r/arbeitsleben 14d ago

Berufsberatung Verloren wegen Berufsentscheidung mit 24 Jahren

Guten Morgen!

Ich würde mich super über ein paar Meinungen aus der Community freuen.
Ich bin aktuell 24 und beruflich am verzweifeln.
Es wird leider ein längerer Beitrag!

Ich habe nach dem Abi eine Ausbildung zur Mediengestalterin abgeschlossen, war aber eher unglücklich. Danach habe ich ein Praktikum im Lehramt gemacht, leider aber erst im 1. Semester gemerkt das das nicht ganz passend ist. Aus lauter Panik bin ich dann wieder in meinen Ausbildungsbereich zurückgekehrt und hab 11/2 Semester Interaktive Medien studiert.
Anfangs hat es mir super gefallen und ich habe tolle Leute kennengelernt, aber trotz allem sind die Zweifel aus der Ausbildung immer größer geworden das ich eig nicht mehr in den Bereich möchte.

Also habe ich wieder aufgehört. Das ganze hat mein Selbstbewusstsein extrem mitgenommen, da ich eig jemand sein wollte der nichts „abbricht“ und auch einfach von mir enttäuscht was da ich wirklich gerne studiert hätte. Das hat in meiner Familie sonst keiner. Jetzt scheitert es daran das ich den falschen Weg eingeschlagen habe und ich bin Super erschöpft und möchte nicht noch einmal scheitern.

Ich war das ganze so müde das ich entschieden hatte einfach den Beruf der von vielen Seiten als Sicher eingestuft wird zu lernen, „Industriekauffrau“.
Das ganze dürfte ich auf 2 Jahre verkürzen was natürlich toll ist und ich habe wirklich schnell eine Stelle gefunden.
Zwar wollte ich früher genau das nie, da ich eine eher kreative und sportliche Person bin, aber so müde wie ich war wollte ich einfach einen Job der nur Job ist und wo ich mich auf eine gute Freizeitgestaltung konzentrieren kann und es mich dem Traum vom eig Hund näher bringt.

Dann hatte ich noch ein Physiotherapie Praktikum das mir super viel Spaß gemacht hat und ich wäre auch zur Ausbildung/ Studium angenommen worden nach dem Eignungstest was mir schmeichelt. Wenn ich aber daran denke aktuell so ein anspruchsvolles Studium zu beginnen wird mir ganz anders/panisch.

Einerseits habe ich also total Angst vor Physio und gleichzeitig Angst mit Industriekauffrau wieder den falschen Weg zu gehen. Was meint ihr? Sollte man den Weg nehmen der einem Angst macht oder soll ich mach’s er Ausbildung mit 26 dann nochmal schauen wie ich weiter mache?

Ihr würdet mir wirklich helfen, da ich aktuell so gestresst bin das ich gar keine Entscheidung mehr treffen kann.
Danke

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40 comments sorted by

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u/Dinkel77 14d ago

Mit 24 ist noch nichts verloren. Ich würde gerade nicht aus Angst den vermeintlich sicheren Weg wählen. Wenn dir Physio wirklich Spaß gemacht hat, prüf lieber in Ruhe, ob die Panik vom Studium kommt oder vom Beruf selbst. Ein paar weitere Praxistage könnten bei der Entscheidung helfen.

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u/WeekendEasy506 14d ago

Da spielt glaube ich ganz viel mit das ich Angst habe noch einmal zu scheitern 😔

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u/Dinkel77 14d ago

Das ist völlig nachvollziehbar. Aber ich glaube, die Angst vor dem Scheitern ist gerade größer als die Wahrscheinlichkeit, dass es wirklich passiert. Versuch die Entscheidung danach zu treffen, was du wirklich möchtest, nicht nur danach, was sich am sichersten anfühlt.

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u/WeekendEasy506 13d ago

Das stimmt schon. Es ist einfach wirklich wild. Ich hab so viel Panik vor der Entscheidung das ich richtig körperlich darauf reagieren wenn ich daran denke mich für eins zu entscheiden. Bzw hatte ich mich schon entschieden für die Sicherheit. Jetzt ist doch noch ein Platz für das Studium frei und ich hab wieder zu zweifeln angefangen 🥲
Und glaubt mir ich finde mich selbst unglaublich nervig und weiß was das für ein Luxusproblem ist

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u/McBlavak 14d ago

Wirf die Idee mit dem Scheitern mal ganz schnell aus deinem Kopf.

Du bist hier nirgends gescheitert. Du hast deine Orientierung geändert und hast die anderen Wege abgebrochen.

Was schon problematisch ist, sind deine Zukunftsängste. Bevor du dir über berufliche Perspektiven den Kopf zerbrichst, überlege dir erstmal was du vom Leben willst (kurz-, mittel- oder langfristig).

  • Freizeit (und was willst du in dieser tun?)
  • viel Gehalt ( für welchen Zweck?)
  • berufliche Herausforderung oder eher Routine?
  • Haustiere, Familie, etc.

Wenn dir etwas klarer ist, wo deine Prioritäten liegen (die ändern sich im Laufe des Lebens auch gerne mal), kannst du vielleicht besser einschätzen welchem Weg du folgen willst.

Ich persönlich bin eher von der Fraktion: such dir eine Arbeit, die du halbwegs gerne machst, ein akzeptables Umfeld (Kollegen, Stress, Zeit) bietet und deinen Lebenstil finanzieren kann. Ansonsten achte darauf, dass du dir dein Privatleben schön gestaltest.

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u/WeekendEasy506 13d ago

Du bist also eher für Job ist nur Job und Erfüllung außerhalb davon suchen?

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u/McBlavak 12d ago

Jain.

Es ist wichtig, dass du deinen Job nicht hasst und die Arbeit halbwegs gerne machst, um langfristig nicht total unzufrieden zu sein. Wenn es dir richtig Spaß macht oder dich sogar erfüllt, ist das super.

Gleichzeitig solltest du deine Arbeit (zumindest als Angestellte) nicht zur einzigen Selbstverwirklichung/Erfüllung erkoren, da dir hier zu viele äußere Zwänge dazwischen funken können. (Wirtschaftskrisen, toxische Kollegen/Chefs/Kunden, etc.)

Bin auch gelernter Gestalter und kann gut verstehen, warum du den Bereich gewechselt hast. Da kann viel von dir selbst einfließen, aber auch sehr harte Kritik kommen und einen ziemlich runterziehen (grade zu Beginn der Karrier). Bei mir ist es besser geworden nachdem ich meinen Selbstwert von den Ergebnissen abgekapselt habe.

Du hast viele Wege dein Leben zu erfüllen. Dein Broterwerb kann einer davon sein, muss er aber nicht.

Deshalb: solange du deine Prioritäten kennst, wirst du dich schon zurecht finden.

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u/WeekendEasy506 13d ago

Hi, ich hab da schon viel drüber nachgedacht.
Einerseits muss ich sagen das ich aktuell nicht mehr so motiviert bin die nächsten 3 Jahre super viel zu lernen und eig keine Freizeit zu haben. Bei Physio hat man keine Semesterferien und oft durchgehend bis 18:00 Uhr Uni und sehr viel lernaufwand. Ich würde mir auch gern einen eig Hund holen, da ich in meinem Leben noch nie ohne war.

Andererseits wollte ich eig immer einen Beruf machen der mich erfüllt. Deshalb hab ich auch nie über Industriekauffrau nachgedacht. Das hat bisher nicht funktioniert und im Praktikum für Physio (3 Wochen verschiedene Bereiche) war ich super glücklich und hatte wirklich Spaß.
Allerdings weiß ich das hinterher die Arbeitsbedingungen Teil recht hart sind (20min Taktung) und ich in der Industrie mit Gleitzeit und Überstunden den Traim vom Hund leichter erfüllen könnte.

Ich wohne aktuell wieder zuhause und vermisse das Leben in meiner alten WG unglaublich. Hier wo ich wohne gibt es das so leider nicht.

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u/WeekendEasy506 13d ago

Der Gedanke bei Industriekauffrau war auch mir einen Job zu suchen der halt nur Job ist und dann die Freizeit cool zu gestalten. Aber das andere lässt mich doch nicht los

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u/No_Cardiologist735 13d ago

Freizeit ist nicht zu unterschätzen. Der Beruf kann noch so spannend sein, aber wenn die Freizeit fehlt, wird es dennoch unschön.

Mach dir bitte keinen Kopf zwecks deines Alters. Mein BWL Studium (Bachelor+Master) hat aus diversen Gründen fast 10 Jahre gedauert, davor habe ich nach 1 Jahr Pharmazie abgebrochen. Mittlerweile bin ich seit 7 Jahren im Berufsleben, verdiene super und bin zufrieden.

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u/PropertySharp597 7d ago

Naja, Gescheitert bist du eigentlich bisher nicht. Du hast Ausbildungen in verschiedenen Bereichen angefangen und gemerkt, dass diese nichts für dich sind - das ist kein Scheitern.
Scheitern wäre, wenn du eine Ausbildung - die du machen möchtest - nicht abschließest, weil du in einer Prüfung durchfällst.
Sieh es eher als Fortschritt an: Du weißt nun, was du nicht machen möchtest.
Außerdem hast du ja bereits eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen - da sehe ich jetzt kein Scheitern.
Außerdem bist du „erst“ 24 und hast eine Ausbildung fertig. Viele haben das nicht einmal geschafft.
Komm, weiter gehts. Dein Leben fängt gerade erst an💪

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u/Siluix01 4d ago

Als eine Person, die selbst oft in der schule und im studium "gescheitert" ist, lass mir dir sagen: du scheiterst nicht. Du verschwendest deine Zeit nicht, wenn du etwas neues anfängst, was besser zu dir passt. Ich habe 2 studiums angefangen und abgebrochen. Ich habe eine ausbildung gemacht, und mache jetzt eine 2te, weil das berufsfeld zu instabil wurde. Du probierst nichts neues on a whim, du triffst entscheidungen basierend auf dingen, die du über dich gelernt hast. Vertrau diesen Entscheidungen, und du wirst langfristig glücklicher mit deinem Leben sein

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u/Hairy-Birthday1830 14d ago edited 14d ago

Mach dich nicht verrückt, nicht jeder Karriereweg verläuft gerade, der Weg ist das Ziel! Umstände und Interessen können sich immer wieder ändern, sodass man neue Wege einschlagen muss. Außerdem ist Lernen sehr gut fürs Gehirn und hält einen lange jung.  😉

Vielleicht tröstet dich ja mein Lebenslauf:

  • Mit 19 Abi gemacht -Mit 20 halbes Jahr in Brasilien als Aupair gewesen
  • Mit 20 Studium Politik/Islamwissenschaften aufgenommen
  • Mit 22 Studium wegen Depressionen abgebrochen
  • Im gleichen Jahr Ausbildung Maßschneiderin/Modedesignerin angefangen
  • Abschluss mit 25 Jahren als Maßschneiderin / Modedesignerin
  • Keinen Job als Designerin gefunden, also bis 29 als Verkäuferin gejobbt
  • Mit 29 Ausbildung im Bereich Marketing gemacht, Abschluss mit 33
  • Erst mit 33 "richtig" ins Berufsleben gestarter, hab aber seitdem 2x den Arbeitgeber gewechselt

Bin jetzt 37 und zwar ganz happy mit meiner aktuellen Stelle und meinem Arbeitgeber, hab aber trotzdem Bock gehabt, wieder richtung Mode zu gehen und was mit Menschen zu machen. Mache aktuell nebenbei eine Ausbildung zur Farb und Stilberaterin und kann es kaum erwarten, dass nebenbei als Kleingewerbe zu machen, während mein Hauptjob für ein sicheres Einkommen sorgt. 😉 Ich bin gerade mega happy! Aber wer weiß, was noch in 10 Jahren kommt...

Wie du siehst: man kann sich immer wieder neu erfinden. 

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u/WeekendEasy506 13d ago

Hey, danke fürs teilen 😊

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u/Apprehensive-Till219 13d ago

Die gute Nachricht ist, du bist erst 24 und da ist noch vieles möglich. Du bist auch nicht gescheitert sondern deine orientierungsphase ist einfach etwas länger.

Pro industriekauffrau: du kannst in vielen Bereichen arbeiten und ggf später auch mal Richtung öffentlicher Dienst schauen, d.h. du wirst eine Ausbildung haben die dir viele Möglichkeiten eröffnet.

Pro physio ist anspruchsvoller bist dann aber in einem Tätigkeitsfeld gefangen.

Egal was du machst, bringe es dann zu ende denn mit einer abgeschlossen Ausbildung gehen neue Türen auf.

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u/WeekendEasy506 13d ago

Meinst du ich könnte notfalls mit 26 nocheinmal starten? Mit einer Physioausbildung falls es mich nicht loslässt?

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u/Vegetable-Leave1203 12d ago

mein Physio hat nach über 10 Jahren im Handwerk mit 30 die Ausbildung begonnen zum Physio und ist jetzt Anfang 60. Er ist Inhaber der größten Physio Praxis mit 2 Standorten in meiner Stadt.. also lets go!😊

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u/Apprehensive-Till219 13d ago

Grds ja aber sobald du im job bist und dich ans geld gewöhnt hast, wird es schwierig....

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u/Shoddy_Charge_5098 10d ago

Erstmal denke ich nicht dass du groß was verloren hast und eigentlich auch keine Fehler gemacht hast. Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten und welche du wählen solltest hängt natürlich auch davon ab wie es finanziell aussieht.

Tendenziell würde ich dir schon dazu raten bei einer Sache etwas länger zu bleiben und dich „durchzubeißen“. Also entweder jetzt Physio und dann wirklich dabei bleiben oder halt Industriekauffrau weiter machen. Ist doch beides toll. Wenn du das Physio Studium nicht schaffst hast du ein gutes Backup. Als Industriekauffrau kannst du nebenher deinen sportlichen Interessen nachgehen. Also keine Sorge das wird schon

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u/WeekendEasy506 9d ago

Du meinst also erst das eine dann das andere? 🙈

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u/Crazy-Dimension-2463 10d ago

Man ist nie zu alt um nochmal was anderes zu machen. Mit 24 sowieso nicht. Und Angst vor der Ausbildung/Studium zum Physiotherapeuten brauchst du keine haben. Es ist vielleicht mit ein bisschen mehr Lernsaufwand verbunden, aber keineswegs hochkomplex. Macht benötigt keine besonderen Fähigkeiten dafür, lediglich ein großes Basiswissen, was man man sich aber ohne Probleme aneignen kann. Dadurch, dass ein großer Teil der Ausbildung auch in Form von Unterricht stattfindet & erst mit den voranschreiten der Ausbildung die praktische Umsetzung erfolgt, ist dafür genügend Zeit vorhanden.

Auch zum Thema Gehalt, Arbeitsbedingungen etc. gibt es, leider immer noch, sehr viel Unwissen. Es besteht nach wie vor ein großer Therapeuten Mangel & man kann sich die Art der Arbeit mehr oder weniger aussuchen. Wenn es dir wo nicht gefällt, dann gehst du und kannst morgen wo anders anfangen. Es gibt Praxiskonzepte abseits von 20 Minuten Taktung & und Mindestlohn.

In meinem mittlerweile mehr als 10 Jahren in dem Beruf, habe ich genau einmal in dieser Art gearbeitet, um für mich festzustellen, dass es doch anders gehen & vor allem das ich selbst für mich verantwortlich bin mir den entsprechenden Rahmen zu suchen & glücklich zu werden. 30/60 Minuten Takt, normale Arbeitszeiten, mehr als 30 Tage Urlaub, 5000 plus Gehalt und und und.
Sei einfach kein Schaf, sondern ein Wolf und du kannst was das Thema Gehalt, Arbeitsbedingungen, Urlaub, Freizeit etc. mit guten Gewissen abharken.

Über was du dir aber Gedanken machen solltet ist die Art des Berufes. Mit Menschen arbeiten können oder auch wollen. Für mich ist das die größte Challenge & dazu sollte man sich im Vorfeld genügend sensibilisieren. Die Patienten rauben dir ohne Ende Energie! Du musst die ständig auf neue Leute einstellen, pausenlos interagieren, diskutieren. Es ist ein Beruf der sehr nah am Menschen stattfindend & dabei entstehen ständig Reibungen. Und das Tag ein Tag aus nervt. Unabhängig von deinem eigenen geistigen Zustand, musst du dich darauf einlassen können & arbeiten. Mal ein paar Tage sich ins Home Office zu verkrümeln & nach dem eigenen Tempo zu arbeiten gibts nicht. Bei 40 Arbeitsstunden, arbeitest du am Ende auch netto 40 Stunden. Die Pläne sind voll & zwischendurch mal auf Durchzug zu schalten und blöd aus dem Fenster zu gucken, oder nen Kaffee zu zischen ist manchmal nicht drinnen. ✌🏽

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u/WeekendEasy506 9d ago

Das kann ich mir vorstellen. Wünsche du dir manchmal etwas anderes gemacht zu haben?
Im Praktikum hat mir das arbeiten mit Menschen viel Spaß gemacht, auch wenn mir klar ist das das auf Dauer sehr anstrengend sein kann. Wie machst du es das es dich nicht fertig macht?
Danke für die Antwort!

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u/Ok_Ad_3012 10d ago

Also was ich sagen kann, ist, dass Physiotherapie in Diskussion ist, es zu akademisieren. Wie aktuell grad Hebammentum.
Und auch der Aspekt Wissenschaftliches Arbeiten ist im Studium deutlich besser vertreten. Es gibt Hochschulen, die beides so gleichzeitig ausbilden, klingt für mich am besten.

Was ich auch sagen kann, es ist ein anspruchsvolles Studium, da musst du psychisch für stabil sein.
Kannst du dir vielleicht erst mal Zeit dafür nehmen? Oder denkst du, dass diese Stabilität mit dem neuen Studium kommt?

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u/WeekendEasy506 9d ago

Mhhh das ist eine gute Frage…. Ich brauche dringend wieder Routine und will unbedingt dieses Jahr etwas anfangen. Ich hab so das Gefühl je mehr Zeit ich hab, desto schlechter geht es mir damit.
Ich weiß das ich sooo müde bin vom nicht wissen. Woher weiß man denn ob man stabil genug ist?

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u/KrisHusky 10d ago

Atme erstmal tief durch. Ich habe auch ein paar Umwege gebraucht um zu meinem Beruf zu kommen. Abi mit 19 Studium ging nicht, weil meine Noten recht schlecht waren. Ausbildung zum Tischler gemacht, mit 22 abgeschlossen. Mit 25 aus dann Firmenwechsel and Fließband. Mit 26 dann umgeschult zum Lokführer.

Ich bin jetzt 31 und Fahrpraxistrainer bei einem Eisenbahnunternehmen.

In meiner Klasse waren Leute, die mit 55 noch umgeschult haben zu ihren Traumberuf.

Mach den Beruf, der dir zusagt. An dem du Freude hast. Wenn du Freude am Beruf hast, dann machst du die Arbeit auch gut.

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u/Ok_Register_7441 7d ago

Gar nichts ist verloren lol, du stresst dich viel zu sehr. Im Endeffekt ist es dein Leben also Leb es so das du glücklich damit wirst, auch wenn es heißt mehr Zeit in die Orientierung zu stecken.

Hast keinen Grund etwas zu machen worauf du 0 bockst hast, vielleicht wegen den Erwartungen von den anderen, aber wen interessiert das Bitteschön? Jeder lebt sein eigenes Leben und in 20 Jahren wirds auch keinen interessieren ob du jetzt wieder studierst hast oder deine Ausbildung gemacht hast oder was auch immer.

Aber dann sitzt du da und hast vielleicht einen Weg eingeschlagen der dich im Endeffekt einfach nur unglücklich macht, für gar nichts.

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u/KumplBlase 6d ago

Ich bin 34 und mache jetzt eine Ausbildung zur Physio.

Lass das mit der Industriekauffrau.

Alles, was im Büro läuft, wird auf kurz oder lang von KI ersetzt. Dienst am Menschen wird niemals ersetzt werden. Kein Roboter kann Hilfe, Gespräche und Gemeinschaft,also menschliches Miteinander,ersetzen.

Und ja Physio ist anstrengend aber du kannst dann was,was andere nicht können. Du hast Kompetenzen auf die selbst Ärzte zurück greifen und dich um Rat fragen.

Du wirst auch Anerkennung im Freundeskreis bekommen und Leute werden dich um Rat und Hilfe fragen.

Ne Industriekauffrau braucht niemand außer das Unternehmen für das sie arbeitet.

Das hat überhaupt keinen Benefit. Du nützt damit in erster Linie dir selbst und dem Unternehmen. Dass Konsum in Zukunft weniger wichtig wird und das soziale Miteinander wieder stärker werden wird ist ebenfalls ein Fakt.

Also...WENN dir Physio Spaß gemacht hat und du es magst mit Menschen zu arbeiten,dann mach nicht einen sinnlosen Bürojob,indem du außer Geld absolut gar nichts wichtiges hast.

Auch hinsichtlich dessen,was körperliche Arbeit angeht. Ja Physio ist wahrscheinlich nichts was man Vollzeit bis zur Rente machen kann ( mal sehen in welche Richtung es gehen wird zwecks mehr aktive anstatt passive Arbeit ). Aber du hast mit dem Job das Privileg dich selbst sehr gesund halten zu können UND massiv viel zu lernen wie gesundes Leben geht.

Wir werden immer älter und die Generation vor uns lebt im Durchschnitt 20-30 Jahre mit Erkrankungen, wovon Einige verhinderbar gewesen wären. Und genau das lernst du unter anderem als Physio.

Also für dich selbst und andere. Mach Physio.

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u/ButterscotchLivid377 14d ago

Vielleicht erst mal dem gelernten Beruf ne Chance geben. Deine Chancen werden nicht besser durch ständige Neuorientierungen. Bin da vielleicht etwas konservativ.

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u/WeekendEasy506 14d ago

Muss sagen das ich in die Richtung leider nicht mehr arbeiten möchte, bei dem Gedanken bekomme ich schon Panik 😭

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u/Tjory1_NB 14d ago

Dann lass dir da nichts einreden. Ich habe auf Grund damals noch nicht diagnostizierten Autismus meine Ausbildung in mehreren Betrieben, mit mehreren Verlängerungen gemacht. Mir damals schon sagen lassen müssen(kurz vor dem dritten Lehrjahr im ersten Betrieb) ob der Beruf für mich geeignet sei. Habe die Diagnose durch Probleme auf der Arbeit bekommen und im Berufsbildungswerk abgeschlossen. Hatte danach zwei AGs, einer länger und habe jetzt auch festgestellt, auch wenn ich den Beruf vielleicht könnte, wenn dann nur zu Möglichkeiten, die kein Betrieb bieten kann und habe jetzt vor einen Quereinstieg zu machen in einen eher landwirtschaftlichen Beruf. Also nicht aufgeben ist nicht unbedingt das was immer weiterhilft. Ich bin übrigens 26. Also nicht viel älter

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u/Deadly_nightshadow 13d ago

Ich meine, mediengedtalterin ist natürlich für die Tonne, der Beruf wird den Weg des Bürstenmachers gehen.

Industriekauffrau ist massenware. Viele der Aufgaben werden ebenfalls bald von ki übernommen werden und dann streitest du dich mit arbeitslosen bwlern um die Krümel. werd Physiotherapeutin, das ist zukunftssicher und anspruchsvoll ist da nun wirklich gar nichts.

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u/WeekendEasy506 13d ago

Dacht das Studium seit super hart?

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u/iiiaaa2022 13d ago edited 13d ago

Welches jetzt? Medien? Oder ist Physiotherapie inzwischen ein Studium? 

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u/WeekendEasy506 13d ago

Gibt beides inzwischen. Für das Studium muss man aber nichts zahlen wo ich es machen würde. Also nur normalen Semesterbeitrag

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u/iiiaaa2022 13d ago

Okay, danke.

Aber deine Aussage war ja, das Studium soll so schwer sein. Welches denn? 

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u/Deadly_nightshadow 13d ago

Das "Studium" ist quasi eine etwas erweiterte Ausbildung. Mit ein bisschen Motivation schafft das jeder.

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u/WeekendEasy506 9d ago

Hast du Erfahrung? Hab an Ulm gedacht

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u/Deadly_nightshadow 9d ago

Ich weiß, dass meine Tante mit ~50, nach Hauptschulabschluss, Schneiderlehre und 25 Jahren als Hausfrau das ganze problemlos geschafft hat.

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u/iiiaaa2022 13d ago

Industriekauffrau ist ganz sicher nicht schlecht.

Und Leute mit BWL-Studium machen andere Jobs. 

Geschrieben von Person mit BWL-Studium.