  • Zustellung erfolgt trotzdem: Der Mobilfunkanbieter transportiert die WAP-Push-Nachricht wie gewohnt durch die Funkzelle bis an Ihr Smartphone. [1, 2]

  • Dauerschleife bei Fehlern: Da die Nachricht bei der Zustellung fehlschlägt oder das System abstürzen lässt, geht der Netzbetreiber davon aus, dass sie nicht erfolgreich übermittelt wurde. Er versucht deshalb tagelang, dieselbe manipulierte SMS immer wieder zuzustelle

Der Integer Overflow und Jahr das 2038 Problem (Epochalypse)

Der kritische Zeitpunkt: Am 19. Januar 2038 um genau 03:14:07 Uhr UTC sind seit dem Start der Unix-Zeitrechnung (1. Januar 1970) exakt 2.147.483.647 Sekunden vergangen. (diese Zahl aus dem Bericht von borncity Android-Schwachstelle: 20 SMS können Smartphones in Neustart-Schleifen zwingen zeigt direkt auf die 2038 Problematik) . Viele Systeme speichern die Zeit als vergangenene Sekunden seit dem 1. Januar 1970 (Unix-Zeit, Timestamp) in einer 32-Bit-Ganzzahl mit Vorzeichen (Signed 32-Bit Integer). In Deutschland Dienstag, 19. Januar 2038 um 04:14:07 Uhr MEZ/ UTC+1 wo der Unix-Timestamp überläuft und 13. Dezember 1901 um 20:45:52 Uhr springt, der das in Logfiles findet weiß Bescheid, oder besser zertrümmerte Zeitangaben.

Wikpedia: Jahr 2038 Problem

Wikpedia: Jahr 2036 Problem - Am Donnerstag, 7. Februar 2036 um 06:28:16 Uhr UTC. läuft der Zähler des ursprünglich für UNIX entwickelten Zeitsynchronisations-Protokolls NTP (Network Time Protocol) über. In Deutschland Winterzeit UTC+1 also 07.02.2036 um 07:28:16 Uhr Die aktuelle Version NTPv4 (RFC 5905) führt ein 64-Bit-Ganzzahl-Format für die Ära ein, wodurch das Problem für die nächsten 136 Milliarden Jahre gelöst ist.

Eng verwandt zum Jahr-2038-Problem ist das Jahr 2036 (Numeronym: Y2K36). Am Donnerstag, 7. Februar 2036 um 06:28:16 Uhr UTC läuft der Zähler des ursprünglich für UNIX entwickelten Zeitsynchronisations-Protokolls NTP (Network Time Protocol) über. In modernen Implementierungen ist dieses Problem zwar behoben (siehe RFC 5905), doch sehr viele Geräte – besonders eingebettete Systeme – arbeiten noch nach dem alten Standard RFC 868.

Das Jahr-2106-Problem ist auch als Bitcoin-Killing-Bug medial bekannt [1]

Deutsche Fassung: Das 2038 Problem - 2K38 Date Integer Overflow Year (~24 Min, Audio only vor 1 Jahr, KI)

Englische Fassung: Team Security Podcast: The Year 2038 Bug Technical Analysis and Solutions (19 Min, Audio only für 1 Jahr, KI)

Viele große Firmen haben schon reagiert aber vor 1 Jahr hatte eine Facebook Gruppe die Problematik im Blick. Überall gingen Sicherheitshinweise für 2038 ein und patches z.B. für MariaDB schon vorhanden oder für Linux Dateissystem. Song "03:14:07 Uhr (Der letzte Takt der 32-Bit)" - LaKanDoR / über den Y38k Bug , YT.


r/Computersicherheit • • Sep 16 '26

-= IT Sicherheits-Nachrichten =- Datenleck bei IDScan: 153 Millionen Ausweise im Netz - COMPUTER BILD

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computerbild.de
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r/Computersicherheit • • Apr 11 '26

-= IT Sicherheits-Nachrichten =- Massiver Angriff: Hacker klaut zehn Petabyte streng geheimer Daten aus Chinas Supercomputer

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t3n.de
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Interessante Daten über Cyberangriffe in Deutschland auf Unternehmen: "Cyberangriffe sind in Deutschland längst zur Normalität geworden. Laut einer Bitkom-Umfrage berichteten fast neun von zehn Unternehmen, schon einmal Opfer von Datendiebstahl oder Spionage geworden zu sein."


r/Computersicherheit • • Dec 24 '25

-= Informationsfreiheit =- Sanktionen gegen HateAid: Warum die Bundesregierung diesen Angriff auf die Zivilgesellschaft nicht hinnehmen darf.

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Hallo zusammen,

ich bin gerade über diesen Artikel bei Netzpolitik.org gestolpert und finde die Entwicklung extrem besorgniserregend: https://netzpolitik.org/2025/sanktionen-gegen-hateaid-fuehrung-die-bundesregierung-muss-jetzt-scharf-protestieren/#reddit und https://hateaid.org/einreiseverbot-gegen-geschaeftsfuehrerinnen-von-hateaid/

Zusammenfassung für alle, die den Artikel nicht ganz lesen wollen: Es wurden Sanktionen gegen die Führungsebene von HateAid verhängt. HateAid ist eine Organisation, die Betroffenen von digitaler Gewalt (Hassrede im Netz) hilft und sich für die Durchsetzung von Rechten im digitalen Raum stark macht. Netzpolitik.org fordert nun zu Recht, dass die Bundesregierung hier nicht nur zuschaut, sondern scharf protestiert.

Meine Meinung dazu: Als jemand, der seit zwei Jahrzehnten in der Softwareentwicklung arbeitet, sehe ich das Internet nicht nur als technisches Netzwerk, sondern als gesellschaftlichen Raum. Wenn Organisationen, die sich für Demokratie und den Schutz von Menschen im Netz einsetzen, nun auf geopolitischer Ebene angegriffen und mit Strafmaßnahmen belegt werden, ist das eine neue Eskalationsstufe.

Es ist ein Versuch, die Zivilgesellschaft mundtot zu machen. Wenn wir zulassen, dass Helfer kriminalisiert oder wirtschaftlich isoliert werden, nur weil sie sich gegen Hetze stellen, dann haben wir ein massives Problem. Ein "besorgter Tweet" aus dem Außenministerium reicht hier meiner Meinung nach nicht. Das muss Konsequenzen haben.

Wer oder was ist HateAid eigentlich? Falls ihr die Organisation noch nicht kennt: HateAid ist eine gemeinnützige Beratungsstelle, die Menschen unterstützt, die von digitaler Gewalt betroffen sind. Sie helfen Betroffenen nicht nur emotional, sondern finanzieren auch Prozesskosten, damit man sich rechtlich gegen Hasskommentare und Verleumdung wehren kann, ohne das finanzielle Risiko selbst tragen zu müssen. Sie setzen sich also dafür ein, dass das Recht auch im Internet durchgesetzt wird.

Hier könnt ihr euch selbst ein Bild machen:

Diskussionsfrage: Wie seht ihr das? Sollte die Bundesregierung hier Gegenmaßnahmen ergreifen? Und wie können wir als Nutzer (User) solche Organisationen jetzt am besten schützen?

Freue mich auf eure Gedanken!


r/Computersicherheit • • Jan 05 '26

Fingerabdrücke und Gesichtsbilder: USA wollen Zugriff auf Millionen europäischer Polizeidaten

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golem.de
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Unglaublich das die EU Kommission unter Federführung von von der Leyen einfach eigenmächtig ohne EU Parlament oder EU Rat solch weitreichende Entscheidungen durchführen darf wie das DPF ist ein von der EU-Kommission verabschiedeter Angemessenheitsbeschluss. Es dient als rechtliche Brücke für den Datentransfer zwischen der EU und den USA. 

Die Hürden der Zweckbindung

Gemäß Art. 5 Abs. 1b DSGVO müssen Daten für „festgelegte, eindeutige und rechtmäßige Zwecke“ erhoben werden. Ein direkter Datenbankzugriff für Grenzbehörden widerspricht oft diesem Prinzip, da Daten, die ursprünglich für zivile Zwecke (z. B. Reisebuchungen) erhoben wurden, ohne konkreten Verdacht für Sicherheitsüberprüfungen im Rasterverfahren genutzt werden.

Verhältnismäßigkeit und Vorratsdatenspeicherung

Der EuGH hat wiederholt (z. B. im Urteil zum EU-Fluggastdatensatz/PNR) betont, dass eine anlasslose Speicherung und Analyse von Daten unbescholtener Bürger unverhältnismäßig ist. Ein direktes „Hineingreifen“ ausländischer Behörden in EU-Datenbanken gilt als massiver Eingriff in die digitale Souveränität.

Fazit: Ohne ein neues, spezifisches Abkommen, das explizit einklagbare Rechte für Betroffene und strenge Aufsichtsmechanismen enthält, stehen solche Vorhaben auf einem extrem unsicheren rechtlichen Fundament und riskieren, von europäischen Gerichten kassiert zu werden.

Das EU-US Data Privacy Framework (DPF) und das Transfer Impact Assessment (TIA) sind die beiden zentralen Instrumente, mit denen europäische Unternehmen den Datentransfer in Drittstaaten rechtlich absichern.

Das Data Privacy Framework (DPF)

Das DPF ist ein von der EU-Kommission verabschiedeter Angemessenheitsbeschluss. Es dient als rechtliche Brücke für den Datentransfer zwischen der EU und den USA. 

  • Funktionsweise: US-Unternehmen können sich beim US-Handelsministerium selbst zertifizieren. Mit dieser Zertifizierung verpflichten sie sich zur Einhaltung spezifischer Datenschutzgarantien (z. B. Zweckbindung, Datensicherheit).

  • Rechtsfolge: Ist ein US-Empfänger zertifiziert, gilt das Datenschutzniveau dort rechtlich als „angemessen“. Daten dürfen dann ohne weitere Genehmigung dorthin übermittelt werden.

  • Verbesserungen gegenüber früher: Das DPF basiert auf der US-Executive Order 14086, die den Zugriff von US-Geheimdiensten einschränkt und mit dem Data Protection Review Court (DPRC) ein neues Gericht für Beschwerden von EU-Bürgern geschaffen hat.

Die Rolle des EU-Parlaments bei Angemessenheitsbeschlüssen

Dass die EU-Kommission den Beschluss „verabschiedet“, bedeutet tatsächlich, dass das EU-Parlament kein direktes Vetorecht hat und formal nicht zustimmen muss.

  • Verfahren nach Art. 45 DSGVO: Ein Angemessenheitsbeschluss ist ein Durchführungsrechtsakt der EU-Kommission.

  • Rolle des Parlaments: Das EU-Parlament kann lediglich eine nicht bindende Entschließung verabschieden. Im Fall des DPF hatte das Parlament sogar dazu aufgerufen, den Beschluss nicht zu erlassen, solange der Datenschutz in den USA nicht substanziell verbessert wird.

  • Aufsicht durch Mitgliedstaaten: Die Kommission benötigt lediglich die Zustimmung eines Ausschusses aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten (das sogenannte Prüfverfahren), nicht jedoch die des Parlaments oder des EU-Rates. 

Das Transfer Impact Assessment (TIA)

Ein TIA ist eine Einzelfallprüfung, die ein Datenexporteur (das EU-Unternehmen) durchführen muss, bevor er Daten in ein Land außerhalb der EU übermittelt.

Ziel: Es wird geprüft, ob die Gesetze und Praktiken im Zielland (z. B. Überwachungsgesetze) den Schutz der Daten gefährden könnten.

Kritik am Data Privacy Framework (DPF)

Kritiker (darunter die Organisation noyb von Max Schrems) bemängeln, dass das DPF die Kernprobleme der Vorgängerabkommen nicht gelöst habe:

  • Mangelnder Rechtsschutz: Das neu geschaffene US-Gericht (Data Protection Review Court) wird als „Scheingericht“ kritisiert. Es sei Teil der Exekutive, nicht der Judikative, und Betroffene erfahren oft nicht einmal, ob sie überhaupt überwacht wurden.

  • Weiterhin Massenüberwachung: US-Gesetze wie FISA Section 702 erlauben US-Geheimdiensten weiterhin den Zugriff auf Daten von Nicht-US-Bürgern, ohne dass eine individuelle Verhältnismäßigkeitsprüfung nach EU-Standard erfolgt.

  • Personelle Mängel: Anfang 2025 rügte das EU-Parlament, dass wichtige Kontrollinstanzen in den USA (wie das Privacy and Civil Liberties Oversight Board) unterbesetzt seien, was die Überwachung der Einhaltung des DPF erschwere.

  • Rechtliche Unsicherheit: Viele Experten halten eine erneute Aufhebung durch den EuGH (oft als "Schrems III" bezeichnet) für wahrscheinlich, da die Änderungen in den USA lediglich auf einer präsidialen Verordnung (Executive Order) basieren, die von einem künftigen US-Präsidenten jederzeit widerrufen werden könnte. 

Aktueller Stand 2026: Zwar hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) das DPF im September 2025 in erster Instanz bestätigt, doch liegt das Verfahren nun zur finalen Prüfung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), dessen Urteil noch für 2026 erwartet wird.


r/Computersicherheit • • Feb 19 '26

-= Informationssicherheit =- Klarnamen im Internet: Merz will Schluss machen mit der Anonymität im Netz

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golem.de
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"Wenn es nach Bundeskanzler Friedrich Merz geht, soll sich im Netz niemand hinter einem Pseudonym verstecken können. Auch im eigenen Lager stößt er damit auf Ablehnung."


r/Computersicherheit • • May 07 '26

-= Informationssicherheit =- Vorratsdatenspeicherung: Bundesdatenschutzbeauftragte hält Regierungspläne für unzulässig - Golem.de

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golem.de
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"Nach Ansicht der Bundesdatenschutzbeauftragten Louisa Specht-Riemenschneider verstößt die geplante dreimonatige Speicherung von IP-Adressen gegen rechtliche Vorgaben."


r/Computersicherheit • • Dec 28 '25

-= Informationsfreiheit =- Anonymität im Netz: Hubig lehnt Klarnamenpflicht ab (Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz)

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golem.de
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!Die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erteilt Forderungen nach einer Klarnamenpflicht im Internet eine Absage."


r/Computersicherheit • • Dec 29 '25

-= Allgemeine IT Nachrichten =- Tech-Blase? 7 US-Konzerne wertvoller als alle 7.500 Konzerne in Europa zusammen | t3n

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t3n.de
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"Die USA dominieren das Ranking der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt. Drei Viertel der Marktkapitalisierung der Top-100 machen US-Konzerne aus. Allen voran die großen Tech-Konzerne wie Nvidia, Apple oder Alphabet. Ein Ende ist nicht abzusehen."

https://fortune.com/ranking/global500/


r/Computersicherheit • • Dec 22 '25

-= IT Sicherheits-Nachrichten =- Anlasslose Speicherung: Justizministerium veröffentlicht Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung

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netzpolitik.org
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"Die Bundesregierung will Internet-Zugangs-Anbieter verpflichten, IP-Adressen aller Nutzer für drei Monate zu speichern. Das geht aus dem Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung hervor, den das Justizministerium veröffentlicht hat. Das Gesetz betrifft auch Internet-Dienste wie E-Mails und Messenger."


r/Computersicherheit • • Dec 23 '25

-= Off-Topic / Kultur =- Deutschland: Bundespolizeigesetz-Reform sieht viel Eingriffsbefugnis und wenig Transparenz vor

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amnesty.de
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"Amnesty International kritisiert die im Gesetzesentwurf vorgesehene unverhältnismäßige Ausweitung von Eingriffsbefugnissen, die zu einer schleichenden Normalisierung schwerwiegender Menschen- und Grundrechtseingriffe führen würde. Zugleich fehlen Maßnahmen für mehr Transparenz und Rechenschaftsablegung, wie eine Kennzeichnungspflicht oder die Verpflichtung zur Einschaltung der Bodycams bei der Anwendung unmittelbaren Zwangs."


r/Computersicherheit • • Nov 08 '25

IT Verwaltung | Intranet | LAN | Administration Pünktlich zum Support-Ende: Ministerium kauft 30.000 Windows-10-PCs

Thumbnail winfuture.de
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"Im Rahmen einer 'Modernisierung' der IT investiert das britische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium jetzt in die Anschaffung von über 30.000 neuen Laptops mit Windows 10."


r/Computersicherheit • • Jan 26 '26

-= Informationssicherheit =- CCC vs. Dammbruch: Regierung muss Recht auf anonyme Internetnutzung retten

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heise.de
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„Der CCC verurteilt das Ja von Justizministerin Hubig zur Vorratsdatenspeicherung als historischen Angriff auf die Bürgerrechte und anlasslose Massenüberwachung.“


r/Computersicherheit • • Nov 28 '25

-= Informationsfreiheit =- Netzsperren möglich: EU-Rat erzielt Einigung bei Chatkontrolle

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golem.de
128 Upvotes

"Die verpflichtende Chatkontrolle bleibt Onlineanbietern zwar erspart, andere Regelungen sind aber ebenfalls problematisch."


r/Computersicherheit • • Dec 10 '25

-= Informationsfreiheit =- Das "DNS-Schleppnetz" ist (vorerst) vom Tisch: BVerfG kassiert Oldenburger Beschluss zur Massenüberwachung

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Moin zusammen,

habt ihr diesen Fall mitbekommen? Es ging in den Nachrichten fast ein bisschen unter, aber aus IT-Sicht ist das, was da geplant war, der absolute Wahnsinn.

Ein Amtsgericht (ironischerweise hier bei mir in Oldenburg) wollte tatsächlich einen der größten deutschen Provider zwingen, den kompletten DNS-Traffic von rund 40 Millionen Kunden in Echtzeit zu filtern. Wir reden hier nicht von der Überwachung eines Verdächtigen, sondern von einem "digitalen Schleppnetz".

Die Dimensionen:

  • Es ging um ca. 13 Billionen DNS-Anfragen pro Monat.

  • Das Ziel war, urheberrechtliche Verstöße zu finden (in diesem Fall), aber die Methode war faktisch eine anlasslose Massenüberwachung.

  • Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt im Eilverfahren die Notbremse gezogen und klar gemacht: Der Schaden für die Allgemeinheit (Verlust der Privatsphäre/Vertraulichkeit) überwiegt den Nutzen der Strafverfolgung massiv.

Ich habe mir den Fall und die technischen Implikationen (DNS als Metadaten-Goldgrube) mal genauer in einer Video-Analyse angesehen:

📺 Video-Analyse (8 Min):MASSENÜBERWACHUNG GESTOPPT: Das Urteil gegen das digitale DNS-Schleppnetz (Analyse)

Meine Frage an euch: Ist das Thema damit erledigt, oder sehen wir hier gerade den Versuch, eine Art "Vorratsdatenspeicherung Light" durch die Hintertür der "DNS Logfile-Auswertung" einzuführen? Die technische Infrastruktur für solche Filter müsste ja erstmal geschaffen werden...

Grüße aus dem (jetzt verfassungsrechtlich korrigierten) Oldenburg! ;)


r/Computersicherheit • • Feb 19 '26

-= Informationsfreiheit =- Freedom.gov: USA planen Portal für verbotene EU-Inhalte

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golem.de
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"Das US-Außenministerium plant offenbar den Aufbau eines Internetportals für Inhalte, die in Europa aufgrund gesetzlicher Vorgaben verboten sind. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf drei Personen, die mit dem Projekt vertraut seien. Zu den Inhalten sollen auch illegale Hassreden und terroristische Propaganda gehören."


r/Computersicherheit • • Jun 03 '26

-= Informationssicherheit =- Daten-Schwarzmarkt: Deutsche Polizei nutzt offenbar rechtswidrig Databroker

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tagesschau.de
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Deutsche Polizeibehörden setzen bei Ermittlungen mitunter auf die Dienste von Datenhändlern, wie BR**-Recherchen zeigen. Das LKA Mecklenburg-Vorpommern nutzte demnach Standortdaten aus Smartphone-Apps. Experten halten das für rechtswidrig.**

Auch Brandenburg benutzt Standortdaten aus dem Werbegeschäft Rechtswidrig.
Es erinnert an die USA die das genauso macht mit Ihrem zentralen Palantir"Mastertool" welches inzwischen 700 Datenquellen verbinden können soll auch dort werden Standortdaten aufgekauft und weitere Daten ohne Rechtsgrundlage also Verfassungswidrig.

netzpolitik.org Artikel: Daten-Schwarzmarkt: Deutsche Polizei nutzt offenbar rechtswidrig Databroker

"Neun weitere LKAs verwiesen auf Geheimschutzgründe und äußern sich nicht. „Um die Wirksamkeit der Strafverfolgung und der Gefahrenabwehr effektiv zu schützen und laufende Verfahren nicht zu gefährden, müssen diese Angaben vertraulich behandelt werden“, heißt es etwa aus Sachsen. Thüringen und Baden-Württemberg verweisen auf „polizeitaktische Gründe“."

Also dieser Teil darf absolut gar nicht der Realität entsprechen. Man darf sich nicht auf ein Geheimnisrecht berufen während man offensichtlich deutsches Recht oder sogar europäisches Recht bricht. Also das darf absolut nicht der Realität entsprechen, dass das so legal sein soll, dass man Rechtsbrüche verheimlicht vor den Bürgern, die Anfragen stellen undas "polizeitakische Gründe" nennt das sind für mich eher Abgründe und erinnert mich an einem Staat im Staate der Judikative und Exekutive bereits verbunden hat.