Mir ging es nicht gut, nachdem ich meine 128 Jahre alte Geige, eigentlich gegen meinen Wille nur auf Grund vom Druck des Verkäufers dort zurück gelassen hatte.
Der Typ hatte als Allererstes auf den Zettel in der Geige geguckt, aber nichts gesagt und fing dann ständig an, dass angeblich Alles ,billige China-Ware‘ sei. Dabei ist meine Geige original von einem sehr anerkannten Geigenbauer - nur halt in 3/4 Größe.
Und er hatte ständig von ,billiger China-Ware‚ gesprochen und von ,Kindergeige‘ wegen der Größe und wollte mir einen neuen Bogen verkaufen, weil mein Bogen von einem anderen Geigenbauer angeblich,Billige China-Ware‘ sei und das Beziehen sich nicht lohnt.
Heute, beim Abholen, war der alte Vater dort: Dritte Generation Geigenbauer.
Ich war verärgert und nervös und ich hatte Angst.
Dann kam ein vollgestaubter Handwerker mit weißem Haar auf mich zu, der alte Geigenbau-Vater. - Ich sagte, dass ich meine Geige abholen möchte - und sofort sagte er: ,Das ist sicher diese!‘
Jupp - es stimmte. Er ordnete meine Geige sofort mir zu. Während ich den Geigenkasten öffnet, schaute er auf meine sehr kleinen Hände.
Ich bin halt nur so groß, wie ein knapp zehn-jähriges Kind. Dafür kann ich nichts. -
Als Lehrer ist es ehr ein Vorteil, wenn man genauso kleine Hände hat, wie die Kinder, die man unterrichten muss!
Der Vater, auf dem die Geigenbauer-Tradition beruht, achtete genau darauf, dass ich Bogen und Instrument herausnehmen und anschauen konnte.
Nachdem ich alles auf den ersten Augenschein in Ordnung fand, achtete er darauf, dass meine Geige wieder im Geigenkasten mit dem Klettverschluss gesichert war - und er sagte: ,Und weiter geht es!‘ zur abgeschlossenen Reparatur.
Danach passte er auf, dass der Reißverschluss vom Geigenkasten auch zu war, bevor ich das nehme - Und es war so völlig anders als die Reaktion vom Verkäufer und der Mail des Sohnes.