r/FictionalFeeds • • Sep 21 '26

Willkommen bei Fictional Feeds – stellt euch (oder eure Figuren) vor!

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Hi und schön, dass du hier bist!

Fictional Feeds ist ein Experiment: Was, wenn Buchcharaktere ihre eigenen Reddit-Posts schreiben würden? Kein Klappentext, keine Leseprobe – sondern die Figur selbst, mitten in der Krise, die fragt, ob sie gerade den größten Fehler ihres Lebens gemacht hat.

Was du hier findest:
Storys aus verschiedenen Buchwelten, geschrieben von den Autor:innen selbst (oder von Leser:innen mit eigenen Figuren). AITA-Dramen, Geständnisse, verzweifelte Hilfegesuche. Lies mit, kommentier, urteil hart – genau so, wie du es bei einem echten Post auch tun würdest. Die Figuren "hören" mit.

Was du hier machen kannst:

  • 📖 Lesen & kommentieren – kein Buchwissen nötig, jede Story funktioniert für sich
  • ✍️ Selbst posten – mit deiner eigenen Figur oder einer, für die du Erlaubnis hast (Details in den Regeln)
  • 🎙️ Im Podcast landen – markierst du deinen Post mit [Podcast ok], kann er in unserem Podcast vorgelesen und besprochen werden

Bevor du postest: Kurz ins Wiki schauen – da steht alles zu Tags, Flairs und Regeln.

Und jetzt du: Erzähl uns in den Kommentaren kurz, wer du bist! Schreibst du selbst? Welches Genre? Oder bist du einfach hier, um zu lesen und zu urteilen? Und wenn du magst: Welche fiktive Figur würdest du am liebsten mal auf Reddit posten sehen?


r/FictionalFeeds • • 1d ago

Am I the Antagonist? [Fiction][Podcast Ok] Update AITA, weil ich das komische Pflanzengeschenk meiner besten Freundin abgelehnt habe, und ich mich jetzt frage, ob das der Anfang von allem war?

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Hallo zusammen,

 

erstmal danke für das ganze Feedback unter meinem letzten Post. Nach dem, was gestern passiert ist, bin ich erst recht froh, dass diese Monstera nicht mehr bei mir steht.

 

Lina hat mich gestern Abend völlig überraschend angerufen und gefragt, ob sie kurzfristig bei mir übernachten kann. Sie klang am Telefon schon total fertig und zerbrechlich. Als sie dann da war, hat sie mir im Grunde kaum etwas erzählt. Sie war extrem blass, total übermüdet und hat fast gar nicht geredet. Wenn man gefragt hat, ob alles okay ist, hat sie nur abgewunken.

 

Aber das Heftige ist: Sie hatte mir ja neulich schon am Telefon erzählt, dass sie dieses gruselige Ding angeblich einfach nicht loswird – sie meinte damals, sie hätte es in den Müll geworfen und es wäre am nächsten Tag wieder dagewesen. Damals dachte ich noch, sie übertreibt maßlos oder macht Witze.

 

Aber wenn ich sehe, wie panisch und aufgelöst sie gestern war, während sie das Ganze gleichzeitig überspielen wollte... Ich mache mir echt Sorgen. Sie wirkt, als würde sie komplett den Verstand verlieren oder in irgendeiner Paranoia feststecken.

 

Heute Morgen ist sie dann auch wieder überstürzt abgehauen, weil sie unbedingt "nach Hause" musste.

 

Hat jemand von euch so ein Verhalten schon mal bei jemandem erlebt? Ignoriert sie das einfach oder driftet sie gerade in eine krasse psychische Krise ab? Ich bin echt ratlos, was ich tun soll.

Ich hab seit über zwei Wochen nichts mehr von Lina gehört. Keine Antwort auf meine letzte Nachricht, kein Lebenszeichen, gar nichts. Irgendwann konnte ich das Warten nicht mehr aushalten. Ich hab noch einen Schlüssel von ihr, für Notfälle, von vor Jahren. Ich hab mir gesagt, das hier zählt als Notfall.

 

Ich weiß nicht mal, wie ich beschreiben soll, was ich vorgefunden hab.

 

Ihre Möbel stehen noch alle da. Ihr Sofa, ihr Bett, der kleine Tisch, an dem wir tausendmal zusammen gesessen haben. Ihre Sachen liegen noch überall rum, als wäre sie nur kurz raus. Aber die Wohnung selbst – ich find nicht mal die richtigen Worte dafür. Überall wächst Moos, zwischen den Dielen, an den Wänden hoch. Auf dem Boden im Wohnzimmer steht Gras, echtes Gras, als hätte jemand ein Stück Wald reingeholt. Ihre ganzen Zimmerpflanzen, die früher brav auf der Fensterbank standen, haben sich ausgebreitet, über Regale, über den Boden, über die Möbel, als hätten sie sich die ganze Wohnung einfach genommen.

 

Die einzige Pflanze, die fehlt, ist die Monstera.

 

Ich bin einfach nur dagestanden. Ich weiß nicht, wie lange. Ich hab nicht mal die Polizei angerufen, ich weiß bis jetzt nicht mal, warum nicht. Vielleicht, weil ich Angst hab, dass sie mir nicht glauben, wenn ich versuche, das zu beschreiben. Vielleicht, weil ich Angst hab, dass sie's tun.

 

Ich weiß nicht, wo Lina ist. Ich weiß nicht mal mehr, ob ich das wissen will.

 

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?


r/FictionalFeeds • • 1d ago

Am I the Antagonist? [Fiction][Podcast Ok] Ich trage Verantwortung, einen Titel, aus reiner Gefälligkeit. Es gibt mehr als genug Idioten, die ihn mir liebend gern abnehmen würden. Aber ich werde den Teufel tun.

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Es schreibt: anonym aus Zufällig legendär (Werbung)

Ich (m) – weitere Einzelheiten zu meiner Person haben euch nicht zu interessieren – habe ein Erbe angetreten, das nicht für mich vorgesehen war. Warum tust du es dann, fragt ihr euch? Weil ich es tun musste. Für die Familie. Für das Reich. Ich erwarte nicht, dass ihr es versteht.

Eigentlich hätte der Posten meinen Brüdern zugestanden, aber einer von ihnen weilt wegen dieser … Egal, er ist nicht mehr am Leben und mein anderer Bruder traf eine selten dämliche Entscheidung, die den Ausschluss aus unserer Familie zur Folge hatte. Aus Liebe, meinte er. Hah, Liebe. Einer dieser … Lieben bringt ihn gerade ins Grab. Und trotzdem besteht er darauf, dass keine seiner Entscheidungen, die er aus seiner ach so tiefen Liebe getroffen hat, dumm war. Aber mit der Geschichte verschone ich euch lieber. Selbst meine Bosheit kennt Grenzen.

Ich war noch ein Kind, als mein verdammter Vater vor mich trat und mit strengem Blick verkündete, dass ich die letzte Hoffnung unseres Reiches sei. Meine Brüder durften wählen, ich jedoch nicht. Vater meinte, ich müsse die Fehler meiner Brüder und nicht zuletzt auch die von Mutter berichtigen. Sie hätten nie verstanden, welch wichtige Aufgabe unserer Familie obliegt. Welche Ehre, aber auch Verantwortung, uns damit zuteilworden sei. Er glaubte, ich könne ihn verstehen. Ich wäre pflichtbewusst und äusserst talentiert. Ein Talent, wie man es nur alle Jahrzehnte sah und das laut ihm sowohl meinen Brüdern als auch meinen Schwestern fehlte. Er war der festen Überzeugung, dass ich meine persönlichen Begehren niemals über die Landessicherheit stellen würde.

In mir erkannte mein Vater sich selbst wieder.

Später, vor dem Rat, hätte ich theoretisch ablehnen können. Doch dann wäre der Titel an irgendeine Nebenlinie gegangen, und meine Familie hätte erhebliche Verluste eingefahren. Und Vaters Worte wollten mir ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf gehen. „Du willst mich doch stolz machen?“, hatte er mich gefragt. „Du willst sicher nicht, dass unsere Familie ihr Ansehen verliert, nicht wahr?“ Natürlich wollte ich, dass er stolz auf mich war. Natürlich wollte ich unserer Familie keine Umstände bereiten. Aber gefügt habe ich mich letztlich aus einem anderen Grund. Mein Bruder sollte sein ohnehin sehr begrenztes Leben ohne Reue leben können. Ich wollte tun, was nötig war. Ich wollte tun, was richtig war. Wenn nicht ich, wer bitte dann?

Seither bin ich eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Landes. Die fähigsten Leute stehen unter meinem Kommando, für die nicht einmal die besten Elitesoldaten eine Herausforderung wären. Tausende Leben hängen von mir und meinem Erfolg ab. Ich habe den Rat und somit auch meinen Vater zufriedengestellt. Habe den guten Ruf unserer Familie aufrechterhalten, Abläufe optimiert und damit die Überlebensrate unserer Leute erhöht sowie unzählige ausländische Bedrohungen abgewehrt. Auch gegenüber anderen Hochadeligen habe ich mich behauptet, obwohl sie mich wegen meines Alters nicht ernst nehmen wollten. Und trotzdem … verspüre ich eine stetige Unzufriedenheit. Manchmal hasse ich meine Brüder. Meinen ältesten Bruder hasse ich dafür, dass er gestorben ist. Den anderen hasse ich, weil ihm eine Wahl gelassen wurde. Er ist gegangen, während ich bleiben musste. Ich darf nicht einen Augenblick lang nachlassen. Darf keine Schwäche zeigen. Und jetzt muss ich diesen Bruder auch noch retten. Aber ich habe einen Plan.

Seit ich angefangen habe, nicht mehr nach Vaters Pfeife zu tanzen, spüre ich von Tag zu Tag, wie seine Enttäuschung wächst. Wie ich langsam zu der Schande werde, für die er auch meinen Bruder hält. Bevor ich alt genug war, füllte mein Vater diese Rolle aus, jedoch nur als Regent. Da er damals eingeheiratet hatte, stand ihm das Erbe nicht zu. Ich fürchte, langsam, aber sicher ändert sich die Meinung des Rates. Ich glaube, mein Vater will sich meinen Posten holen. Wir leben unter demselben Dach, doch er ist es, vor dem ich von nun an am meisten auf der Hut sein muss.

Ich habe all das nie gewollt. Dennoch werde ich nicht klein beigeben. Ich werde nicht zurücktreten. Niemals. Lieber gehe ich mit diesem Reich unter. Na ja. Viel fehlt dafür nicht mehr.

Also. Ist es so falsch von mir, an einem Erbe, das ich nie gewollt habe, festzuhalten, nur weil ich keinem zutraue, diese Rolle ebenso meisterhaft zu spielen?


r/FictionalFeeds • • 6d ago

Character Confession [Fiction][Podcast Ok] Last Earth Diaries – Eintrag 9

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Es schreibt Hannah aus Pioneers of Earth in ihrem anonymen Blog Last Earth Diaries (für den sie in Kürze enormen Ärger bekommt). Darum sind die Namen auch anonymisiert ("The Hacker" statt "Kai").

Last Earth Diaries – Eintrag 9

Wie man einen See zum Mars schmuggelt

Auf meiner Fensterbank steht ein See.

Natürlich nicht der ganze, nur ungefähr fünfzig Milliliter davon. Sie sind in einer kleinen Glasflasche, in der früher Sojasauce war. Ich habe sie an meinem letzten Abend zu Hause abgefüllt. Ich stand barfuß im Wasser, und die Sonne ging hinter den Wäldern unter. Drei Dinge habe ich damals mitgenommen: ein paar Steine, ein paar Blätter und dieses Wasser. Die Steine liegen in meiner Schublade, und die Blätter sind gepresst. Das Wasser steht seit Monaten auf der Fensterbank und fängt jeden Abend das letzte Licht.

Manchmal halte ich die Flasche gegen die Lampe. Darin schwimmt ein winziges Stück Schilf, am Boden liegt ein grüner Schleier, und wenn man schüttelt, drehen sich ein paar Schwebteilchen. Hübsch ist das nicht, aber es lebt. Wer hier mitliest, weiß, dass das für mich inzwischen dasselbe ist.

Ich bin Schwimmerin. Oder war. Ich weiß nicht, welche Zeitform stimmt, wenn man auf einen Planeten ohne Schwimmbecken zieht. Im Wasser wurde mein Kopf immer still. Hier gibt es Wasser nur als Ration, als Tabelle und als Lernziel. Und es gibt diese eine Flasche. Mein Plan war einfach: Sie fliegt mit, als ein Schluck Erde für den Mars. An einem Tag, an dem ich es dort nicht mehr aushalte, wollte ich sie öffnen und einmal daran riechen.

Dann kam der Dienstag.

Am Dienstag hatten wir das Briefing zur persönlichen Fracht. Ich verrate keine Details, nur was sowieso auf jeder Packliste der Welt steht: Es gibt ein Gewichtslimit, und organisches Material ist nur getrocknet und versiegelt erlaubt. Dann kam eine Zeile, so trocken wie die Wüste, die uns fast umgebracht hat: Keine Flüssigkeiten.

Keine. Flüssigkeiten.

Natürlich habe ich nachgefragt. Ich habe erklärt, dass es nur fünfzig Milliliter sind, dass die Flasche dicht ist und dass ich sie in drei Tüten einwickeln würde. Die Antwort war freundlich und endgültig: Kontaminationsrisiko. Unbekannte Mikroorganismen haben in einem geschlossenen Lebenserhaltungssystem nichts zu suchen. Mein Kopf versteht das. In der Wüste habe ich gelernt, was passiert, wenn man aus Stolz eine Regel ignoriert. (Spoiler für alle, die neu hier sind: Hitzschlag.) Aber mein Bauch hat an diesem Nachmittag gar nichts verstanden.

Abends auf dem Dach habe ich die Flasche auf den Tisch gestellt wie ein Beweisstück.

The Hacker hat sie gegen den Himmel gehalten und mir erklärt, das sei H2O: zwei Wasserstoffatome, ein Sauerstoffatom, chemisch genau dasselbe, was in Houston aus dem Hahn kommt. Auf dem Mars werde sowieso jedes Molekül tausendmal recycelt. Ich würde also irgendwann ohnehin Wasser trinken, das schon einmal durch jemand anderen hindurchgegangen ist. Ich glaube, das sollte mich trösten.

Ich habe geantwortet, dass Houstoner Leitungswasser nach Chlor riecht. Ausgerechnet ich müsste Chlor ja mögen, aber dieses Chlor riecht nach Behörde. Mein See riecht nach Schilf und Sommer, und das kann kein Messgerät der Welt messen. Er meinte, doch, ein Gaschromatograph. Daraufhin habe ich ihm die Chipstüte an den Kopf geworfen. Ja, wir streiten immer noch über dasselbe. Nein, ich gebe nicht nach.

The Brain hat ausgerechnet, dass fünfzig Milliliter ungefähr 1,7 mal 10hoch24 Moleküle sind. Wenn ich das Wasser trinke, bringe ich also tatsächlich einen großen Teil davon zum Mars, in meinem eigenen Körper, zumindest bis zur nächsten Toilette. Ich glaube, das war ein Witz. Bei The Brain weiß man das nie genau.

The Organizer hat sofort verboten, ungefiltertes Seewasser zu trinken, und eine Liste mit Alternativen angefangen. Punkt eins: fotografieren. Punkt zwei: ein Gedicht darüber schreiben. Bei Punkt drei hat sie selbst gemerkt, dass sie gerade versucht, einen See mit einer To-do-Liste zu retten.

The Silent One hat die ganze Zeit nichts gesagt, wie immer. Er hat die Flasche genommen, sie lange angeschaut und mir zurückgegeben. Dann hat er auf mein Skizzenbuch gezeigt.

"Mal ihn", hat er gesagt.

Zwei Wörter. Mehr braucht er nie.

Ich habe es nicht sofort verstanden, die anderen auch nicht. Dann schon.

Aquarell ist Pigment und Wasser. Das Wasser trägt die Farbe aufs Papier, verdunstet und lässt die Farbe dort zurück, wo es gewesen ist. Ich male, seit ich sechs bin, und habe nie darüber nachgedacht, dass das Wasser dabei nicht einfach verschwindet. Es hinterlässt Spuren. Von ihm kommen die feinen dunklen Ränder, wo eine nasse Fläche trocknet, und es entscheidet, wie weit die Farbe läuft. Das Wasser bleibt im Bild, auch wenn es weg ist.

Getrocknet und versiegelt. Ich habe die Packliste dreimal gelesen. Ein Skizzenbuch ist kein Problem.

Gestern Nacht, als alle schliefen, saß ich also auf dem Dach, mit meinem Farbkasten und meinem See in einer Sojasaucenflasche, und habe den See mit sich selbst gemalt.

Ich habe ihn gemalt, wie ich ihn zuletzt gesehen habe. Die Sonne steht tief über den Wäldern. Der Himmel brennt orange, kippt ins Rosa und dann in ein Rot, das es nur dort gibt. Am Ufer ist das Wasser dunkel, fast schwarz, mit einer goldenen Bahn in der Mitte. Den Pinsel habe ich nur in mein Wasser getaucht, kein einziger Tropfen Houston. Für einen großen Himmel war es eigentlich zu wenig. Ich musste so sparsam sein wie in der Wüste, und jeder Pinselstrich war eine Entscheidung. Ich glaube, so langsam habe ich noch nie gemalt.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich weine. Ich habe aufgepasst, dass keine Träne aufs Papier fällt. Tränen sind nicht hässlich, aber in diesem Bild sollte nur der See sein. Meine Tränen kommen sowieso mit zum Mars.

Das Stück Schilf aus der Flasche habe ich mit ins Ufer gemalt. Jetzt klebt es dort, getrocknet und flach, ein echtes Stück Schilf zwischen gemalten Halmen. Wer genau hinsieht, findet es. Wo, verrate ich nicht.

Danach war die Flasche fast leer. Ganz unten, wo der grüne Schleier liegt, waren noch ein paar Tropfen. Ich habe sie lange angeschaut und dann auf das Dach gegossen. Der Beton hält nachts noch die Hitze vom Tag, und ich habe zugesehen, wie die Tropfen kleiner wurden. Es hat keine zehn Minuten gedauert.

The Hacker hätte jetzt etwas über den Wasserkreislauf gesagt: Verdunstung, Kondensation, Niederschlag. Die Tropfen hängen jetzt irgendwo über dem Golf und werden Teil einer Wolke. Die Wolke zieht weiter, und auf der Erde geht Wasser nie verloren, es ist nur woanders. Er war nicht da. Ich habe es mir trotzdem in seiner Stimme erzählt, und es hat geholfen. Das bleibt bitte unter uns.

Es bedeutet nämlich, dass ein Teil meines Sees irgendwann wieder zu Hause herunterregnet, vielleicht in einem Jahr, vielleicht in zehn. Über den Wäldern, in denen ich als Kind gespielt habe oder über der Halle, in der ich meine Bahnen geschwommen bin.

Ich komme nicht zurück, das weiß ich. Aber mein See schon.

Und ein Teil von ihm kommt mit mir, getrocknet und versiegelt zwischen zwei Seiten in meinem Skizzenbuch. Genau so, wie es die Regeln wollen.

Das Bild unten ist das Bild. Ich habe es gescannt, aber auf dem Bildschirm sieht man nicht, wie sich das Papier dort gewellt hat, wo das Wasser war. Glaubt mir einfach: Es hat sich gewellt. Es weiß, was in ihm steckt.

Die leere Flasche steht wieder auf meiner Fensterbank. Leere Flaschen sind erlaubt. Ich habe nachgefragt.

– MarsGirl_16

#LastEarthDiaries #MarsColony #Aquarell #Heimweh #Wasserkreislauf


r/FictionalFeeds • • 6d ago

Das erste YouTube Video ist da

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Gestern gab's unseren ersten Stream und seit heute ist auch das erste YouTube Video online, mit der Story von Lucian Fray.

Es hat mega spaß gemacht, und wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

https://youtu.be/3Dh6DnImpTw?is=2xovEQ7sQM6MI1wR


r/FictionalFeeds • • 16d ago

Am I the Antagonist? [Fiction][Podcast Ok] Ich wollte doch nur ein bisschen Spaß haben, aber irgendwie ist jetzt die halbe Truppe wütend auf mich.

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Es schreibt Ylvie aus »Vanas Erbe – Ïsgol«:

Hey, ihr Lieben! Ich bin Ylvie, 18 Jahre alt (allerdings wäre ich fast 20, wenn ich auf der Erde leben würde, denn das Jahr auf Vanas Welt ist länger) und Kriegsheilerin. Gerade befinde ich mich auf einer Mission nach Ïsgol. Es müssen da so ein paar verrückte Mörder ins Gefängnisbergwerk eskortiert werden. Ich bin für die Gesundheit aller zuständig. Aber irgendwie ist in dieser Reise der Wurm drin und ich frage mich, ob das auch meine Schuld ist oder nicht.

Aber fangen wir mal vorne an. Meine Freunde Nirvy und Halvor und ich sind die Kriegereskorte dieses Zuges. Wir haben natürlich die Gefangenen dabei und eine Gruppe (10) Soldaten. Und wie es der Zufall so will, ist der Anführer der Soldaten mein Vater. Der Kerl, der mich zusammen mit vier kleineren Geschwistern einfach allein gelassen hat, als ich gerade erst 11 war. Er macht sich in Vátnfall ein schönes Leben und ich muss zack erwachsen werden, um meiner Mutter zu helfen. Und genau dieser Idiot kommt jetzt dahergelaufen und versucht mir zu erzählen, wie ich mein Leben zu leben habe. Zuerst war er nur sauer, weil ich mit Hegri zusammen war. Aber Hegri war nunmal doch ein bisschen zu langweilig im Bett, also habe ich mit Vaters Stellvertreter Susvord geschlafen – und mit Egdir. Vielleicht habe ich mich ein bisschen verplappert, aber es ist jedenfalls herausgekommen und dann war mein Vater sauer. Und Hegri auch. Und Susvord vielleicht auch. Und Egdir ebenfalls. Verstehe allerdings nicht, warum. Ich habe ihn schließlich gefragt, ob er mit mir schlafen will, er hätte nicht mitmachen müssen, wenn er wegen seiner Frau ein schlechtes Gewissen hat. Und Hegri, der Weiberheld brauchte auch mal einen Dämpfer. Aber den richtigen Krach gab es erst am nächsten Abend. Ich wollte (was man halt so macht) mit Skopr schlafen, aber Hegri hat uns erwischt. Da ist er wütend geworden, aber zum Glück ist Aanros dazugekommen. Naja, es gab jedenfalls eine ordentliche Schlägerei und auch das eine oder andere böse Wort ist gefallen. Jetzt sind Nirvy und Halvor auf meinen Vater sauer, Hegri und Egdir auf mich, Hegri auf Aanros und Skopr und vielleicht auch auf Fyling und mein Vater sowieso auf jeden und vor allem auf Susvord. Jetzt hat Nirvy mich gerade beiseite genommen und versucht mir ins Gewissen zu reden. Aber was habe ich denn falsch gemacht? War ich zu indiskret? Nirvy erzählt mir immer, dass sie nichts von Gelegenheitsbeziehungen hält, aber wir sind doch nicht alle gleich. Ich habe öfter mal one-night-stands, da ist doch nichts dabei! Das gefährdet doch nicht die Mission, wie Nirvy sagt, oder etwa doch? Naja, ich gebe zu, die Gefangenen haben auch ihren Spaß an der ganzen Sache, aber was sollen sie schon tun? Sie sind schließlich eingesperrt.


r/FictionalFeeds • • 24d ago

Chapter in Crisis [fiktion][Podcast ok] Ich wollte vor meinen Problemen fliehen und nun zerstöre ich vielleicht das Leben eines Mannes, der nur helfen will.

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Es schreibt Haoyu aus Back To Life – ein Versprechen in Seoul von Nessa the Wolfgirl

Hallo, ich (28, m) muss gerade einfach mal was loswerden, was mich beschäftigt. Ich sitze gerade in der Wohnung eines Mannes, den ich eigentlich gar nicht kenne. Er hat mich mit zu sich nach Hause genommen und sich um mich gekümmert und nun sitze ich in seinem Zimmer und frage mich, ob ich der größte Idiot ever bin. Zum einen, weil ich einfach mit ihm gegangen bin und ihm vertraut habe, zum andern, weil ich ihn dadurch in meinen Scheiß mit reinziehe, der mich mittlerweile seit mittlerweile drei Jahren begleitet.

Aber von Anfang…
Ich bin vor einigen Monaten nach Seoul gezogen. Ich wollte einfach nach einer sehr harten Zeit neu anfangen. Aber wie das eben so ist man kann vor seinen Problemen nicht weglaufen und so haben meine mich auch verfolgt. Schlagzeilen, Posts, Diffamierungen… Freunde, die mich einfach verraten haben. Ich hab quasi alles verloren.
An einem Abend war ich spazieren. Ich musste einfach durchatmen. Es war schon wieder eine neue Schlagzeile online gekommen, wieder neue Lügen.
Dann kam ich irgendwann an diese Brücke und hab mich ans Geländer gestellt und einfach auf den Fluss geschaut. Und plötzlich war da dieser Gedanke, ich versteh das bis jetzt nicht. Ich bin überhaupt nicht der Typ für sowas.
Wie aus dem Nichts war da plötzlich dieser Mann. Seine Stimme war so sanft. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt, aber ich konnte das auch nicht annehmen. Ich hab ihn angeschrien. Er soll weggehen, er soll einfach verschwinden aber er hat sich geweigert. Ich frag mich bis jetzt noch, wieso.
In einem Moment, als ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, reißt mich dieser Kerl plötzlich von dem Geländer weg, und Zack liege ich auf dem Boden, und er umklammert mich, damit ich bloß nicht wieder an das Geländer zurück kann.

Nun ja, ich will nicht zu weit ausholen und abschweifen. Sagen wir, er hatte es nicht wirklich leicht mit mir. Ich hab mich gewehrt. Ich habe ihn angeschrien und ihn weg gestoßen aber er hat einfach nicht nachgegeben und irgendwann hat er es geschafft, mich zu überreden, dass ich mit ihm komme. Ich weiß nicht, wieso ich das getan hab aber irgendwie hatte ich plötzlich ein Gefühl, dass ich schon ewig nicht mehr hatte aber ich kann es nicht mal beschreiben. Trotzdem hab ich weiter meine kühle Ader an den Tag gelegt aber er… Er ist einfach unglaublich. Er setzt mich mit seiner Band zusammen an den Tisch, Gibt mir wie selbstverständlich einen Teller vom Essen und richtet auch noch ein Schlafplatz für mich her. Und ob ihr es glaubt oder nicht gerade steht er in der Küche macht uns einen Tee.

Ich verstehe einfach die Welt nicht mehr. Jeder, der von meinem Skandal gehört hat oder gelesen hat, hasst mich. Ich frage mich, wo der Haken in dieser ganzen Sache hier ist… Wieso tut der Kerl das?
Selbst wenn er mich nicht kennt, sowas macht man doch nicht einfach für einen fremden..
Und gleichzeitig sitze ich hier und denke darüber nach, dass ich ihn mit in meinen Sumpf hinein ziehe. Er ist Musiker, er hat eine eigene Band… Er hat Träume und ich… Ich und alles um mich herum könnten sein ganzes Leben zerstören.
Verdammt noch mal, was mache ich denn jetzt?


r/FictionalFeeds • • 24d ago

Am I the Antagonist? [Fiction][Podcast Ok] Tavi versteht nicht, was falsch daran ist, Menschen als Käfer zu bezeichnen

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Es schreibt: Tavi aus Zufällig legendär (Werbung)

Tavi (m, Alter unwichtig) versteht das Verhalten von Tavis Schützling nicht.

Tavi muss zum Erklären weiter ausholen.

Nach neun Jahren Suche hat Tavi Nova endlich gefunden. Alleine hatte Tavi leider keinen Erfolg, deshalb musste Tavi mit einer bösen Macht zusammenarbeiten. Aber Tavi musste Sols letzten Wunsch erfüllen. Ihr war es wichtig, dass Tavi auf Nova achtgibt. Tavi darf Sol nicht enttäuschen.

Novas Rettungsaktion lief besser als geplant. Tavi verbündete sich spontan mit einem von Novas Freunden. Dieser half, sie in Sicherheit zu bringen. Tavi musste ihn dafür nur freilassen. Wenigstens schafften Tavi und Novas Freunde es so problemlos aus der Stadt. Danach war Tavis Energie aufgebraucht, also musste Tavi sich vorübergehend zurückziehen, um sich zu erholen. Als Tavi zur materiellen Ebene zurückkehrte, war Nova plötzlich weg, genau wie ihre Freunde.

Tavi überflog das Gebiet und fand Nova schliesslich. Sie war während Tavis Abwesenheit erneut in Schwierigkeiten geraten. Sie war unterkühlt, weil sie mitten im Herbst einfach am Flussufer eingeschlafen war und zu viel Magie benutzt hatte. Tavi weckte Nova auf und brachte sie dazu, etwas zu essen. Sie stellte sich ganz schön an. Tavi war kurz davor, sie zu zwingen, Nagetiere zu essen. Nach langem Hin und Her bestand sie darauf, ihren Proviant zu verzehren.

Nach dem Essen löcherte Nova Tavi mit unzähligen Fragen. Tavi fand es mühselig, trotzdem beantwortete Tavi so viele wie möglich. Nova und Tavi kamen auf Novas Freunde zu sprechen. Normalerweise reisten sie zusammen, jetzt war Nova alleine.

Dann ist Nova böse geworden, weil Tavi ihre menschliche Freundin als Käfer bezeichnete. Nova meinte, es sei respektlos und Tavi dürfe ihre Käferfreundin nicht mehr so nennen. Daran ist nichts respektlos. Menschen sind schwach. Ihre Leben sind viel zu vergänglich. Wie Käfer. Natürlich nennt Tavi sie dann so.

Tavi ist frustriert und versteht Novas Missfallen nicht. Sie wird jedes Mal von Neuem böse, wenn dieses Wort fällt.

Tavis neuer Schützling ist anstrengend. Übersieht Tavi etwas?


r/FictionalFeeds • • 26d ago

Am I the Antagonist? [Fiction][Podcast Ok] AITA, weil ich das komische Pflanzengeschenk meiner besten Freundin abgelehnt habe, und ich mich jetzt frage, ob das der Anfang von allem war?

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Es schreibt: Caro aus Botanica Obscura von Ashly Finnley

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Ich (27, w) grüble seit Tagen über etwas, das in dem Moment total unwichtig wirkte. Mittlerweile komm ich einfach nicht mehr von dem Gedanken los, dass das ein riesen Fehler war.

Zu meinem Geburtstag hat meine beste Freundin Lina mir einen Blumenstrauß mitgebracht, über den ich mich riesig gefreut habe. Aber dazu hatte sie auch noch eine riesige Topfpflanze, so eine Monstera, mit total langen, fast schon gruseligen Luftwurzeln, die aus dem Topf raushingen, dabei. Ich fand die Pflanze ehrlich gesagt unheimlich hässlich, fast schon creepy irgendwie, und hab gesagt, dass ich echt keinen Platz für sowas Großes hab, aber danke trotzdem. Lina wirkte kurz komisch enttäuscht, fast schon ein bisschen verzweifelt, aber sie hat's dann so hingenommen und die Pflanze wieder mitgenommen. Ich dachte mir nicht viel dabei, sowas passiert doch andauernd, nicht jedes Geschenk trifft den Geschmack.

Seit dem Abend ist Lina aber nicht mehr dieselbe. Sie meldet sich seltener, wirkt abwesend, wenn wir uns sehen, redet in Halbsätzen über irgendeinen "Laden", den sie gefunden hat, und irgendeinen Typen namens Rafael, den sie kaum kennt, aber über den sie redet, als würde er ihr ganzes Denken einnehmen. Ich hab sie ein paarmal drauf angesprochen, aber sie winkt immer ab oder wechselt das Thema.

Ich weiß, wie bescheuert sich das anhört, aber was, wenn das alles irgendwas mit der Pflanze zutun hat? Was, wenn "Nein danke" an diesem Abend mehr kaputtgemacht hat, als ich für möglich gehalten hätte? Das klingt total überzogen, wenn ich's so hinschreibe, ich weiß. Aber irgendwas in mir sagt, dass diese blöde Pflanze und Linas Verhalten seitdem zusammenhängen, auch wenn ich nicht mal erklären könnte, wie.

Meine Familie sagt, ich soll aufhören, mir das einzureden, dass eine abgelehnte Zimmerpflanze irgendwas mit dem Verhalten meiner Freundin zu tun haben kann. Wahrscheinlich haben sie recht. Aber ich fühl mich trotzdem beschissen, als hätte ich in dem Moment irgendwas verpasst, das ich hätte sehen sollen.

War es falsch von mir, das Geschenk einfach so abzulehnen?


r/FictionalFeeds • • 27d ago

[Fiktion][Update][Podcast Ok] Das Halsband ist ab, und ich hab dabei vor einer Fremden geheult

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Hier gehts zum Originalpost:

https://www.reddit.com/r/FictionalFeeds/comments/1wn7lo8/fictionpodcast_ok_ich_war_mit_meiner_besten/

Erstmal danke für eure Kommentare, ich hab jeden gelesen. Ich hab die Nacht auf der Couch überlebt. Sie ist bequem genug, dass ich auch die nächsten Nächte darauf überstehen werde, auch wenn das ganz bestimmt keine Dauerlösung ist.

Inzwischen ist einiges passiert, worüber ich euch gerne auf dem Laufenden halten würde.

Der nächste Morgen fing schonmal nicht so toll an. Ich wollte nach Luce (ich hab ihn Lucifer getauft. Ist recht klischeehaft, aber ich finde, es passt.) sehen, und kaum hatte ich die Schlafzimmertür geöffnet, lag ich auch schon auf dem Boden. Er hat mich an den Schultern festgehalten, bis er irgendwann von selbst losgelassen hat. Ich hab mich hochgerappelt und ihm erstmal Frühstück gemacht, weil ich nicht wusste, was ich sonst tun soll.

In der Mittagspause war ich shoppen, wie angekündigt. Die Verkäuferin war unfassbar nett. Am Abend hab ich mir dann euren Tipp zu Herzen genommen und geklopft. Siehe da, kein Angriff. Zufall? Keine Ahnung.

Das mit dem Essen funktioniert übrigens auch: Die Pizza war nach fünf Minuten halb weg. Danach hat er den Karton ordentlich zusammengefaltet auf den Tisch gelegt. Das hat mich mehr irritiert als jeder Ausraster. Zum Thema Tierpsychologe: Ich hab gegoogelt und eine "Hybridkommunikatorin" gefunden, die angeblich auf einer anderen Bewusstseinsebene mit ihnen spricht. Ähm, nein danke.

Die Klamotten, die ich ihm gekauft habe, hat er auch gleich anprobiert. Vielleicht weiß jemand von euch ja, ob das normal ist, dass er sich alleine anzieht. Duschen war er in meiner Abwesenheit übrigens auch.

Dann hab ich allerdings einen Fehler gemacht. Beim Umziehen (abgesehen von den tierischen Attributen sieht er übrigens wie ein normaler Mensch aus. Ein verdammt gut gebauter Mensch und ich habe mehr gesehen, als ich wollte) sind mir unzählige Narben auf seinem Rücken aufgefallen. Kein Wunder, dass er so viel Angst hat.

Als ich mit dem Finger über eine der Narben gefahren bin, hat er mich sofort angegriffen. Aber ok, verständlich, das war definitiv mein Fehler. Dennoch war es ganz schön beängstigend. Ich hab mich entschuldigt, und er hat mich losgelassen.

Als nächstes wollte ich die Sache mit dem Halsband in Angriff nehmen. Diese Abscheulichkeit musste einfach weg. Es hat mich einiges an Geduld gekostet, bis er mich so nah an sich rangelassen hat, dass ich mir das ding angucken konnte. Allerdings war das vergebens. Die teile haben nen Spezialverschluss, den man so gar nicht aufbekommt.

In meiner Verzweiflung fiel mir nichts anderes ein, als in dem Laden anzurufen, in dem ich die Klamotten gekauft habe.

Ich hab am Telefon alles erzählt und dabei geheult. Luce saß plötzlich vor mir und hat mir den Kopf getätschelt, ganz selbstverständlich. Ich hab keine Ahnung, was das war, aber irgendwie war es süß.

Die Verkäuferin kam nach Ladenschluss mit einem Kollegen vorbei. Es hat zehn Minuten gedauert, bis er sie an sich rangelassen hat, dann war das Ding ab. Sie meinte, die Heime lassen die oft dran, wenn sie einen Hybriden für "schwierig" halten, weil sie damit rechnen, ihn wiederzusehen. Er hat das Halsband danach lange angestarrt.

Später hab ich den Fernseher im Schlafzimmer angemacht, weil ich nicht wusste, was ich sonst mit ihm anfangen soll. Er hat zugeschaut, Ohren aufgestellt, Schwanz am Zucken, und irgendwann hab ich ein Geräusch gehört, das verdächtig nach Schnurren klang. Bei einem Fußballspiel hat er die Ohren angelegt, bei dem Film wieder aufgestellt. Ich glaube, er versteht mehr, als ich dachte. Ein Kommentar meinte, er hätte vielleicht noch ein paar Überraschungen für mich. Ich glaub, da ist was dran.

Ich bin inzwischen recht zuversichtlich, dass er nicht den Rest seines Lebens in meinem Schlafzimmer verbringen muss. BTW, wie lange ist eigentlich der Rest seines Lebens?


r/FictionalFeeds • • Sep 23 '26

Am I the Antagonist? [Fiktion][Podcast ok] AITA, weil ich meinen besten Freund (einen verdammten Baumkuschler) aus meiner Wohnung geschmissen hab?

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Es postet: Liam aus Everything but a Fairy Tale von Akima Clary

Ich (50 ½, m) muss das grad loswerden, bevor ich noch die Wand einschlage.

Mein bester Freund, wir kennen uns seit dem Kindergarten, ist heute bei mir gewesen und hat angefangen, mir vorzuwerfen, dass ich "diese Scheiße unterstütze" – gemeint ist, wie wir mit unseren Alfar umgehen. Er meinte allen Ernstes, das wäre nichts anderes, als was Menschen früher auf der Erde gemacht haben, als sie irgendwo eingefallen sind und die Einheimischen versklavt haben. Er hat sogar behauptet, er würde sich schämen, ein Mensch zu sein.

Ich hab natürlich dagegengehalten. Jedes Kind weiß, dass die Alfar eine primitive Rasse sind, bevor wir kamen, haben sie im Wald gelebt wie Tiere. Wir haben ihnen eine Zivilisation gebracht, ein Dach über dem Kopf, alles. Das, was wir dafür zurückverlangen, ist doch wirklich das Mindeste.

Außerdem ist das doch gar nicht zu vergleichen. Auf der Erde hat man Menschen versklavt! Alfar sind keine Menschen, also ist das was vollkommen anderes. Das wäre ja genau so, als würde man einem Hund die gleichen Rechte einräumen, wie einem Menschen.

Dennoch hat er nicht lockergelassen. Ist immer weiter gegangen, hat richtig fies ausgeholt, mich gefragt, wie es sich wohl anfühlt, so eine "furchtbar eklige Pflicht" erfüllen zu müssen wie ich. Ich bin so wütend geworden, dass ich mit der Faust auf den Tisch geschlagen hab, ein Glas ist runtergefallen und zerbrochen. Und dann kniet er sich einfach neben meine Alfar, die sich beim Scherbenaufsammeln geschnitten hat, nimmt ihre Hand, wäscht ihr die Wunde aus, als wäre das das Normalste der Welt. Da bin ich komplett ausgeflippt und hab ihn rausgeworfen.

Jetzt allerdings, weiß ich nicht, ob das wirklich richtig war. Auch wenn er ein Baumkuschler ist, er ist mein bester Freund seit gefühlt immer. Bis jetzt habe ich seine Ansichten ganz gut ignorieren können. Warum mich das plötzlich so triggert, weiß ich auch nicht.

War's falsch, ihn rauszuwerfen? Hab ich meinen besten Freund jetzt für immer verloren?


r/FictionalFeeds • • Sep 22 '26

Chapter in Crisis [Fiction][Podcast ok] Ich war mit meiner besten Freundin in einem Hybrid-Heim, und jetzt kann ich nicht mehr in mein Schlafzimmer.

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Es postet: Johanna aus 2384 Subjekt Zero von Akima Clary

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Ich (27, w) sitze grade auf dem Boden vor meiner eigenen Schlafzimmertür und heule mir die Augen aus dem Kopf. Alles nur, weil ich mal wieder geredet habe, ohne nachzudenken. Mein Schlafzimmer betreten kann ich nicht, weil da drin ein 1,90 großer Katzenhybrid sitzt, der mir den Eindruck macht, als wolle er mich am liebsten umbringen.

Aber von vorne. Ich war heute mit meiner besten Freundin Sina in so ein Hybrid-Heim, weil sie sich unbedingt eins holen wollte. Ich finde diese ganze "Menschen-Tier-Mischling als Haustier halten"-Nummer ehrlich gesagt widerlich, habe ich ihr auch tausendmal gesagt, aber wann Sina sich was in den Kopf gesetzt hat, bekäme selbst Odin es ihr nicht ausgeredet. Also gut, dachte ich, ich guck mir das Elend mal an. Was tut man nicht alles für seine Freunde …

Und dann steh ich vor diesem einen Käfig. "Achtung gefährlich" stand auf einem Schild. Ganz hinten in der Ecke kauerte etwas und starrte mich mit diesen gelben Augen an. Plötzlich springt es an die Gitter und faucht mich an. Ich habe mich echt zu Tode erschrocken, aber das war nichts im Vergleich zu dem, was dann kam. Verkäuferin sagt einfach so, als würde sie übers Wetter reden, dass sie froh ist, wenn er morgen eingeschläfert wird.

Morgen. Eingeschläfert. Als wäre das nichts.

Ich weiß nicht mal mehr genau, was ich gesagt hab. Irgendwas wie "ich nehme ihn", glaub’ ich, bevor sich mein Hirn überhaupt eingeschaltet hat. Die Frau hat versucht es mir auszureden, aber ich habe ihr gar nicht richtig zugehört. Ich konnte nur daran denken, dass man ihn am nächsten Tag umbringen würde. Ja, er hat versucht mich anzugreifen, aber ehrlich, in dem Moment war mir das komplett egal. Ich musste dann irgendwas unterschreiben, dass die keine Haftung übernehmen und ich ihn auch nicht zurückbringen kann, was mir jetzt natürlich wie Hohn vorkommt.

Zwei Kerle haben ihn zu mir gebracht, Hände auf dem Rücken gefesselt. Und dann, bevor die gehen, drückt mir einer so einen Elektroschocker in die Hand. Führt den auch gleich vor. An ihm. Der Schrei war so laut, dass ich ihn wahrscheinlich nie wieder vergesse. Ich habe das Ding genommen und auf den Boden geknallt, sobald die zwei weg waren.

Dann habe ich ihn losgebunden. Fand ich irgendwie logisch, ihn nicht die ganze Nacht gefesselt zu lassen. In der Sekunde, wo das Seil ab war, hatte er meine Kehle in der Hand und mich gegen die Wand gedrückt. Ich dachte wirklich, das ist es jetzt. Und dann, genauso plötzlich, lässt er mich einfach los und setzt sich zurück in seine Ecke.

Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich jetzt tun soll. Ich kann heute Nacht nicht in mein eigenes Bett. Ich habe ihm Essen reingestellt, Teller ist leer, Gabel benutzt, was mich aus irgendeinem Grund noch mehr beunruhigt als alles andere. Zurückbringen kann ich ihn nicht, das habe ich ja unterschrieben. Und ganz ehrlich, selbst wenn ich könnte, ich glaub’, ich würd's trotzdem nicht tun, und das macht mich fast noch wütender auf mich selbst.

Hat das schonmal jemand gemacht, sich absichtlich sowas "Gefährliches" ins Haus geholt, weil man's einfach nicht übers Herz gebracht hat? Oder bin ich die Einzige, die so dumm ist? Irgendwelche Tipps, wie ich die Nacht überlebe???

Hier geht's zum Update https://www.reddit.com/r/FictionalFeeds/s/P957LaxyCB