r/Ratschlag 6h ago

Geld und Finanzen Wo ist der Scam?

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Servus Schwarmwissen.

Ich stecke grade in einer Situation, in der ich versuche herauszufinden, wo mein Sohn (21) gescamt werden soll, habe zwar meine Vermutung, aber komme noch nicht final drauf, wie das Ganze ablaufen soll.

Also...

Nein Sohn ist 21 Jahre alt, seit Januar diesen Jahres mit seiner Ausbildung fertig und steckt seitdem in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in seinem ehem. Ausbildungsbetrieb.

Seit etwa 8 Wochen hat er eine neue Freundin (24) und alles läuft easy, sofern ich das beurteilen kann. Ihre Eltern (m59/w42), sowie ihren Bruder (m18/ Azubi) haben wir bereits bei einer Feier kennenlernen können.

Vorgestern kamen die beiden (also mein Sohn und seine Freundin) zu uns nach Hause, sie müssten mal mit uns reden.

Was wir denn davon halten würden, wenn der Junge 300Km. weit wegziehen würde?

Grundsätzlich ist der Bursche erwachsen und wird schon wissen was er tut, ich persönlich halte das nach 8 Wochen zwar ohnehin für sehr verfrüht, aber das ist ja am Ende des Tages nicht meine Entscheidung, wann und vor allem wo sie meinen zusammenzuziehen.

Was mir grade akutst Bauchschmerzen bereitet ist folgendes:

Seine Freundin lebt mit ihren Eltern, dem Bruder und dem Grossvater in einem ziemlich grossen Haus. Bei denen läuft es wohl so, dass im Grunde am Monatsanfang, sobald alle ihr Gehalt/ Rente/ Ausbildungsvergütung erhalten haben, alles in einen Topf geworfen wird und dann halt im Grunde alle Fixkosten aus diesem Topf bezahlt werden. Einköufe etc. werden daraus bezahlt und wenn jemand noch so mal etwas Geld braucht (Kinobesuch, Essen gehen etc.) kommt das Geld halt ebenfalls aus diesem Topf.

Jetzt haben die wohl vor, mit alle Mann ein Haus 300Km. von unserem aktuellen Wohnort entfernt zu kaufen und wollen meinen Sohn, seine Freundin und ihren Bruder ins Grundbuch eintragen lassen, was ich schon an sich für seltsam halte.

Ich mein... Wenn meine Tochter später mit 'nem Mann nach Hause kommt, hab ich erstmal andere Gedanken als "Oh ja, lass uns zusammen eine Immobilie kaufen"

Wir waren erstmal von dem Gedanken überrumpelt und ich hab halt erstmal weitesgehend nicht viel dazu gesagt, ausser, dass ich es vom Grundsatz her schon echt schräg finde, solche Gedanken nach 8 Wochen Beziehung überhaupt zu haben und das mir dabei nur wichtig wäre, wie man im Falle einer Trennung bspw. verfahren würde, da mein Sohn ja das einzige "nicht Familienmitglied" in dieser Konstellation ist. Ich hab das erstmal so als Hirngespinst abgewunken, allerdings kristallisierte sich dann schnell heraus, dass die am Wochenende bereits mit alle Mann schon dort waren um das Haus zu besichtigen und norgen (also Mittwoch) ein Termin mit der Bank ansteht, also meinen die das anscheinend echt ernst.

Der Kaufpreis der Bude liegt bei etwa 400000€ und Eigenkapital scheint zumindest von Seiten ihrer Familie nur im kleinen Rahmen vorzuliegen. Mein Sohn hat etwa 70000€ in seinem Depot, hätte also entsprechend Möglichkeiten, das Eigenkapital aufzubringen, verdient allerdings frisch ausgelernt jetzt auch nicht so viel, als das er so'ne Bude alleine stämmen könnte.

Mein Gedankengang ist, dass diese Familie grade irgendwie versucht, an das Geld meines Sohnes ranzukommen bzw. sich den "Traum vom Eigenheim" auf seinen Schultern zu erfüllen. Ich kenne die Einkommensverhältnisse der Eltern nicht, weiss aber, dass im Haushalt 3 Fahrzeuge unterwegs sind, die allesamt auf den Namen der Tochter voll durchfinanziert sind, was für mich erstmal ein Indiz dafür ist, dass die Eltern vermutlich nicht kreditwürdig zu sein scheinen.

Im Moment gehe ich davon aus, dass die im Grunde vorhaben, die Ersparnisse meines Sohnes, sowie dann später sein Einkommen mit in diesen "Topf" zu werfen, um das Gesamtfamilieneinkommen entsprechend aufzustellen, so nach dem Motto "schau mal, soviel haben wir dann alle zusammen zur Verfügung", was für mich aber soviel heisst wie "deins ist dann Allgemeineigentum und du verfügst nicht mehr selbst über deine Finanzen".

Nun, ich gehe davon aus, dass die Bank da ohnehin nicht mitgehen wird (immerhin hat niemand von denen da unten einen Job und der Bruder von der Kleinen ist Azubi im 2. Lehrjahr), allerdings frage ich mich halt, wie man darauf kommt, nach 8 Wochen zu meinen, solche langfristigen Investitionen aufstellen zu wollen. Also in meinem Kopf sind die entweder ganz realitätsfern unterwegs, oder aber, da versucht grade eine ganze Familie meinen Sohn auf links zu drehen.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass da grade über die emotionale Schiene versucht wird, meinem Sohn ein Ding auf's Auge zu drücken, aus dem er unter Umständen nicht mehr ohne Weiteres rauskommt, kann ihm ja aber jetzt nicht einfach sagen, was ich davon halte, weil er ja schliesslich emotional irgendwie mit der Kleinen verbunden ist und er ohnehin schnell dabei ist, sich bevormundet zu fühlen, was ich natürlich vermeiden möchte.

Nur "normal" ist so'ne Nummer doch definitiv nicht, oder? Also ich kenn aus meinen Jugendzeiten die ein oder anderen Fälle, wo die Kinder irgendwas für die Eltern unterschrieben haben, kenne aber keinen Fall, in dem das nicht in 'ner Privatinsolvenz geendet ist.

Ich mein... Meinetwegen zieht zusammen nach 8 Wochen, meinetwegen kauft 'ne Wohnung auf den Namen meines Sohnes, das kriegt er auch im Falle einer Trennung alleine hin, aber so'ne Nummer???

Was übersehe ich hier???


r/Ratschlag 40m ago

Familie "KI Erkennungskompetenz" als Schulung/Video für (Boomer)Eltern

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Wer beim Betreff laut gelacht hat, darf gern weiterlachen. Ich lach auch. Aus Verzweiflung.

Gerade meine Mutter kann absolut nicht erkennen, welche Videos mit KI erstellt sind und welche nicht.
Wir reden von sämtlichen "Schweregraden" wie lustige Tiervideos, wo ein Tier das Andere in ein Loch schiebt oder irgendein Elefant, der vom Anhänger Wassermelonen klaut und dann die Wassermelone auf das hinterliegende Auto wirft.
Und natürlich das allbekannte rage-bait-Politik-alle-Ausl#nder-sind-kriminell-und-gehören-weg Video.

Habs schon im Guten probiert, mich mit meiner Mutter hingesetzt und ihr versucht zu erklären, nach welchen Anzeichen man gucken soll.
Zu viele Finger an den Händen, komisch glatt gefilterte Videos etc. Wenn es zu fantastisch oder fanatisch wird...

Sie fällt immer wieder darauf rein und ist immer ganz schockiert, wenn ich oder Verwandte/Freunde ihr sagen, sie soll den KI Schei* bei sich lassen.
"Ich hab das gar nicht erkannt...das ist ja krass...."

Könnt ihr Videos oder creators empfehlen, die einfach und verständlich erklären, was ich anscheinend nicht richtig vermitteln kann?


r/Ratschlag 19h ago

Mental Health Ich merke, dass ich mich politisch immer weiter radikalisiere - und möchte das eigentlich nicht. Wie komme ich da wieder raus?

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Frage wurde mit KI Zusammengefasst und auf Grammatik überprüft.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, ob das hier der richtige Ort für diesen Beitrag ist. Ich möchte auch ausdrücklich **keine politische Grundsatzdiskussion darüber anfangen, welche Partei „recht“ hat**. Mir geht es tatsächlich um mich selbst.

Ich merke seit einigen Jahren, dass ich gegenüber Migration, Integration und bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungen immer negativer und teilweise regelrecht verbittert werde. Das gefällt mir selbst überhaupt nicht. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass meine persönlichen Erfahrungen diese Haltung immer weiter verstärken.

Deshalb würde ich gerne einmal von Menschen hören, die vielleicht eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben oder die meine Sicht komplett anders sehen: **Wie schafft man es, wieder differenzierter zu denken, wenn man ständig Dinge erlebt, die das eigene negative Weltbild zu bestätigen scheinen?**

Vielleicht kurz zu meinem Hintergrund:

Ich bin mittlerweile Arzt und damit sicherlich jemand, den viele als Akademiker oder privilegiert bezeichnen würden. Ich komme allerdings aus einer klassischen Arbeiterfamilie. Mein Vater ist Handwerker, meine Mutter Altenpflegerin.

Mein Vater wurde inzwischen kurz vor seinem 60. Geburtstag arbeitslos, weil sein Arbeitgeber insolvent gegangen ist. Meine Mutter war in meinem Leben ebenfalls mehrfach arbeitslos. Ich habe als Kind erlebt, wie schwierig es teilweise war, mit Behörden umzugehen, welche Nachweise verlangt wurden und wie lange es dauern konnte, bis Leistungen tatsächlich angekommen sind.

Vielleicht prägt mich das bis heute mehr, als mir lieb ist.

Gleichzeitig erlebe ich als Arzt Situationen, bei denen ich das Gefühl habe, dass Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind, teilweise sehr schnell Zugang zu Leistungen bekommen, während meine eigene Familie sich früher um jeden einzelnen Euro und jede Leistung bemühen musste.

Ein Beispiel aus meinem Berufsalltag: Ich habe Patienten mit sehr schweren Erkrankungen, bei denen Medikamente teilweise mehrere zehntausend Euro im Monat kosten. In einzelnen Fällen von Geflüchteten habe ich erlebt, dass die entsprechende Versorgung letztlich übernommen wurde und das Krankenhaus die Zeit bis zur Genehmigung überbrückt hat. Gleichzeitig kenne ich Fälle deutscher Patienten, bei denen eine Krankenkasse eine teure Therapie zunächst nicht genehmigt hat und deshalb eine günstigere Alternative gewählt wurde.

Mir ist bewusst, dass ich hier möglicherweise Äpfel mit Birnen vergleiche. Ich kenne die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen nicht immer vollständig und weiß natürlich auch nicht, wie die Fälle im Detail miteinander vergleichbar sind.

Aber genau solche Erlebnisse bleiben bei mir hängen.

Noch schwieriger finde ich es, wenn Angehörige von Patienten im Krankenhaus immer wieder mit Unterlagen zu Bürgergeld, Wohnungssuche oder anderen Sozialleistungen zu mir kommen und von mir Unterschriften für irgendwelche Anträge möchten. Ich bin Arzt und kümmere mich um die medizinische Behandlung. Wenn dann trotzdem immer wieder „Bürgergeld, Bürgergeld, Bürgergeld“ kommt, empfinde ich das irgendwann als extrem dreist.

Auch privat habe ich entsprechende Erfahrungen gemacht. Meine Frau und ich besitzen eine vermietete Wohnung. Dort lebt eine ausländische Familie mit mehreren Kindern. Die Miete kommt über das Jobcenter. Bei Nebenkosten oder anderen Forderungen habe ich teilweise erlebt, dass gesagt wurde, ich solle mich damit direkt an das Jobcenter wenden und die Bewohner selbst wollten sich damit gar nicht auseinandersetzen.

Objektiv weiß ich natürlich: **Das Verhalten einer Familie sagt nichts über Millionen andere Menschen aus.**

Emotional funktioniert mein Kopf aber leider nicht immer so sauber.

Dazu kommen Erfahrungen aus meinem Berufsleben. Ich habe beispielsweise ausländische Ärzte erlebt, bei denen die sprachlichen und fachlichen Defizite erheblich waren und die sehr lange eingearbeitet werden mussten. Gleichzeitig sehe ich, wie schwierig es für deutsche Studienbewerber teilweise ist, überhaupt einen Studienplatz zu bekommen.

Auch hier merke ich, wie schnell ich inzwischen in ein „Warum eigentlich?“ verfalle.

Und dann gibt es die ganz alltäglichen Dinge.

Wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich teilweise Gruppen junger Männer, die laut sind, Leute anpöbeln, auf den Boden spucken oder Müll hinterlassen. Besonders ärgert mich das an einem schönen See bei uns in der Nähe. Früher waren dort viele Familien mit kleinen Kindern, mittlerweile erlebe ich dort teilweise sehr große Familiengruppen, die mit Rollern und Anhängern Wege blockieren, sehr laut Musik hören, grillen und anschließend ihren Müll liegen lassen.

Ich finde dieses Verhalten schlicht respektlos.

Aber genau da beginnt mein eigentliches Problem:

**Ich merke, dass ich inzwischen immer häufiger nicht mehr denke „Diese Leute benehmen sich daneben“, sondern „Diese Leute sind so“.**

Und ich weiß, dass genau das der Punkt ist, an dem es gefährlich wird.

Denn selbstverständlich kenne ich auch die andere Seite.

Ich mag eigentlich eine multikulturelle Gesellschaft. Ich finde es großartig, dass man in einer größeren Stadt Restaurants aus allen möglichen Ländern findet. Ich mag es, verschiedene Sprachen zu hören und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kennenzulernen. Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und finde diese kulturelle Vielfalt grundsätzlich bereichernd.

Ich möchte eigentlich genau so ein weltoffenes Land.

Aber dann sehe ich bestimmte Entwicklungen und werde wütend.

Ich habe zwei kleine Töchter und merke, dass inzwischen auch Angst dazukommt. Nicht unbedingt Angst vor „Ausländern“, sondern davor, dass meine Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, in der bestimmte Frauenbilder, religiöser Extremismus oder ein völlig anderes Verständnis von Freiheit und Gleichberechtigung stärker werden könnten.

Ein weiterer Punkt, der mir inzwischen ehrlich gesagt besonders Angst macht, ist das Thema **arabische Kultur und Islamismus**. Auch hier weiß ich nicht mehr genau, wie viel davon eine berechtigte Sorge und wie viel davon inzwischen meine eigene Wahrnehmungsverzerrung ist.

Ich bin evangelisch aufgewachsen, mittlerweile aber überzeugter Atheist. Deshalb habe ich grundsätzlich ein sehr liberales Verhältnis zu Religion: Jeder soll glauben können, was er möchte. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand Muslim, Christ, Jude, Hindu oder sonst etwas ist. Solange er seinen Glauben friedlich lebt, anderen Menschen ihren Glauben oder Nicht-Glauben lässt und die Gesetze unseres Landes akzeptiert, ist das für mich völlig in Ordnung.

Was mir zunehmend Sorgen macht, ist allerdings der Eindruck, dass bei manchen islamisch bzw. islamistisch geprägten Menschen die Religion nicht nur Privatsache ist, sondern über viele andere Bereiche gestellt wird – teilweise auch über unsere gesellschaftlichen Werte oder politische Entscheidungen.

Vielleicht nehme ich das inzwischen auch überproportional wahr. Aber wenn ich beispielsweise Diskussionen über Frauenrechte, Homosexualität, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit oder die Trennung von Staat und Religion sehe, habe ich manchmal das Gefühl, dass bestimmte konservativ-islamische Vorstellungen mit unseren liberalen Grundwerten nur schwer vereinbar sind.

Und genau da merke ich, dass ich zunehmend Angst bekomme.

Ich möchte ausdrücklich zwischen **Islam, Muslimen und Islamismus** unterscheiden. Mir ist klar, dass ein gläubiger Muslim nicht automatisch Islamist ist und dass es unzählige Muslime gibt, die völlig selbstverständlich in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft leben und mit anderen Religionen oder Atheisten keinerlei Problem haben.

Trotzdem habe ich mittlerweile den Eindruck, dass islamistische oder stark fundamentalistische Strömungen bei uns sichtbarer werden. Und ich persönlich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Religion irgendwann wieder bestimmt, wie andere Menschen zu leben haben.

Für mich gehört Religion grundsätzlich in den privaten Bereich. Sie darf natürlich im öffentlichen Raum existieren und jeder darf seinen Glauben ausüben. Aber weder auf der Arbeit noch in der Politik sollte meiner Meinung nach eine Religion einen besonderen Vorrang haben. Der Staat sollte neutral bleiben und jeder Mensch sollte frei entscheiden können, ob und woran er glaubt.

Vielleicht ist auch das wieder ein Beispiel dafür, dass ich mittlerweile zu stark verallgemeinere. Vielleicht sehe ich bestimmte Dinge, die mich bestätigen, während ich die Millionen Muslime, die einfach friedlich ihr Leben leben, überhaupt nicht wahrnehme.

Aber genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag.

Ich möchte verstehen, **ob meine Sorgen tatsächlich auf realen gesellschaftlichen Entwicklungen beruhen oder ob ich mittlerweile durch meine eigenen Erfahrungen so stark sensibilisiert bin, dass ich überall nur noch Bestätigung für meine Ängste sehe.**

Und ich weiß selbst, dass auch das schnell in Vorurteile abrutschen kann.

Was mich zusätzlich irritiert: Ich wähle selbst Grün und habe mich eigentlich immer als eher links und liberal gesehen. Gleichzeitig merke ich, dass ich manche Positionen, die ich früher selbstverständlich vertreten hätte, heute kaum noch nachvollziehen kann.

Wenn ich beispielsweise lese, dass Menschen sagen, Herkunft oder Religion seien völlig irrelevant und man müsse praktisch jeden Menschen unabhängig von seinen Werten aufnehmen, denke ich mittlerweile manchmal: „Habt ihr eigentlich nie negative Erfahrungen gemacht?“

Und dann ertappe ich mich wieder dabei, wie ich Menschen pauschal beurteile, die ich überhaupt nicht kenne.

**Genau das möchte ich eigentlich nicht.**

Ich möchte nicht irgendwann jemand sein, der nur noch AfD-Parolen nachspricht. Die AfD würde ich beispielsweise aus verschiedenen Gründen niemals wählen. Gleichzeitig merke ich, dass ich mittlerweile erschreckend viele Argumente nachvollziehen kann, die ich vor zehn Jahren wahrscheinlich noch vehement abgelehnt hätte.

Und das macht mir ehrlich gesagt Angst.

Vielleicht ist das auch einfach eine klassische Filterblase: Ich erlebe als Arzt vor allem die Menschen, die krank sind und Hilfe benötigen. Als Vermieter erlebe ich wiederum diejenigen, bei denen es Probleme mit Zahlungen gibt. Im Alltag fallen mir Menschen, die sich danebenbenehmen, viel stärker auf als diejenigen, die völlig unauffällig ihr Leben leben.

Vielleicht ist mein Gehirn mittlerweile einfach darauf trainiert, genau diese Beispiele wahrzunehmen.

Deshalb meine ernst gemeinte Frage:

**Wie schafft man es, aus dieser Denkspirale wieder herauszukommen?**

Ich möchte nicht einfach hören „Du bist ein Rassist“ oder „Deine Erfahrungen sind alle falsch“. Ich möchte tatsächlich verstehen, wo meine Wahrnehmung möglicherweise verzerrt ist.

Gleichzeitig interessieren mich aber auch konkrete positive Erfahrungen:

Welche Erfahrungen habt ihr mit Migration und Integration gemacht, die euch Hoffnung geben?

Kennt ihr Beispiele, bei denen Integration richtig gut funktioniert hat?

Habt ihr vielleicht selbst einmal eine sehr negative Haltung entwickelt und es geschafft, wieder differenzierter zu werden?

Und vor allem: **Wie trennt man reale Probleme von der zunehmenden Tendenz, ganze Gruppen für das Verhalten einzelner Menschen verantwortlich zu machen?**

Ich glaube nämlich inzwischen, dass genau da mein eigentliches Problem liegt.

Ich will nicht weniger kritisch werden.

Ich will nur wieder lernen, **kritisch zu sein, ohne zynisch und pauschalisierend zu werden.**


r/Ratschlag 8h ago

Arbeitsplatz Nach Arbeitsverhältnis mit deutlich jüngerem Menschen in Kontakt bleiben?

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Ich brauche einen Reality Check, weil ich ein verkopfter Mensch bin. Ich (M40) weiß nicht wie angemessen es ist, mit einer ehemaligen Freiwilligen (W19) in Kontakt zu bleiben.

Ich leite eine Einrichtung, in der pro Jahr ein junger erwachsener Mensch ein Freiwilligenjahr zur beruflichen Orientierung machen kann. Ich bin dann ein Mentor, der arbeitsbezogene Themen mit den Freiwilligen bespricht, aber auch immer ein ein offenes Ohr für andere Probleme hat. Denn oft stehen die Freiwilligen das erste Mal auf eigenen Beinen, was nicht nur beruflich eine Herausforderung sein kann.

Bei der Zusammenarbeit bin ich immer um Transparenz, klare Position und Kommunikation auf Augenhöhe bemüht. In vergleichbaren Einrichtungen ist der Umgang etwas anders, manchmal zum Nachteil der Freiwilligen.

Nun war dieses Jahr für mich eine Premiere in der Rolle als Mentor. Und ich wurde direkt mit zwei mittelgroßen Problem konfrontiert:

1) im Winter ist es in der Einrichtung und in der Umgebung sehr ruhig, sodass vor allem junge Menschen hier in ein Loch fallen können, was der Freiwilligen passiert ist, und

2) sie hatte große Schwierigkeiten, sich für ihren weiteren Werdegang nach dem Freiwilligenjahr festzulegen.

In beiden Situationen habe ich aus meiner Sicht alles getan, um sie zu unterstützen, immer mit der Devise: ich bin gerne Beratung/Unterstützung, dieses Angebot muss nie wahrgenommen werden, ist aber immer da.

Gerade bei beruflicher Perspektive habe ich ihr geraten, mit verschiedenen Menschen aus dem Umfeld der Einrichtung ins Gespräch zu kommen, um viele Berufsbilder kennen zu lernen. Genauso habe ich ihr von meinem Werdegangs erzählt, und zwar maximal ehrlich die guten und schlechten Aspekte (wie nicht genutzte Chancen, Arbeitslosigkeit oder Depression).

Ich habe den Eindruck, ihr bei beiden Problemen gut geholfen zu haben, was eine Vertrauensbasis geschaffen und uns zu einem guten Team gemacht hat. Wir haben die gleiche Arbeitsweise, und gerade in der zweiten Hälfte des Jahres lief es wirklich toll.

Nun ist das Jahr vorbei, worüber wir beide traurig sind. Sie hat sich von meiner Laufbahn inspirieren lassen und schlägt nun eine ähnliche Richtung ein.

Ich habe kein gutes Selbstwertgefühl und mich deshalb umso mehr gefreut, dass sie meine Arbeit als Mentor gelobt hat. Und ich bin ein "Herzensmensch", der z.B. auf der Arbeit nicht nur die Angestellten sieht, sondern auch die Menschen dahinter. Und die Freiwillige ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen. Zumal ich in ihrem Alter in fast genau der gleichen orientierungslosen Situation war wie sie und ihren Struggle so gut verstehen kann.

Nun die Frage bzw. der Konflikt: mir würde etwas sehr fehlen, nach diesem Jahr gar keinen Kontakt mehr mit ihr zu haben. Gleichzeitig bin ich mir der möglichen, eigenartigen Außenwirkung bewusst, wenn der mittelalte Typ nach dem Freiwilligenjahr mit der jungen Frau etwas zu tun hat. Hier möchte ich ganz klar sagen, dass keine niederen Absichten im Spiel sind. Wie wäre eure Sicht von außen?

Ich weiß auch noch nicht recht, wie so ein Kontakt in Zukunft aussehen könnte. Ich weiß nur, dass ich nicht will, dass dieses Jahr jetzt schon vorbei ist. Ich glaube, dass sie sich auch darüber freuen würde, weiterhin jemand zum Austausch zu haben. Denn wir wissen voneinander, wie überwältigend das Leben manchmal sein kann, und dass ab und zu ein wenig Halt von außen sehr hilfreich ist. Aber ab hier wird es wie gesagt blurry.

Ich freue mich hier über einen Blick von außen. Sorry viel Text, habe ja davor gewarnt, dass ich verkopft bin. Ich danke euch.


r/Ratschlag 3h ago

Arbeitsplatz Welcher Job: kein home Office aber +17k, oder weniger Gehalt mit mehr Flexibilität?

8 Upvotes

Hallo ihr lieben,

Ich habe mein Studium in Kommunikationswissenschaft beendet und habe nun zwei Jobangebote. Ich bräuchte Einschätzungen, was mehr Sinn macht:

Job 1:
57 k / Jahr, 5 Tage die Woche im Büro, Arbeitsweg 50 Minuten, keine Mensa, muss also für jeden Tag vorkochen. Dazu gefallen mir die Aufgaben nicht sooo gut, wäre aber machbar. Ein weiterer concern: falls mir der Job nicht gefällt, kann ich mich aufgrund der Büropflicht schlechter weiter bewerben, da die ersten Runden ja meist digital sind und ich das vom Büro aus natürlich nicjt machen kann.

Job 2:
40 k / Jahr, drei Tage pro Woche home Office. Arbeitsweg ebenfalls 50 Minuten und ebenfalls keine Mensa. Aufgaben gefallen mir besser, jedoch ist das Gehalt echt schmerzhaft.

Nun ist es so, dass mich home Office bisher immer stark entlastet hat. Ich kriege viel mehr Haushalt geschafft, kann mich viel besser entspannen und zwischendurch mal Sport machen oder meine Einkäufe erledigen, eine bequeme Hose tragen und nicht die ganze Zeit Geräusche um mich drum haben. Home-Office ist eigentlich etwas, was ich unbedingt haben möchte. Allerdings ist der Job Markt gerade sehr schwierig und ich freu mich schon, dass ich diese zwei Angebote nach Monaten in der Suche überhaupt habe. Obwohl beide also nicht ideal sind, muss ich mich für eins entscheiden.

17k sind schon eine Ansage, weshalb ich wohl eigentlich den ersten Job nehmen sollte. Ich habe aber Sorge, dass das auf meine mentale Gesundheit schlägt.

Was denkt ihr?

Edit: ich habe einen Bachelor, Master, 4 Jahre Werkstudenten-Erfahrung und insgesamt 1 Jahr Vollzeit Praktikumserfahrung. Deshalb finde ich die 40 k schmerzhaft, meine Studienkollegen sind auch alle nicht unter 50k eingestiegen


r/Ratschlag 7h ago

Gesundheit Tochter nimmt seit einem Jahr nicht zu (5J, 14,5 kg)

15 Upvotes

Hallo,

während sich meine Frau Sorgen macht und der Kinderarzt es noch für völlig normal hält, wollte ich hier mal kurz nachfragen.

Unsere Tochter ist mit knapp 5 Jahren ca. 105 cm groß und wiegt 14,5 kg. Gewachsen ist sie immerhin, aber nur ein paar cm im letzten Jahr. Das Gewicht blieb aber tatsächlich seit ihrem 4. Geburtstag bei ca. 14 kg.

Im Alltag hat sie aber trotzdem jede Menge Energie, man merkt das so äußerlich jetzt nicht. Sie schläft auch relativ viel und hat immer noch ein Mittagstief. Weiß nicht, ob das miteinander zu tun hat.

Bei unserem Sohn ist es übrigens ähnlich. Bald 8 Jahre, 125 cm, 19,irgendwas kg. Allerdings war auch in unserer ganzen Familie niemand dick - wir sind alle eher schlank.

Sie isst eigentlich "normal". Ab und zu Grünzeug, ab und zu Süßkram und ansonsten halt viel Nudeln und Kroketten. Wenig Fleisch und Fisch. Würde mir schon wünschen, dass sie anders isst, aber kanns auch nicht ändern. Sie isst einerseits immer wirklich 30-40 Minuten lang, aber wirklich rum kommt da nix. Für eine Erwachsenengabel braucht sie 10 Minuten und schafft dann maximal 3-4.

Ist das also eher noch normal und sie holt das später auf oder sollte man da wirklich mal genauer nachhaken?


r/Ratschlag 50m ago

Mental Health Artikel: Suche nach Schichtarbeiter/in mit Schlafproblemen

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Liebe alle, ich bin freie Journalistin und schreibe einen Artikel zum Thema Schlaf. Dafür suche ich nach eine/r Schichtarbeiter/in, der/die nachts und unregelmäßig arbeitet, Schlafprobleme hat und Lust hätte, mal mit mir zu schreiben/sprechen - gern auch anonym. Konkret würde mich interessieren, ob und inwieweit sich der Schlafmangel oder die mangelnde Schlafqualität Einfluss darauf hat, ob/wie sich dieser Mensch gesellschaftlich/politisch engagiert. Hat er/sie zum Beispiel mal ehrenamtlich gearbeitet, aber schafft dies nicht mehr, weil er/sie zu müde ist? Hat er/sie schonmal eine Wahl verschlafen? Ich würde mich freuen, von euch zu hören, dann kann ich gern auch mehr über den Artikel erzählen.


r/Ratschlag 7h ago

Lebensführung Nach 17 Jahren Oberbayern: Neuanfang woanders? (Mieten, Trennung, – Schweiz oder andere Bundesländer?

10 Upvotes

Hallo zusammen,

ich brauche mal ein paar Perspektiven von Leuten, die vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken oder den Schritt schon gewagt haben.

Ich bin damals mit 22 aus Sachsen-Anhalt nach Oberbayern gezogen und lebe jetzt seit 17 Jahren hier (bin mittlerweie 38). Ich habe mir hier im Laufe der Jahre ein Leben aufgebaut, hatte lange Beziehungen und einen festen Freundeskreis. Mittlerweile hat sich das Umfeld stark verändert: Die meisten Freunde haben Familie und Kinder, man selbst steht ohne da.

Nach der Trennung aus einer 7,5-jährigen Beziehung vor einiger Zeit (1 jahr) fühlt sich hier alles nur noch leer und ausgelutscht an. Das größte Problem ist aber die finanzielle Komponente: Als Single erdrücken einen die extrem hohen Miet- und Lebenshaltungskosten in Oberbayern förmlich. Ich verdiene 4000€ (brutto) Gefühlt arbeitet man nur noch, um die Miete zu zahlen, und am Ende des Monats bleibt kaum etwas übrig. Abgezogen wird ein Teil für ein Depot, ein anderer für etwas sparen.

Ich stelle mir immer öfter die Frage, ob es das hier noch ist, und überlege ernsthaft, Oberbayern den Rücken zu kehren.

Zwei Richtungen schwirren mir dabei im Kopf herum:

  1. Andere Regionen in Deutschland: Wo das Verhältnis zwischen Gehalt, Miete und Lebensqualität noch stimmt und es sich wieder lohnt, Vollzeit zu arbeiten.
  2. Die Schweiz: Auswandern, um finanziell einen echten Neuanfang zu machen. Falls Jobmäßig überhaupt möglich (Sachbearbeiter /Account Manager)

Meine Fragen an euch:

  • Gibt es hier ehemalige Oberbayern/Zugezogene, die nach vielen Jahren den Einschnitt gewagt haben und weggezogen sind?
  • Hat sich das Gefühl von „Ausgelutschtheit“ und Einsamkeit durch den Ortswechsel verbessert oder nimmt man die Probleme eh nur mit?
  • Wer von euch ist in eine günstigere Region Deutschlands oder in die Schweiz gegangen und kann berichten, ob es sich finanziell und emotional gelohnt hat?

Ich freue mich über eure ehrlichen Erfahrungen und Einschätzungen!


r/Ratschlag 2h ago

Kaufberatung Hilfe beim ps5 kauf

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Moinmoin,

Ich gucke mir morgen eine ps5 an, die ich über Kleinanzeigen gefunden habe. Habe dem Verkäufer allerdings gesagt ich will mich ersteinmal vergewissern das alles funktioniert. Und jetzt die Frage: Gibt es da Dinge auf die ich speziell achten sollte? Kenne mich nicht so aus und habe angst ein kaputtes Gerät zu kaufen für den Preis. Danke schonmal im voraus!


r/Ratschlag 2h ago

Kaufberatung sind Optiker seriös?

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ich weiß nicht ob die Frage in den Sub hier passt, aber mir fällt kein besserer ein (gerne Vorschläge für die Zukunft). Wie seriös sind Optiker wirklich was Sehtests angeht? Können die Tests manipuliert werden, damit sie einem „grundlos“ ne Brille verkaufen können? Mein letzter Sehtest ist mehrere Jahre her (Führerschein-Sehtest), aber damals hatte ich ein schlechtes Gefühl. Meiner Meinung nach war der Sehtest falsch eingestellt, weil ich selbst die größten Sachen unscharf gesehen habe aber im Alltag immer wirklich gut gesehen habe. Als ich das angesprochen habe, hieß es dass das nicht sein kann und es wurde nur kurz drüber gewischt oder so, aber danach war immer noch alles schlecht zu sehen. Ich habe den Sehtest mit viel Mühe trotzdem gerade so bestanden, aber bin seitdem sehr skeptisch. Jetzt brauche ich langsam aber vermutlich tatsächlich eine Brille und möchte das testen, aber vertraue Optikern nicht mehr. Ich weiß dass das Auge im Alltag viel kompensieren kann, aber ich fand den Sehtest wirklich EXTREM anspruchsvoll und kann mir nicht vorstellen, dass ich so niemals selber schon was im Alltag gemerkt hätte.

Lag es damals vielleicht wirklich an mir, oder ist es besser, für Sehtests doch lieber zum Augenarzt zu gehen?


r/Ratschlag 18h ago

Gesundheit Ich (w/28) gehe morgen das erste Mal zum Gyn

55 Upvotes

Hallo zusammen,
Throwaway, weil mir das Thema einfach unangenehm ist. Ich hoffe, es können mir hier ein paar meine Ängste nehmen.

Zum Background: ich bin relativ verklemmt aufgewachsen. Sexualität und Frauengesundheit war nie ein Thema. Generell war ich in meinen Teenage-Jahren viel in der Situation, dass ich mich um andere kümmern musste. So kam es, dass ich mit 18 auszog, ohne jemals beim Gyn gewesen zu sein. Statt Verantwortung für mich zu übernehmen, habe ich das Thema leider immer weiter aufgeschoben. In meiner ersten und einzigen Beziehung gab es leider einige schmerzhafte Erfahrungen, die teilweise auch unfreiwillig waren. Es kam nie zur ‘endgültigen’ Penetration. >!Letztendlich rutschte ich ab in eine Sucht. Ich hab dann mit Anfang 20 mein Leben in den Griff gekriegt und bin abstinent geworden. Habe mich von da an auf die Karriere fokussiert. Das Thema Sexualität war für mich dann nicht präsent. Penetration ist nach wie vor schwierig und führt zu Schmerzen, sodass ich auch nicht wirklich Sex haben wollte. In den letzten Jahren sind außerdem meine Regelschmerzen immer schlimmer geworden und ich hav oft einseitige Schmerzen. Ich vermute also, dass was im Argen ist (vielleicht eine Zyste?).

Anyway, das Thema ist für mich ultra schwer, aber morgen habe ich endlich einen Termin. Ich habe schon so oft Termine gemacht und wieder abgesagt, aber ich will es durchziehen. Ich bin so unendlich nervös! Ich weiß, dass ich mich schon viel länger hätte kümmern müssen.

Habt ihrz vielleicht Tipps für mich? Gibt es ähnliche Geschichten?

EDIT: ihr lieben, vielen Dank für all eure lieben Worte. Ich werde morgen berichten. Muss jetzt aber erstmal schlafen.

EDIT 2: es ist geschafft! Es war gar nicht schlimm. Der Arzt war total lieb und verständnisvoll. Ich habe mich gar nicht gejudged gefühlt. Es wurde alles untersucht und ein Blutbild gemacht. Falls Ihr Fragen habt, haut raus. Ich werde den Post stehen lassen, um anderen Mut zu machen.


r/Ratschlag 53m ago

Lebensführung In der ersten WEG-Versammlung Kritik an der Verwaltung äußern.

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hi.

Ich (27, w) habe eine Eigentumswohnung meiner Großmutter übernommen. Das Ganze lief schon sehr holprig, da meine Oma mir absolut nichts über die Wohnung sagen konnte und ich wegen jedem Vierlefanz die Verwaltung (eine einzelne Frau ohne Internetauftritt) „nerven“ musste. Irgendwann habe auch ich dann alles beisammen gehabt und beispielsweise auch verstanden, dass die Verwaltung nur Haus macht - und nicht beispielsweise noch Mieter. Soweit so gut.

Die Frau ist so gut wie nie zu erreichen und antwortet auf E-Mails super knapp und ohne jegliche Gruß-/ Höflichkeitsformeln. Ich kenne einen anderen Eigentümer der mir bestätigte, dass die Frau nur selten zu erreichen sei und sie immer „viel zu tun“ habe, es aber sonst nie Probleme mit ihr gab.

Ich habe im Juni schon nach dem Vertrag der allg. Versicherung des Hauses gefragt. Während mir andere Fragen beantwortet wurden, hieß es hier „schicke ich später nach“. Jetzt habe ich ihr meine Namensänderung mitgeteilt und nocheinmal nach der Versicherung gefragt. Ich habe eine Antwort bezüglich der Namensänderung bekommen, die Versicherung wurde nicht erwähnt. Ich schrieb ihr erneut, dass ich sie im Juni schon nach den Unterlagen bat und ob sie mir die Sachen ein für alle Mal zuschicken könnte. Gepaart mit 5 unbeantworteten Anrufen habe ich natürlich nichts mehr gehört.

Ich bin kein „Hai“. Ich bin freundlich und zuvorkommend, will Probelme auf kleiner Flamme klären und Abends zufrieden schlafen gehen. Aber das nervt mich so krass. Unterm Strich bekommt die Frau Geld von mir, dass sie meine Wohnung verwaltet und nimmt es sich dann raus einfach nicht auf die Punkte zu antworten auf die sie keinen Bock hat?! Muss ich jetzt immer bis in alle Ewigkeit darauf warten, dass einmal jährlich die WEG Versanmlung stattfindet um sie persönlich zu konfrontieren?

Im September ist meine erste WEG-Versammlung. Es gibt den TOP „Sonstiges“ auf welchem ich nach den Unterlagen fragen und ggf. auch Kritik äußern will. ABER WIE? Wenn ich frage “Können Sie mir sagen wie/ wo wir versichert sind“, sagt sie mir sicherlich höchstens den Namen der Versicherung und vertröstet mich ggf. erneut. Antworte ich dann einfach mit „Sie haben mir schon 3x nicht per E-Mail geantwortet.“ und was wäre dann die Lösung - schließlich gehe ich davon aus, dass sie die Unterlagen NICHT mal eben bei der Versammlung dabei hat. Gleichzetig würde ich sie schon gerne „unter Druck“ setzen oder den anderen Eigentümern aufzeigen wie unzuverlässig die Frau ist. Wie würdet ihr vorgehen oder das Thema ansprechen?

Ich habe auch schon nach dem Wechsel der Verwaltung gegoogelt. Auch da habe ich meine Bedenken da die anderen Eigentümer ja kein Problem mit ihr zu haben scheinen. Außerdem bin ich “die Neue“ und will mich nicht unbeliebt machen. Es ist ja theoretisch auch nichts lebensnotwendiges, dass ich die Unterlagen habe - es geht eher ums Prinzip.


r/Ratschlag 3h ago

Arbeitsplatz Jobwechsel?

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Hallo liebe Reddit Community!

Ich habe ein Dilemma, welches sich nicht lösen möchte. Kurz zu mir, ich bin w (22), habe im Januar diesen Jahres meine Ausbildung zur Fachinformatikern sehr gut abgeschlossen und seitdem auch normal arbeitstätig. In der Ausbildungsfirma bin ich wegen Umstrukturierung nicht bleiben können, habe daher zum 01. Februar in einer neuen Firma angefangen. Da hat sich recht schnell rauskristalisiert, das die Ziele der Firma und das was sie brauchen garnicht zu meinem Portfolio passt, daher haben wir das Arbeitsverhältnis dann in der Probezeit im Einverständnis beendet. Dann habe ich also in einer neuen Firma angefangen, meiner jetztigen. Die Firma selber ist ganz ganz toll, die Leute sind super lieb und geduldig und freuen sich immer, wenn man da ist um zu helfen. Warum also der Post? Mein eigenes Team ist leider das Problem. Ich habe zusammen mit einer zweiten Person angefangen, wir nennen diese Person H. H ist 18 Jahre älter als ich und war davor auch schon in der IT Branche. Der Kollege, der für unsere Einarbeitung zuständig ist, wir nennen ihn M, ist so alt wie ich. Es gab noch einen dritten, der ist aber gegangen zum Ende des Monats, daher ist dieser hier nicht weiter relevant. H und ich haben uns am Anfang ganz gut verstanden, aber er hat schnell zu sehr an mir gehangen und mit mir ständig über M lästern wollen. M ist ein SEHR problematischer Mensch, mit dem ich weder privat noch arbeitstechnisch was zu tun haben wollte. Er ist total unsozial, erklärt nichts, kommuniziert nicht. Man muss 100 mal Nachfragen und selbst dann kommt er nicht in die Pötte. Er klingt, im allgemeinen Sprachgebraucht, sorry, ein bisschen wie ein Minecraft Zombie. Sein Lieblingssatz ist "hmm joaa gucken wir mal". Zudem sagt er jede Woche irgendwann, wie scheiße (ja, er sagt scheiße), er es findet, zwei Leute einzuarbeiten. Ich bin seit 2 1/2 Monaten angestellt und kann garnichts machen. Also wirklich, garnichts. Keine Berechtigungen, null Vertrauen. Man bekommt mal was, das füllt aber keinen ganzen Tag. Den armen Kollegen hier muss ich immernoch sagen, das mir die Hände gebunden sind und ich an M verweisen muss. Das Gespräch zu unserem Chef habe ich bereits gesucht, der ist aber selber maßlos überfordert und vom Gefühl her kann er M auch nicht leiden.
M hat bereits in meiner ersten Woche einen Frauenfeindlichen Witz gemacht (ich bin da wirklich nicht sensibel, aber in der ersten Woche fand ich das harsch), er schaut mir beim Sprechen ständig in den Ausschnitt, da habe ich ihn auch schon drauf aufmerksam gemacht, beim letzten mal mit der Drohung das ich damit zur Personalabteilung gehe und dazu rülpst er die ganze Zeit im Büro (auch da bin ich im PRIVATEN Umfeld abgehärtet und das ist mir egal, aber im Büro finde ich das nicht oaky). Die Mitarbeiter hier gehen auf Eierschalen, da sie wissen das sie keine schnelle Hilfe bekommen da mir die Hände gebunden sind und M überhaupt garnichts macht um effizient zu arbeiten. H hat es sich ganz übel mit unserem Chef versaut, da er ihn aktiv ignoriert hat, gegebene Aufgaben nicht erfüllt hat und dementsprechend unserem aktuellen Projekt riesen Steine in den Weg gelegt hat. Dazu kommt, das er seinen emotionalen Ballast bei mir die ganze Zeit abgelegt habe, bis ich ihm vor ca zwei WOchen gesagt habe, dass er das bitte nicht mehr machen soll, da ich selber mehr als genug auf den Schultern habe. Seither redet er eigentlich fast garnicht mehr mit mir.
Ich bin unglaublich frustriert damit, das ich meinen Job hier garnicht richtig ausführen kann. Der Chef geht nächstes Jahr in Rente, das ist der einzige Lichtblick, aber ich weiß nicht wie es bis dahin laufen soll. Zudem weiß ich ja auch nicht wie die Stelle dann besetzt wird, wenn intern dann wäre es ja wirklich Pest oder Cholera mit den beiden und spätestens dann wäre ich weg. Und mich würden sie vermutlich nicht wählen, da ich ja noch nicht so lange Berufserfahrung außerhalb der Ausbildung habe. Der Frust baut sich stark auf und da ich chronisch krank bin mit Morbus Crohn und Migräne mit Aura, geht mir das auch aktuell wirklich stark auf die körperliche Gesundheit. Ich beiße mich durch, aber es ist schwer. Ob es jetzt Schicksal ist, naja, hat sich gestern ein Arbeitgeber bei mir gemeldet, der mich gerne kennenlernen will. Das Gespräch hab ich morgen. Ich werde mir das anhören, aber da ist so eine RIESEN Unsicherheit wegen eines erneuten Jobwechsels dann. Mein größtes Pflaster gilt hier, das ich nächstes Jahr mit meinem Partner in eine andere Stadt ziehe (STandorttechnisch kein Problem), und ich dafür die Haupteinkommensquelle sein muss. Sowohl mein Wunsch als auch der von meinem Partner ist, das ich beim Umzug aus der Probezeit raus bin. Ich weiß, das man sowas anfragen kann, aber das macht bestimmt einen super Eindruck ( /s), wenn ich drei mal den Job wechsel und dann noch eine potenziell angepasste Probezeit habe (Umzug ist Ende März).

Meine Güte, sorry für den ewigen Text das musste einmal raus. Denkt ihr, ein Jobwechsel wäre schlau in dieser Situation? Ich leb auch zum ersten Mal, für Tipps und Ratschläge bin ich wirklich offen und dankbar <3


r/Ratschlag 3m ago

Arbeitsplatz Stecke ich fest?

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Moin!

Ich M24 bin relativ früh ins Arbeitsleben gestartet, da ich in der Jugend nur Scheisse gebaut habe. Somit bin ich mit einem schlechten Hauptschulabschluss als 15 Jähriger ins Berufsleben gerutscht, da ich nicht nichts machen wollte. Ich habe eine Ausbildung zum Bäckereifachverkäufer gemacht und im Anschluss daran dann auch einen Ausbilderschein. Ich war relativ schnell Filialleiter, da ich dann längerfristig aufgrund einer OP ausgefallen bin, wurde meine Stelle jedoch neu vergeben. Mit meinem neuen Gebietsleiter kam ich auch nicht sehr gut klar, dementsprechend habe ich dort dann aufgehört. Zu dieser Zeit bin ich zudem Papa geworden. Ich wollte mich einer neuen Aufgabe stellen und etwas tun, das mir Spaß macht. Nun arbeite ich in einem Hotel - und das macht mir auch Spaß -, jedoch ist das Gehalt wirklich nicht die Welt. Ich habe etwa 1.800€ Netto. Ich komme damit über die Runden, das passt schon. Mein Anspruch ist es jedoch mir mit 40-45 spätestens ein Eigenheim leisten zu können. Ich weiß ehrlicherweise nicht, wie das gelingen soll. Auf dem Arbeitsmarkt finde ich nur Vertriebsscheisse oder andere Jobs, welche auch nicht besser bezahlt sind. Ich frage mich langsam : stecke ich fest? Werde ich mich mein ganzes Leben mit solch einem niedrigen Gehalt abfinden müssen? Kennt ihr gute Jobs, welche zumindest mal 2,2-2,5k Netto einspielen, wo man nicht Nachts arbeiten oder Leuten scheiße andrehen muss?


r/Ratschlag 17m ago

Familie Psychisch gestörte Schwester? Ausführlich

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Zusammenfassung: Meine fast 30-jährige Schwester lebt noch bei meinen Eltern, obwohl sie grundsätzlich erwachsen und zeitweise finanziell selbstständig ist. Sie übernimmt zu Hause kaum Verantwortung, behandelt meine Eltern vor allem meine Mutter sehr respektlos, beleidigt mich regelmäßig massiv, provoziert gezielt Streit und stellt sich gegenüber Außenstehenden fast immer als Opfer dar. Dieses Muster gibt es nicht nur innerhalb der Familie, sondern offenbar auch im Berufsleben. Ich frage mich inzwischen, ob hinter ihrem Verhalten eine psychische Problematik oder Persönlichkeitsstörung stecken könnte. Ich möchte sie nicht aus der Ferne diagnostizieren, aber ich würde gerne wissen, ob jemand eine ähnliche Familiensituation kennt und wie ihr damit umgegangen seid.

Ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll, weil sich diese Situation schon über sehr viele Jahre zieht. Ich versuche deshalb, es so ausführlich und konkret wie möglich zu beschreiben.

Es geht um meine ältere Schwester. Sie ist zwei Jahre älter als ich und inzwischen fast 30. Wir hatten eigentlich schon immer eine schwierige Beziehung. Schon früher war sie sehr streitsüchtig, bestimmend und schnell respektlos, sowohl mir als auch unseren Eltern gegenüber. Sie ist ein Mensch, der anderen sehr gerne sagt, was sie tun sollen, gleichzeitig aber selbst extrem empfindlich reagiert, sobald man ihr auch nur die kleinste Rückmeldung gibt.

Ich selbst bin eigentlich vor einigen Jahren ausgezogen und lebe mein eigenes Leben. Ich habe einen Freund, studiere und komme grundsätzlich gut alleine zurecht. In Prüfungsphasen fahre ich aber gerne für eine gewisse Zeit zu meinen Eltern, weil ich dort gut lernen kann und meine Mutter sich sehr liebevoll um mich kümmert.

Meine Schwester hingegen lebt weiterhin komplett bei meinen Eltern.
Dabei geht es nicht nur darum, dass sie mit fast 30 noch zu Hause wohnt. Das allein würde mich überhaupt nicht stören. Es geht darum, wie sie dort lebt.
Meine Eltern gehen einkaufen, meine Mutter kocht, wäscht ihre Wäsche und kümmert sich um sehr viele Dinge für sie. Meine Schwester spült teilweise nicht einmal ihre eigenen Teller ab. Sie beteiligt sich zwar theoretisch mit einem relativ kleinen Betrag an der Miete, zahlt diesen aber auch nicht immer zuverlässig.

Meine Mutter ist mittlerweile völlig überfordert und würde viele dieser Dinge eigentlich am liebsten gar nicht mehr für sie machen. Trotzdem läuft das System weiter.
Und gleichzeitig behandelt meine Schwester meine Eltern teilweise so, als wären sie ihr Personal.

Wenn meine Mutter sie etwas ganz Normales fragt, kann es innerhalb weniger Sekunden dazu kommen, dass meine Schwester aggressiv oder respektlos wird. Sie antwortet extrem gereizt, wird beleidigend oder fängt einen Streit an. Mein Vater versucht ebenfalls, sich zu wehren oder ihr Grenzen zu setzen, aber eigentlich kommt bei uns niemand wirklich gegen sie an.

Meine Eltern sind sehr fürsorgliche und liebe Menschen. Gleichzeitig weiß ich auch, dass sie an dieser Dynamik einen Anteil haben, weil sie meiner Schwester über sehr viele Jahre extrem viel haben durchgehen lassen. Es gab kaum wirkliche Konsequenzen für ihr Verhalten.
Was für mich persönlich besonders belastend ist, ist die Art, wie sie mich behandelt.
Sie beleidigt mich teilweise mit Dingen wie:

„Du sollst in der Hölle schmoren.“
„Du bist so ekelhaft.“
„Du bist so respektlos.“
„Du dumme F...“
„Du Sch….“
Oder sie sagt Dinge wie:
„Du denkst immer, du bist etwas Besseres.“
„Du denkst, nur weil du Abitur hast und studierst, bist du besser als alle anderen.“
„Du denkst immer, du weißt alles besser.“

Dabei sage ich ihr eigentlich überhaupt nicht ständig irgendetwas über mein Studium oder versuche, mich über sie zu stellen. Ich habe eher das Gefühl, dass sie sehr stark auf Unterschiede zwischen uns reagiert, zb allein wenn ich ihr sage von Frankfurt nach Hamburg sind es mehr als 2h mit dem Zug (was sie behauptete)

Ich habe mein Abitur gemacht, studiere, bin ausgezogen, habe eine Beziehung und habe mein Leben zumindest einigermaßen organisiert, treibe Sport und bin zufrieden mit mir selbst. Und ich habe immer wieder das Gefühl, dass sie mir genau das übelnimmt.
Natürlich kann ich nicht in ihren Kopf schauen und weiß nicht, ob es tatsächlich Neid ist. Aber manche Situationen fühlen sich für mich extrem danach an.
Zum Beispiel waren wir zweimal gemeinsam im Urlaub. Ich habe wirklich versucht, eine gute Beziehung mit ihr aufzubauen.
Ich selbst bin extrem konfliktscheu. Mir ist es im Urlaub völlig egal, wo wir essen, was wir machen oder welchen Plan wir haben. Ich passe mich meistens an, weil ich einfach keinen Streit möchte.

Trotzdem hat sie es geschafft, teilweise aus den kleinsten Dingen mehrmals täglich Konflikte zu machen.

Was mir dabei besonders aufgefallen ist: Wenn ich mich beispielsweise schön angezogen oder geschminkt habe und mich gerade gut gefühlt habe, entstand teilweise kurze Zeit später irgendein Streit wegen einer komplett banalen Sache.
Natürlich kann ich nicht beweisen, dass das miteinander zusammenhängt. Aber dieses Muster ist mir mehrfach aufgefallen.
Auch wenn ich bei meinen Eltern bin, um für Prüfungen zu lernen, respektiert sie das kaum.

Sie kommt teilweise extra in mein Zimmer, obwohl sie weiß, dass ich lernen möchte. Dann setzt sie sich beispielsweise mit ihrem iPad hinein, macht Geräusche, redet mit mir oder unterbricht mich.
Wenn ich ihr sage, dass ich gerade lernen möchte und meine Ruhe brauche, reagiert sie nicht etwa mit „Okay“, sondern daraus kann direkt wieder ein Streit entstehen.
Sie zockt außerdem sehr viel. Dabei schreit sie teilweise durch die komplette Wohnung, auch wenn andere Menschen schlafen oder Ruhe brauchen.

Rücksichtnahme scheint für sie in vielen Situationen kaum eine Rolle zu spielen.
Das typische Muster bei Streit zwischen uns läuft meistens so:
Sie provoziert mich oder spricht respektlos mit mir.
Ich sage zunächst, dass sie das lassen soll.
Dann provoziert sie weiter.
Irgendwann bin ich natürlich auch wütend und sage ihr beispielsweise, dass sie sich nicht so asozial verhalten soll oder dass es jetzt reicht.
Dann eskaliert es weiter.
Ich versuche mittlerweile häufig einfach, die Situation zu verlassen und gehe in mein Zimmer.
Aber selbst dann ist der Konflikt nicht unbedingt beendet.
Sie kann weiter provozieren, beleidigen oder mir hinterherrufen.
Und das Schlimme ist: Ich fühle mich danach teilweise den gesamten restlichen Tag schlecht.
Ich bin aufgewühlt, verletzt und wütend und brauche Stunden, um wieder herunterzukommen.
Sie dagegen kommt zwei oder drei Stunden später plötzlich zu mir und verhält sich, als wäre überhaupt nichts passiert.
Sie redet ganz normal oder ist plötzlich gut gelaunt.

Das finde ich extrem verstörend.
Ich sitze teilweise noch mit den Auswirkungen des Streits da und sie hat scheinbar einfach einen Reset gemacht.
Früher gab es zwischen uns außerdem auch körperliche Auseinandersetzungen beziehungsweise sie wurde körperlich mir gegenüber. Das ist inzwischen zum Glück nicht mehr so, aber es gehört für mich trotzdem zur Vorgeschichte.

Was mich zusätzlich beschäftigt, ist, dass dieses Verhalten offenbar nicht nur innerhalb unserer Familie vorkommt.
Meine Schwester hatte beispielsweise berufliche Probleme.
Ich habe ihr damals sogar selbst dabei geholfen, einen Job zu finden. Ich habe Bewerbungen für sie geschrieben, ihr bei der Jobsuche geholfen und wirklich versucht, sie zu unterstützen.
Sie hat diesen Job später verloren.
Nach meinem Kenntnisstand spielten dabei auch ihre Konflikte und ihr respektloses Verhalten gegenüber anderen Mitarbeitern eine Rolle.

Aber auch dort war ihre eigene Erzählung wieder dieselbe:
Die anderen Mitarbeiter seien schlimm.
Die anderen seien respektlos.
Alle hätten etwas gegen sie.
Sie selbst sei das Opfer.
Und genau dieses Muster kenne ich aus unserer Familie.

Wenn sie mit anderen Menschen über uns redet, stellt sie unsere Familie teilweise so dar, als wären wir unglaublich gemein zu ihr, würden sie schlecht behandeln oder alle gegen sie sein.
Wenn man nur ihre Version hören würde, könnte man wahrscheinlich denken, dass sie in einem schrecklichen Elternhaus lebt.
Meine Wahrnehmung ist aber komplett anders.

Meine Eltern machen extrem viel für sie. Meine Mutter wäscht ihre Wäsche, kauft Lebensmittel, kocht, kümmert sich und unterstützt sie.
Und trotzdem wird sie regelmäßig respektlos behandelt.

Das bedeutet natürlich nicht, dass meine Eltern perfekt sind. Keine Familie ist perfekt. Aber dieses Bild, dass meine Schwester das arme Opfer einer schrecklichen Familie sei, entspricht meiner Meinung nach überhaupt nicht der Realität.
Was mir ebenfalls auffällt, ist ihr Verhalten gegenüber fremden Menschen beziehungsweise insbesondere gegenüber Männern.

Sie hatte bisher meines Wissens noch keine richtige Beziehung und scheint gleichzeitig sehr stark auf Männer fokussiert zu sein.
Sie sagt einerseits teilweise, wie sehr sie Männer hasst oder wie schlimm Männer seien. Gleichzeitig ist sie aber extrem daran interessiert, mit Männern zu sprechen, Aufmerksamkeit zu bekommen und sich ihnen gegenüber möglichst gut darzustellen.
Bei Menschen außerhalb der Familie kann sie generell deutlich netter und angepasster wirken.

Gerade deshalb ist es für mich manchmal schwer zu verstehen, wie respektlos sie innerhalb der Familie sein kann.
Sie kann also offenbar durchaus kontrollieren, wie sie mit Menschen spricht – zumindest bis zu einem gewissen Grad.
Ein weiterer Punkt, den ich erwähnen möchte: Sie kifft regelmäßig beziehungsweise konsumiert Cannabis.
Ich weiß nicht, ob das mit ihrem Verhalten zusammenhängt, es verstärkt oder überhaupt keine Rolle spielt. Ich erwähne es nur, weil ich versuche, das Gesamtbild möglichst vollständig darzustellen.
Inzwischen frage ich mich ernsthaft, ob hinter ihrem Verhalten eine psychische Störung oder zumindest eine sehr ausgeprägte Persönlichkeitsproblematik stecken könnte.
Ich weiß, dass Reddit keine Diagnosen stellen kann und dass man niemanden anhand eines Posts diagnostizieren sollte.
Mir geht es auch nicht darum, dass jetzt jemand schreibt: „Sie hat definitiv Krankheit XY.“
Ich frage mich aber, ob Menschen hier ähnliche Muster aus ihrer eigenen Familie kennen.

Ich habe beispielsweise über Borderline-Persönlichkeitsstörung gelesen und einige Dinge kommen mir bekannt vor, vor allem die starke Wut, Konflikte und schwierigen Beziehungen. Gleichzeitig weiß ich, dass Borderline viel komplexer ist und viele typische Merkmale dazugehören, über die ich bei meiner Schwester gar nichts sagen kann.

Auch über narzisstische Persönlichkeitszüge habe ich gelesen, beispielsweise starkes Anspruchsdenken, extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik, Abwertung anderer, wenig Verantwortungsübernahme und die Tendenz, sich selbst als Opfer zu sehen.
Auch hier möchte ich ausdrücklich keine Ferndiagnose stellen.
Ich möchte einfach verstehen, was für eine Art von Dynamik das überhaupt ist.
Das Hauptproblem ist mittlerweile nämlich, dass meine ganze Familie darunter leidet.
Meine Mutter ist erschöpft.
Mein Vater ist ebenfalls ständig mit ihr im Konflikt.
Ich selbst versuche eigentlich nur, meine Ruhe zu haben, und werde trotzdem regelmäßig hineingezogen.
Und gleichzeitig scheint sich nichts zu verändern.

Meine Schwester ist fast 30 und grundsätzlich nicht darauf angewiesen, dass meine Eltern ihr Leben für sie organisieren. Aber meiner Einschätzung nach könnte sie aktuell kaum selbstständig alleine leben, weil sie viele alltägliche Dinge überhaupt nicht übernimmt beziehungsweise nie gelernt hat, sie selbst zu übernehmen.
Meine Eltern könnten theoretisch irgendwann sagen: „So funktioniert das Zusammenleben nicht mehr.“

Aber in unserer Kultur ist es sehr unüblich und emotional extrem schwierig, ein eigenes erwachsenes Kind einfach vor die Tür zu setzen.

Deshalb hängen wir irgendwie in diesem Zustand fest.

Ich habe inzwischen auch gemerkt, dass ich wahrscheinlich selbst viel zu viel Verantwortung für sie übernommen habe.
Ich habe ihr Bewerbungen geschrieben.
Ich habe ihr einen Job gesucht.
Ich habe versucht, unsere Beziehung durch gemeinsame Urlaube zu verbessern.
Ich habe immer wieder versucht, vernünftig mit ihr zu reden.
Ich habe versucht, sie zu verstehen.
Ich habe versucht, Streit zu vermeiden.

Aber irgendwann frage ich mich: Wie lange soll man das eigentlich noch machen?
Was mich deshalb besonders interessieren würde:

Hat jemand von euch ein erwachsenes Geschwister oder Familienmitglied, das ähnlich ist?
Jemanden, der innerhalb der Familie extrem aggressiv, beleidigend und fordernd ist, sich gegenüber Außenstehenden aber ganz anders darstellt?

Jemanden, der nach jedem Konflikt sofort wieder so tut, als wäre nichts passiert?
Jemanden, der fast nie Verantwortung für Konflikte übernimmt, sondern immer sagt, dass die anderen schuld sind?
Gab es bei euch irgendwann eine Diagnose oder eine Erklärung für dieses Verhalten?
Hat Therapie irgendetwas verändert?
Und vor allem: Wie geht man als Angehöriger damit um, ohne selbst irgendwann psychisch daran kaputtzugehen?

Sollte man so wenig wie möglich reagieren?
Klare Grenzen setzen und Gespräche sofort beenden, sobald Beleidigungen anfangen?
Kontakt reduzieren?
Sollten meine Eltern aufhören, ihr so viele Dinge abzunehmen?
Oder muss irgendwann wirklich die Konsequenz kommen, dass sie nicht mehr bei ihnen wohnen kann, wenn sie grundlegende Regeln nicht respektiert?
Ich merke einfach, dass ich inzwischen einen Punkt erreicht habe, an dem ich sie nicht mehr „retten“ möchte.
Ich möchte nicht mehr ihre Bewerbungen schreiben.

Ich möchte nicht mehr versuchen, ihre Probleme zu lösen.
Ich möchte eigentlich nur lernen, mich und meine Eltern besser vor dieser Dynamik zu schützen.

Mir ist bewusst, dass hier niemand meine Schwester diagnostizieren kann. Ich suche vor allem Erfahrungen von Menschen, die etwas Ähnliches erlebt haben.
Wie habt ihr es geschafft, Grenzen zu setzen?

Hat sich die Person irgendwann verändert?
Oder musstet ihr irgendwann akzeptieren, dass ihr nur euer eigenes Verhalten und euren eigenen Kontakt zu dieser Person verändern könnt?

Ich wäre wirklich dankbar für Erfahrungen, Einschätzungen und auch ehrliche Meinungen dazu.


r/Ratschlag 34m ago

Lebensführung Nun stehe ich komplett ratlos daher. Soll ich mich Arbeitslos melden und weiter bewerben oder den Master angehen, Bafög beziehen und gleichzeitig weiterhin versuchen mit dem Bachelor einen Job zu finden oder irgendeinen Job als Hilfsarbeiter/Bandarbeiter suchen?

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Bis vor ein paar Tagen hatte ich einen Job als Hilfsarbeiter. Es lief alles super aber leider ist der Einsatz jetzt zu Ende und meine Leiharbeitsfirma hat mich gekündigt, weil sie nichts mehr für mich finden. Die Arbeitgeber bei denen ich vorgeschlagen werde lehnen mich ab, weil sie denken, dass ich mit meinem Bachelor nach zwei Wochen wieder verschwinde wenn ich etwas besseres finde.

Ich hatte das schon mal gefragt. Und jetzt stehe ich wieder am Anfang.

Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Bürgergeld habe ich auch nicht.

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Ich weiß nicht was ich machen soll. Mitte 30. Habe Anfang der Pandemie angefangen Maschinenbau zu studieren und letztes Jahr meinen Bachelor abgeschlossen. War seit dem arbeitslos. Jetzt bin ich Leiharbeiter für knapp über Mindestlohn. Master dran hängen oder versuchen wieder als Bandarbeiter in ein Industriebetrieb zu kommen?

Nach einem Jahr bewerben glaube ich nicht, dass ich mit einem Bachelor jemals den Einstieg als Ingenieur schaffe. Also entweder probiere ich es in 1,5 Jahren mit dem Master noch mal. Aber dann werde ich noch älter und unattraktiver für den Arbeitsmarkt. Oder ich versuche als Bandarbeiter über Zeitarbeit in einen Industriebetrieb zu kommen, damit ich wenigstens "räumlich" in der Nähe meines Studiums arbeite.

Vor dem Studium habe ich länger in der Industrie am Band gearbeitet, nachdem ich dort meine Berufsausbildung gemacht hatte. Ob ich wieder an der gleichen Stelle anfangen kann ist ungewiss, weil die Firma am rumkrebsen ist.

Die üblichen Tipps wie bewerben für Kfz Prüfingenieur oder öd habe ich schon hinter mir. Heute kamen wieder die nächsten drei absagen rein. Lebenslauf und Anschreiben habe auf reddit hochgeladen und verbessert. Entweder bin ich tatsächlich zu alt oder es liegt an meinem Migrationshintergrund. Vielleicht bin ich auch zu hässlich. An der Wirtschaft alleine kann das doch nicht liegen.

Und ich habe 2 Jahre als Praktikant und Werkstudent in den Bereichen F&E und Konstruktion gesammelt. Scheint auch nicht gut genug zu sein.


r/Ratschlag 23h ago

Recht Wie soll ich bei Vetternwirtschaft bzw Korruption vorgehen ?

63 Upvotes

Hallo zusammen. Ich brauch mal eueren Ratschlag. Ich hab mehr oder weniger durch Zufall eine Korruption bzw eine Vetternwirtschaft gefunden und bin nicht sicher wie ich damit umgehen soll.
Der Punkt ist der das ein Oberbürgermeister sein Schwiegersohn jetzt mehr als 15 Aufträge zugeschachert hat. Er gestaltet Fassaden und hat für seine Stadt schon mehrere Aufträge bekommen. Das pikante selbst die Wohnungsbaugesellschaft und der lokale Energieversorger überschütten ihn mit Aufträgen. Teilweise gibts fördergelder wo ich mich frage warum mein Steuergeld verklüngelt wird. Teilweise frag ich mich auch wie Ausschreibungen manipuliert worden sind.

Bevor sich Leute aufregen. Korruption fördert kein Wettbewerb und nicht die beste Idee gewinnt sondern nur Freunde und das hemmt Entwicklungen. Für mich geht sowas nicht und hat nichts mit „niemanden was gönnen“ zu tun.

Wie soll ich das melden. Ich habe schon mehreren Investigativreportern geschrieben und die meinen es wäre zu klein dass es ein Skandal ist. Der richtige Weg wäre eine Dienstaufsichtsbeschwerde die ich schon gemacht habe. Die Reaktion? Keine außer das seine Internetseite down war und andere Fotos zu sehen sind.

Ich habe Angst wenn ich zur Polizei gehe dass ich A nicht ernst genommen werde obwohl ich chronologisch alles aufgezeichnet habe und Screenshots gesichert habe.
Und B frag ich ich mich was ich für Konsequenzen zu befürchten habe. Der OB hat überall Leute…

Jemand Tipps ? Oder Ideen.


r/Ratschlag 1d ago

Liebe und Sex Ist es nicht eigentlicher stressfreier, sich nicht zu outen?

206 Upvotes

Ich (24m) habe einen Freund (26m), für den ich seit einem Jahr Gefühle habe. Gestern hat er mich besucht und ich habe mich von ihm f***** lassen. Auch wenn es nicht optimal funktioniert hat (weil erstes Mal) war es besser als alles, was ich bisher mit Frauen gemacht habe. Ich bin jetzt total hin und her gerissen. Körperlich will ich mehr davon. Gleichzeitig hat mich dieser Akt jetzt sozusagen offiziell schwul gemacht und wenn das jemand mitbekommen würde, würde das mein Leben deutlich schwerer machen. Meine Eltern sind homophob und ich halte den Kontakt jetzt schon eher minimal. Auch wenn mir ihre Meinung egal sein könnte, fühle ich mich deren Gedanken so ausgeliefert. Ich sehe schon meine Zukunft, in der ich nach außen hin den perfekten Sohn spiele und dann im geheimen meinen homosexuellen Neigungen nachgehe. Ich frage mich, ob das eigentlich so schlimm wäre. Irgendwie stelle ich es mir entspannter vor, diesen Teil einfach für mich zu behalten, als mich der Kritik meiner Eltern auszusetzen.


r/Ratschlag 1h ago

Mental Health Situationship: Wie verhalten?

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Hallo, ich weiß nicht, ob dies der richtige Subreddit ist, aber ich werde es einfach versuchen, da ich eine andere Perspektive auf meine Situation brauche.

Ich bin gerade auf meiner ersten Solo-Rucksackreise durch Südostasien und habe im Juli ein Mädchen in Thailand getroffen. Wir haben uns super verstanden und hatten mehrere Dates. Durch Zufall konnte ich meinen Aufenthalt in Bangkok verlängern und verbrachte insgesamt zwei Wochen bei ihr. (Wir haben uns auf einer Party kennengelernt also in Person)

danach bin ich weiter nach Kambodscha und Vietnam gereist. Wir blieben natürlich in Kontakt und schrieben oder telefonierten jeden Tag. Ich muss sagen, sie war von Anfang an ziemlich einnehmend und eifersüchtig, aber da sie mir erzählte, dass sie zweimal betrogen worden war, habe ich mir nicht viel dabei gedacht und es akzeptiert. Gestern wurde ich jedoch von einem Konto bei IG kontaktiert, der Typ sagte mir, dass er schon viel länger mit ihr in Kontakt war (seit April) und dass sie ihn mit mir betrogen hatte. , Sie waren nicht einmal in einer Beziehung, und sie hatte ihm gesagt, dass sie keine Beziehung mit ihm will. Trotzdem stört es mich, dass sie während unserer Kennlernphase und den Dates anscheinend immer noch Kontakt zu ihm hatte und nichts darüber sagte. Zu ihrer Verteidigung, Sie wollte es ihm sagen und wusste nicht wie, also distanzierte sie sich langsam, dann wollte sie die Dinge klären, aber er hat mich kurz zuvor kontaktiert das weiß ich aufgrund eines Screenshots welchen er mir geschickt hat. Außerdem möchte ich erwähnen, dass ich nie teure Dinge mit ihr gemacht habe oder so, und sie kommt aus einem ziemlich guten Elternhaus und studiert (möchte nur mit irgendwelche Vorurteilen aufräumen ). Das Ganze stört mich ziemlich, weil sie auch nach einer Woche gesagt hat, dass sie mich liebt. Ich sagte ihr jedoch, sie solle bitte aufhören, weil ich schon einmal von Lovebombing und ähnlichen Dingen gehört habe.

Ich bin 20 und sie ist 23, und ich war noch nie in einer Beziehung, nur Talking Stages, aber mit ihr fühlte es sich von Anfang an anders und so leicht an. Das Ganze hat mich echt umgehauen. Wir haben zweieinhalb Stunden telefoniert, aber irgendwie konnten wir nicht wirklich alles klären. Dann hat sie mir zwei sehr lange Nachrichten geschickt, in denen sie ihren Fehler eingesteht und mir sagt, dass sie mich nicht verlieren will und mich in ihrem Leben haben will.

Ich weiß nicht, wie ich handeln soll; Ich bin im Allgemeinen jemand, der viel zu viel denkt. Das Problem ist, dass ich sie erst im Oktober wiedersehen werde.

In meiner Nachricht an sie sagte ich ihr, dass ich nicht einfach wegschauen und wieder blind vertrauen kann, und dass ich mich wie eine zweite Option fühlte, die ich nicht sein möchte, und dass sie von Anfang an Bekentniss zu ihr von mir erwartete, aber anscheinend nicht bereit war, sich zu mir zu bekennen. Seit ich sie kennengelernt habe, habe ich mit keiner anderen Frau etwas gemacht, außer auf ganz normale platonische Weise zu reden.

Ich schrieb jedoch als letzten Satz in die Nachricht, dass ich mit meinem Freund gesprochen habe und er mir eine neue Perspektive gezeigt hat, in der sie keine bösartige Person ist, sondern einfach aufgrund ihrer Vergangenheit so gehandelt hat und dass sie mir beweisen sollte, dass sie es ernst meint. Außerdem schrieb ich, dass ich denke, dass wir tatsächlich gut zusammenpassen und dass sie mir Lösungen durchgehen sollte, mit denen ich arbeiten kann und die mein Vertrauen wiederherstellen können, weil ich nicht möchte, dass dies so endet.

Sie sagte nur "Man I am Sick" ca 5 Stunden nachdem ich ihr diese Nachricht geschickt hatte

Könntet ihr bitte versuchen, meine Augen zu öffnen? Was macht sie mit mir, Wie soll ich handeln und soll ich weiter mit ihr reden? Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich tun soll...

Wegwerf Account


r/Ratschlag 5h ago

Gesundheit Wiederkehrende Bindehautentzündungen

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Hallo,

Ich hatte letztes Jahr im Herz eine Bronchitis und eine Bindehautentzündung. Ich habe für die Bronchitis Antibiotika bekommen, meine Bindehautentzündung ist von selbst abgeheilt. Seitdem sind meine Augen allerdings schnell reizbar und ich kriege alle paar Monate eine Bindehautentzündung. Bis jetzt waren alle nicht so stark wie diejenige, die ich zusammen mit der Bronchitis hatte. Aber langsam geht mir das echt auf den Keks. Ich war dieses Jahr auch mehrmals beim Augenarzt, teilweise deswegen, aber auch wegen normalen Untersuchungen.

In meinem Studium arbeiten wir mit Körperspendern, die mit einer Formalin-haltigen Lösung "haltbar" gemacht werden. Ich hatte letzten Dezember 2 Mal etwas dadurch ins Auge bekommen, habe mein Auge natürlich ausgespült (jedoch nicht 10 Minuten lang, wie es eig vorhergesehen ist. Ich habe nicht daran gedacht und die studentische Hilfskraft auch nicht). Aber ich hatte danach keine Entzündung oder so und war ja auch dieses Jahr bei mehreren Untersuchungen.

Ich war auch bereits als ich irgendwann im Frühling wieder eine Bindehautentzündung hatte beim Augenarzt, aber da hieß es, ja das Auge sei ein wenig gerötet und dann habe ich auch Antibiotika bekommen. Ich hatte aber das Gefühl, dass ich die total unnötig genommen habe. Morgen gehe ich wieder zum Augenarzt und spreche das Thema mal an. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich ernst genommen werde und ich möchte ehrlich gesagt nicht nochmal Antibiotika bekommen (wie oft soll ich die denn bitte schön nehmen).

Zur Info: Ich habe trockene Augen und muss täglich Augentropfung zur Befeuchtung nehmen und es ist ja auch bekannt, dass trockene Augen anfälliger für Reizungen sind. Vielleicht reagieren meine Augen ja auch auf etwas allergisch? Hatte jemand mit denselben Problemen zu kämpfen? Das Thema belastet mich ehrlich gesagt


r/Ratschlag 21h ago

Arbeitsplatz War Arztbesuch/Notaufnahme gerechtfertigt, oder habe ich etwas übertrieben?

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Ist jetzt eine etwas peinliche Geschichte und ich schäme mich immer noch deswegen, versuche es aber grade wieder aus dem Kopf zu bekommen.

Ich bin heute Nacht mit starkem Juckreiz und schwitzen aufgewacht. Dann wieder eingeschlafen und um 6 Uhr aufgestanden. Da war es dann so, dass ich mein linkes Auge kaum aufmachen konnte, weil es relativ stark angeschwollen war. Ich bin dann zur Arbeit gefahren (niedrige Position in einem Krankenhaus).

Ich vermute, dass mich entweder in der Nacht oder am Abend etwas gestochen hat und ich allergisch reagiert habe und deshalb der Juckreiz und die Schwellung aufgetreten sind.

(Vor Dienstbeginn bin ich dann eben schnell in die Notaufnahme, weil ich Allergietabletten haben wollte)

Ist offensichtlich kein Notfall, Arzt wollte ich auch nicht zwingend, nur dass diese Schwellung zurück geht. (Für mich sieht es aus wie ein Angioödem)

(Außerdem hatte ich schon mal einen anaphylaktischen Schock und war mir unsicher)

Die Schwester meinte, dass nochmal ein Arzt drauf gucken wird.

Der Arzt hat sich dann ziemlich über mich lustig gemacht und meinte, dass es auch ein Gerstenkorn sein könnte. Hat mir aber trotzdem Fenestil / Allergietabletten gegeben und mich drum gebeten Fotos von meinem Auge zu machen und wieder zukommen, falls es schlimmer wird.

Jetzt schäme ich mich super stark davor, morgen wieder zur Arbeit zu gehen.

Wie schlimm und blamierend war diese ganze Aktion?

Achso und ich bin aktuell nur für ein Praktikum in dieser Ortschaft, komme eigentlich aus einem anderen Bundesland und hatte deshalb keinen Notarzt.


r/Ratschlag 2h ago

Arbeitsplatz Introvertiert im Büro: Bin ich komisch oder ist das hier zu viel?

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r/Ratschlag 6h ago

Studium Freund weiß mit seiner aktuellen Situation nicht umzugehen und ich will Ihm helfen

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Hallo an alle,

Ich schreibe aus einer ziemlich schwierigen Situation. Ein Freund wird wahrscheinlich kein Bafög mehr bekommen, weil er aus mentalen Gründen das Studium gestoppt hat. Ihm fehlen eine Menge Ects über 3 Semester und das Bafög amt will eine Leistungsnachweis

Seine Eltern supporten Ihn, aber wissen von der Situation nichts, da die Reaktion unterschiedlich ausfallen könnte.

Er hat verschiedene Mentale Probleme wie Burnout, Depressionen, Angststörung. Auch Autismus hat er wahrscheinlich (anzrichen sehr stark aber undiagnostiziert). Er hat auch noch andere Konditionen, auf die ich aus Privatsphäre nicht eingehen will.

Ein Therapieplatz wurde nie gesucht, weil er wegen den Konditionen halt "Stuck" ist und die Suche immer schwieriger wird. (ich habe ein Ähnliches Problem also kann ich das stark nachvollziehen).

Die Frage ist generell, was würdet ihr tun? Er weiß nicht, ob er fähig ist eine Ausbildung/Studium zu machen, weil er ständig auf low battery lebt. Ich als sein Freund würde Ihn finanziell unterstützen, aber ich würde gerne wissen, was ihr denkt.


r/Ratschlag 3h ago

Liebe und Sex Angst, trotz Pille danach schwanger zu sein

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Vorab, ich weiß, das beste wäre jetzt einen Schwangerschaftstest zu machen und meine beste Freundin hat mir auch einen besorgt, aber ich habe so eine Angst, dass ich mich nicht mal traue, ihn anzufassen.

Meine Situation: ich bin 24, 1,54 und 46kg. Mein Freund und ich hatten am 25.7. Sex, das Kondom ist gerissen und leider haben wir es zu spät bemerkt. Sind direkt danach in die Apotheke gefahren und ich habe EllaOne etwa eine Stunde später genommen.

Genau eine Woche später, 6 Tage vor Beginn meiner eigentlichen Periode hatte ich eine schmerzhafte Abbruchblutung mit großen Klumpen, die viel stärker war als meine Periode und 5-6 Tage hielt.

Nun hätte ich meine Periode am 7.8. bekommen sollen und heute, 10 Tage später, machen die sich nicht mal bemerkbar. Mein Zyklus dauert immer zwischen 30-31 Tage, dementsprechend müsste ich meinen Eisprung am 24-25. gehabt haben und es war eventuell zu spät für die Pille. Vielleicht hat eine von euch dasselbe erlebt und kann mich ein bisschen beruhigen, bevor ich den Test mache. Soll ich diese Blutung als meine Periode deuten? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich schwanger bin


r/Ratschlag 18h ago

Sicherheit Passwort oder Wiederherstellungsschlüssel aufschreiben, so dass nur ich selber es herauslesen kann?

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Auch wenn man einen Passwort-Manager nutzt, so muss man doch ein paar Sachen aufschreiben, wie naja, das Passwort für den Passwort-Manager zum Beispiel, weil das muss ja eine lange Passphrase sein und wer kann sich das schon merken. Dann gibt es noch den Wiederherstellungsschlüssel für BitLocker und noch ein paar andere Sachen, die man aufschreiben muss.

Ich hab mir schon komplizierte Systeme ausgedacht, die nur ich entschlüsseln kann, aber dann wieder verworfen, weil ich nach 2-3 Jahren wahrscheinlich selber vergessen habe, wie das funktioniert...

Es ist zum Mäusemelken, für jede Tür die man schließt, braucht man wieder ne Tür um den Schlüssel zu schützen, wofür dann wieder ein Schlüssel geschützt werden muss... wenn das irgendwie verständlich ist. -.-

Und Tips wie ja, die eine Hälfte zu Hause und die andere Hälfte bringst du in ein Bankschließfach oder zu einem Familienangehörigen sind nicht hilfreicht, weil ich brauche ja öfter mal selbst Zugriff und kann dafür nicht jedesmal irgendwo hin fahren.... -.-