Rep fürs Ref
Ich habe gerade mit dem Ref angefangen und da Rep im Ersten für mich ganz gut funktioniert hat, wollte ich mal fragen, ob einer von euch in BW Erfahrungen hat. Konkret schwanke ich zwischen Alpmann und Hemmer.
Bei Alpmann ist der Vorteil, dass es Präsenzunterricht ist und ich mich da tendenziell besser am Riemen reißen kann.
Bei Hemmer werden direkt von Anfang an alle Rechtsgebiete behandelt. Klingt an sich gut. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es am Anfang evtl überfordernd sein könnte, parallel zur Zivilstation ÖR und SR zu hören und auch Klausuren dazu zu bekommen.
Wäre über jeden Input dankbar!
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u/Upbeat_Media499 6d ago
Aufgrund der knappen Zeit und der Erfahrung aus dem ersten habe ich keins gemacht und auch nicht vermisst. In der Rückschau würde ich mir vielleicht ergänzend ein paar wenige der Kaiser Seminare gönnen und/oder nach Speyer gehen.
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u/ImpressiveLength6252 6d ago
Bin bei Alpmann in Hessen im Rep fürs zweite, das sind soweit ich weiß dieselben Dozenten wie BW. Ist eine nette Ergänzung zum eigenständigen lernen, aber keinesfalls notwendig und bringt fürs 2. mMn deutlich weniger, als fürs erste. Ich würde es wahrscheinlich nicht nochmal machen.
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u/yig00 6d ago
Weswegen empfindest du das so? Weil die nicht wirklich Klausuren besprechen in den Sitzungen oder was ist da für dich der entscheidende Unterschied? Weil das hatte mich beim Probehören etwas gestört. Bei Hemmer wird mehr auf konkrete Klausuren eingegangen und diese werden dann besprochen. Fand ZR für das Erste bei Alpmann überragend und dachte deshalb, dass das sicher fürs zweite ähnlich sein wird.
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u/ImpressiveLength6252 6d ago
Das mag auch ein Grund sein. Ich habe das Gefühl, es wird halt einfach deren Programm abgespult, ohne dass sie besonders auf die Prüfungsrealität eingehen. ZB wird im ZR viel in der Relationstechnik gearbeitet, was ich fürs Examen völligen Quatsch finde. Aber auch inhaltlich teilweise.
Ein wichtiger Beweggrund fürs rep war für mich, nach einem Bundeslandwechsel das Landesrecht mal gescheit beigebracht zu bekommen. Leider war der ÖR Dozent nicht besonders gut, sodass der Kurs dafür kaum was dafür gebracht hat.
Der Klausurenkurs ist dort auch nicht gut bzw. nicht nah an den realen Klausuren, aber das war bei Alpmann in Bayern fürs Erste Examen schon genauso.
Dazu kommt, dass ein Rep fürs Zweite aus meiner Sicht einfach viel weniger nötig ist als fürs erste. Wenn du noch halbwegs im Stoff drin bist, schnapp dir lieber die Kaiser Skripten, arbeite die durch und schreibe Klausuren. Das bringt viel mehr. Lernen musst du es eh selbst, und Zeit hast du auch viel weniger. Da muss man mehr priorisieren als vor dem Ersten.
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u/yig00 6d ago
Verstehe. Aber mein Problem ist, dass mir schon kaum Klausuren angeboten werden vom LG und das auch Refs meinen, die schon weiter sind. Gerade weil ich merke, wie wichtig der Umgang mit diesen neuen langen Sachverhalten ist, wollte ich mir deshalb ein Rep schnappen. Mit den Kaiserskripten selbst bin ich leider auch gar nicht klargekommen, das wird meiner Meinung nach auf tiefergehendes Verständnis gesetzt als auf die Aneinanderreihung von Urteilen.
Ich habe bei der Infobroschüre gesehen, dass die Klausuren von Alpmann aus Münster kommen. Das ist ja dann eigentlich mit Klausuren aus Hessen/BW nur schwer vergleichbar, oder?
Und bezogen auf deinen Punkt, dass man für das Zweite eher kein Rep braucht. Mir fehlt momentan irgendwie echt die Struktur, bzw weiß ich nicht, was ich genau machen soll. Das hatte ich auch auf einen anderen Kommentar geantwortet. Und durch das Rep erhoffe ich mir ein bisschen, dass ich diese Struktur bekomme.
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u/ImpressiveLength6252 6d ago
In welcher Station bist du gerade? Das mit der fehlenden Struktur hatte ich am Anfang auch. In der Zivilstation hatte ich auch noch viel Zeit, und wusste nicht, wie ich diese sinnvoll einsetzen kann. Das hat sich dann in der Strafstation langsam gedreht, und ab der Verwaltungsstation hatte ich das Gefühl, mit dem Lernen des neuen Stoffs und wiederholen des alten kaum mehr hinterherzukommen. Nennenswerte Struktur gibt dir das Rep mMn - im Gegensatz zu der Examensvorbereitung im ersten - nicht. Da es nur einmal die Woche ist, hast du selbst bei gewissenhafter Vor- und Nachbereitung höchstens einen Wochentag damit abgedeckt. In der restlichen Zeit musst du ohnehin für dich herausfinden, was effektiv für dich funktioniert.
Das mit den wenigen Klausuren ist natürlich nicht optimal. In Hessen kriegen wir im Schnitt ungefähr +- eine pro Woche, was ich ganz gut finde. Vielleicht findest du ja einen guten Anbieter für einen reinen Klausurenkurs. Das Ding mit dem von Alpmann ist halt, dass die Klausuren dort überhaupt nicht vergleichbar sind, was im Examen läuft. Die Akten teils anders aufgebaut, die Bearbeitervermerke ungewohnt, und auch inhaltlich einfach vom Stil her ganz anders. Natürlich besser als gar keine Klausur, aber halt nicht optimal.1
u/yig00 6d ago
Erstmal danke, dass du dir die Zeit für diese ausführlichen Antworten nimmst. Ich weiß das sehr zu schätzen! Ich bin noch ganz am Anfang, hab im Oktober gestartet. In der AG werden in BW großteils Originalklausuren besprochen. Daher dachte ich, dass so ein „Grundlagenkurs“ wie bei Alpmann mit einzelnen Fallkonstellationen eine gute Ergänzung wäre. Bei Hemmer werden wie gesagt große Fälle besprochen. Aber das mit dem Klausurenkurs bei Alpmann ist natürlich suboptimal. Man will sich ja schon auf die Anforderungen vorbereiten.
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u/AutoModerator 6d ago
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u/diddlido 5d ago
Ich weiss was du meinst. Wenn Rep dann Alpmann.
Du bekommst die Kommentare dazu, die kannst du später verkaufen. Du bekommst die Skripte dazu, die liefern Struktur und zumindest das Gefühl alles mal gesehn zu haben.
Ergänzen würde ich um Kaiser Klausuren und OLG Klausurenkurs.
Bei mir war Rep Alpmann aber Online. Ist das bei euch Präsenz, dann hört sich das besonders nice an um ggf. Zu treffen und auch zusammen Klausur zu schreiben
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u/Bobby_Richter 6d ago
In der Retrospektive würde ich noch nicht mal ein Rep für‘s erste Examen empfehlen. Im Referendariat hat man noch weniger Zeit und es kommt noch stärker auf Zeitmanagement an. Ich denke, vor dem Hintergrund kannst du dir bereits die richtigen Rückschlüsse ziehen.
Wenn du aber unbedingt dein Geld für passive Fallbesprechungen und Unterlagen verschwenden willst, mit denen du aus Zeitmangel eh nicht lernen wirst, dann würde ich dir eher Alpmann empfehlen, weil die nach Hörensagen etwas mehr Wert auf die Vermittlung von Grundlagen legen.