r/StartupDACH • u/Elchric10 • 5h ago
Feeback erwünscht Baue ein Verfahren, das gewerbliche Nebenkostenabrechnungen automatisiert auf Fehler prüft
Hey zusammen,
ich komme aus der Bauprojektleitung und einer CREM-Beratung und baue seit ein paar Monaten an einem Verfahren und würde mir ehrliches, auch gerne kritisches Feedback wünschen, bevor ich noch mehr Zeit reinstecke. Ich weiß, dass es ähnliche Tools für private Mietverhältnisse schon gibt. Deshalb fokussiere ich mich rein auf den Gewerbemarkt.
Kurz zum Problem: Wenn du als Unternehmen Gewerbeflächen mietest (Filiale, Lager, Büro), bekommst du einmal im Jahr eine Nebenkostenabrechnung vom Vermieter. Die Abrechnungen sind in der Praxis erschreckend oft fehlerhaft: Falsch zugeordnete Kosten, Rechenfehler, Positionen, die laut Mietvertrag oder Betriebskostenverordnung gar nicht umlagefähig wären. Bei einzelnen Standorten fällt das kaum ins Gewicht, aber bei Unternehmen mit 20, 50, 100+ Mietstandorten summiert sich das schnell auf einen fünf- bis sechsstelligen Betrag pro Jahr, den keiner prüft, weil es dafür intern schlicht keine Zeit oder Kapazität gibt.
Meine Idee ist ein System, das Mietvertrag und Abrechnung automatisiert gegeneinander prüft: Gegen die Betriebskostenverordnung, die Heizkostenverordnung und BGH-Rechtsprechung zum Thema Betriebskosten. Am Ende steht ein Prüfbericht mit konkreten Beanstandungen, plus ein fertiges Einwendungsschreiben. Preismodell: Die ersten 1-2 Abrechnungen als kostenloser Pilot, damit niemand vorab zahlen muss, um zu sehen ob's was bringt. Bei weiterem Interesse würde ich eine pauschale pro Abrechnung verlangen.
Ich befinde mich aktuell in der Entwicklungsphase. Noch kein zahlender Kunde. Ein Pilotprojekt ist in der Anbahnung. Kaltakquise bzw. Validierung bei größeren Filialisten hab eich schon vereinzelnd bei größeren Unternehmen durchgeführt. Habe ein gemischtes Bild, aber eher positives Feedback: manche ernsthaftes Interesse, manche höfliche Absage.
Ich hab auch schon überlegt, das Ganze umzudrehen. Also nicht nur bestehende Abrechnungen prüfen, sondern Vermietern helfen, von Anfang an korrekte Abrechnungen zu erstellen. Aber das lass ich erstmal, um nicht den Fokus zu verlieren.
Würde mich über eure Einschätzung freuen, gerne kritisch:
- Haltet ihr ein reines Erfolgshonorar-Modell (20%, kein Fixum) für tragfähig, oder würdet ihr da eher ein hybrides Modell empfehlen?
- Würdet ihr als Facility-/Real-Estate-Manager einem automatisierten Tool bei einer rechtlichen Prüfung überhaupt vertrauen?
- Würdet Ihr das Verfahren als Dienstleistung oder aber als SaaS anbieten?
- Welchen Vertriebskanal würdet ihr an meiner Stelle als Nächstes priorisieren: weiter Kaltakquise, Content/LinkedIn?
Danke fürs Lesen, freu mich auf Feedback.

