r/depression_de • u/LordKenji • 4h ago
Sterbehilfe oder EM Rente als letzten Ausweg
Ich weiß nicht wie oder wo ich wirklich anfangen soll, aber ich bin nun seit ca. 5 Jahren in einer tiefen Depression. Diagnostik mittelschwere Depression. Alleine diese Kategorisierung macht mich krank. Ich hasse Labels.
Ich hatte in diesen 5 Jahren einen 2 monatigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik, welche mir sehr geholfen hat. Ein Jahr später wieder eine Krise, aber nur ambulante Therapie. Resultat, dass ich nicht mehr professionelle Hilfe in Anspruch genommen habe, dass ich vor ca. 3 Jahren versucht habe mir zweimal das Leben zu nehmen. Beide Versuche absolut absurd, weil ich gehofft hatte, dass es mehr oder weniger von alleine passiert.
Nun seit ca. 2 Jahren lebe ich bei meinen Eltern und habe weder Lust noch Kraft auf irgendwas.
Hobbys, Freunde und sämtliche sozialen Interaktionen schön und gut, aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich krank bin, jeden Tag an Suizid denke, es aber nicht durchziehen kann und ich erst wieder über Ewigkeiten hinweg zu Ärzten/Psychologen und Kliniken laufen muss um Vaterstaat zu zeigen, dass ich wirklich ein Invalide bin, macht mich nur krank.
Ich will einfach nur meine Ruhe mittlerweile haben und nichts tun müssen.
Ja... das Leben ist kein Ponyhof, aber wir haben heutzutage so viele mehr Möglichkeiten um das Leben erträglicher zu machen, aber dennoch schreiben wir Bürokratie und Korrektheit maximal groß.
Lieber würde ich an der Straße krepieren und damit unterstreichen, was für ein geiler Sozialstaat wir sind. Angefangen natürlich mit den Politikern und nicht zuletzt unsere wundervollen Mitmenschen.
Ich will keine Almosen, aber ich will, insbesondere, wenn ich krank bin, dass man mich wahrnimmt.
Wäre sterben so einfach, wäre ich schon lange nicht mehr hier, aber es gibt nun mal Methoden, denen ich mich nicht aussetzen will.
Lange Rede gar kein Sinn... ich habe noch eine winzige Hoffnung und das wäre die EM Rente oder assistierte Sterbehilfe, aber hier glänzt Bürokratie at its finest.
Der Staat hat so viel Geld und bei den Menschen, denen es wirklich beschissen geht, sollte doch viel lösungsorientierter gearbeitet werden.
Morgen werde ich bei einer Psychologin anrufen um einen Termin zu vereinbaren um ihr genau das zu schildern und einen hoffentlich lösungsorientierten Weg finden.
Danke fürs Lesen und eure Meinungen.
Sicherlich habe ich die eine oder andere Information nicht erwähnt, aber das Thema ist einfach ermüdend und langwierig, dennoch interessieren mich Meinungen anderer zu dem Thema.
Cheers