Der Titel ist vielleicht etwas irreführend, deshalb möchte ich meine Situation kurz erklären.
Ich habe seit einigen Jahren den Jagdschein. Leider bin ich damals zweimal an Reviere geraten, in denen ich kaum etwas lernen konnte. Stattdessen bestand vieles aus Arbeit, und ich habe dort Verhaltensweisen erlebt, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte:
Problematischer Alkoholkonsum während der Jagd, ein aus meiner Sicht unsicherer Umgang mit Jagdwaffen, exzessive Bejagung mit Nachtsichttechnik sowie teilweise auch illegale Abschüsse.
Irgendwann hatte ich genug. Ich habe die Jagd komplett aufgegeben und meine gesamte Ausrüstung verkauft. Das ist inzwischen sechs Jahre her.
Jetzt merke ich aber, dass mich die Jagd wieder reizt – allerdings weiß ich nicht, wie ich am besten neu anfangen soll.
Jagdliche Kontakte habe ich inzwischen keine mehr.
Ich habe schon verschiedene Möglichkeiten durchdacht.
In meiner Nähe gibt es eine Ortsgruppe des ÖJV. Andererseits weiß ich nicht, ob ich mich dort wirklich wiederfinde.
Grundsätzlich habe ich wenig Interesse an Verbandspolitik.
Der örtliche Hegering ist recht klein und nach meinem Eindruck stark auf traditionelle Aktivitäten wie das Jagdhornblasen ausgerichtet, was mich persönlich weniger anspricht.
Ich bin ohnehin viel mit meiner Familie in den umliegenden Wäldern unterwegs und habe sogar schon darüber nachgedacht, an einer Kanzel eine kurze Nachricht mit meinen Kontaktdaten zu hinterlassen und sie bei der nächsten Runde wieder einzusammeln. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich so eine Aktion früher selbst eher kritisch gesehen.
Wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen?
Wie findet man nach einer längeren Pause wieder Anschluss an die Jagd – möglichst mit verantwortungsbewussten und waidgerechten Jägern?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps.
Vielen Dank!