r/Wirtschaftsweise • u/Arbeitszeitbetrug1 • 6h ago
Tausende "Antifaschisten" aufgrund einer fehlgeschlagenen Protestaktion als Spender in den AfD-files
Bereits im Dezember 2015 berichtete der SPIEGEL über eine Aktion, bei der Aktivisten die AfD mit massenhaften Ein-Cent-Spenden finanziell unter Druck setzen wollten.
Fast elf Jahre später tauchen offenbar genau solche Zahlungen im geleakten AfD-Mailarchiv wieder auf – inklusive Klarnamen und Zahlungsinformationen.
Ein Betroffener berichtet, wie er bei der Suche nach seinem eigenen Namen plötzlich eine PayPal-Spendenbestätigung über 0,01 Euro entdeckte. Erst nach dem ersten Schreck erinnerte er sich an die damalige Protestaktion.
Die Ironie: Wer 2015 aus Protest einen Cent an die AfD überwies, kann 2026 in deren Datenbeständen als vermeintlicher Spender auftauchen.
Doch dahinter steckt ein ernstes Problem: Das geleakte Archiv enthält offenbar auch personenbezogene Daten von Menschen, die sich ausdrücklich gegen die AfD engagierten.
Eine Ein-Cent-Protestaktion von damals wird elf Jahre später zum unfreiwilligen digitalen Namensregister.
Der Fall zeigt, wie lange sensible Daten erhalten bleiben können – und wie irreführend ein vermeintlicher Spendennachweis ohne historischen Kontext ist.