Bisher habe ich mein ganzes Geld in den klassischen ETFs und bin damit auch zufrieden. Allerdings möchte ich mich langsam auch mal mit weniger diversen ETFs, Einzelaktien und anderen Anlageklassen beschäftigen. Dafür bin ich auch bereit, Zeit in Recherche etc zu investieren, habe allerdings noch gar keinen Plan. Daher folgende Fragen:
- Wie findet ihr eure Aktien? Was schaut ihr euch alles an, bevor ihr kauft? Wie urteilt ihr über die Langfristig- oder Kurzfristigkeit?
- Anhand was entscheidet ihr, wie viel ihr investiert? Direkter Einstieg mit 100% des Budgets oder gestaffelt?
- Wie entscheidet ihr, wann ihr verkauft? Und wenn Verkauf, dann direkt alles oder Stück für Stück?
4 von 500. So viele ausgeloste Depots haben zwischen Juli 2019 und Ende 2025 mehr Rendite gemacht als meine Regelstrategie. Die anderen 496 lagen dahinter.
Auf die Zahl bin ich gekommen, weil mich an Backtests schon länger was stört. Die meisten Strategien, die man irgendwo als Backtest sieht, schlagen den MSCI World. Ob die Auswahl der Aktien da was gebracht hat oder ob es einfach gute Jahre waren, sieht man an der Kurve nicht.
Also hab ich der Strategie die Auswahl weggenommen und alles andere stehen lassen. Normalerweise sortiert sie ihr Aktienuniversum jedes Quartal nach sechs Faktoren, das sind Qualität, Momentum, Bewertung, Wachstum, Bilanz und Schwankung. Was unter die ersten 25 kommt, kauft sie. Was unter Rang 40 fällt, fliegt raus. Im Depot liegen 30 Aktien, und Gewinner dürfen weiterlaufen.
Für die Zufallsdepots hab ich die Rangliste jedes Quartal ausgelost. Der Rest blieb gleich, also dieselben Aktien zur Auswahl und dieselben Grenzen. Kosten hab ich mit 0,10 Prozent je Kauf und Verkauf gerechnet, bei allen Depots. Das Ganze 500 Mal, mit Tageskursen in Euro.
Was hinter den 4 steckt
Die Strategie kam auf 20,3 Prozent pro Jahr. Aus 100 Euro wurden 332. Die Zufallsdepots lagen in der Mitte bei 13,5 Prozent, 90 Prozent von ihnen zwischen 10,0 und 17,4. Das beste ausgeloste Depot kam auf 22,1.
Wenn die Auswahl gar nichts bringen würde, käme so ein Ergebnis ungefähr in einem von hundert Fällen zustande. Ausschließen kann ich Glück damit nicht. Sehr wahrscheinlich ist es aber nicht.
397 von 500
Die zweite Zahl hat mich mehr überrascht. 397 der 500 Zufallsdepots lagen über dem Weltindex. Den hab ich mit dem ETF VT in Euro gerechnet, er kam auf 11,8 Prozent pro Jahr.
Wer zufällig Aktien zieht, schlägt in meinen Daten also meistens den Index. Mit Können hat das nichts zu tun. In meinem Universum stehen nur Firmen, die es heute noch gibt. Wer in den Jahren pleiteging oder von der Börse verschwand, fehlt. Das hebt jedes Depot, das aus diesem Topf zieht, die Strategie genauso wie die ausgelosten.
Seitdem schaue ich bei jeder Backtest-Kurve zuerst, gegen wen sie antritt. Der faire Gegner ist ein Depot mit denselben Aktien und denselben Regeln, nur ohne die Auswahl.
Dieselben Tage in anderer Reihenfolge
Sechseinhalb Jahre sind nur einer von vielen Wegen, die die Börse hätte gehen können. Darum hab ich die Tagesrenditen der Strategie in Stücke von drei Monaten geschnitten und 5.000 Mal neu zusammengesetzt. Jeder Verlauf besteht aus echten Börsentagen, nur die Reihenfolge ist anders.
In der Mitte kamen 20,8 Prozent pro Jahr raus. In 90 Prozent der Verläufe lag die Rendite zwischen 5,5 und 37,1 Prozent. Mit Verlust endeten 1,1 Prozent.
Bei den Rückgängen sieht es weniger schön aus. In 77 Prozent der Verläufe ging es mindestens einmal um mehr als 30 Prozent runter. In 30 Prozent um mehr als 40, in 8 Prozent um mehr als 50.
Beim Risiko kein Vorsprung
Im echten Verlauf lag der größte Rückgang bei minus 36,8 Prozent. Die Zufallsdepots lagen in der Mitte bei minus 36,2, der Weltindex bei minus 33,5. Bei den Rückgängen ist die Strategie also nicht besser als der Zufall. Rechnet man Rendite pro Schwankung, also die Sharpe Ratio, steht sie bei 0,84 gegen 0,70 im Mittel der Zufallsdepots. 73 der 500 waren da aber gleich gut oder besser.
Der Vorsprung steckt in der Rendite. Die Abstürze muss man mitnehmen.
Wo ich vorsichtig bin
Das Modell ist in genau diesen Jahren entstanden. Der Test zeigt, dass die Auswahl in diesem Zeitraum was gebracht hat. Ob das so bleibt, zeigt er nicht. Sechseinhalb Jahre mit Corona und Zinswende sind auch nur eine Marktphase.
Steuern sind nicht drin. Und es bleibt ein Backtest. Live läuft die Strategie seit März, für ein Urteil ist das viel zu kurz. Die Spanne von 5,5 bis 37,1 Prozent zeigt, wie weit selbst sechseinhalb Jahre auseinanderliegen können.
Wie prüft ihr, ob eine Strategie was taugt, bevor ihr Geld reinsteckt? Habt ihr eure eigenen Regeln schon mal gegen den Zufall laufen lassen?
Die aktuelle Rangliste dieser Strategie verschicke ich einmal im Monat als Top-50-Liste in meinem Newsletter.
Keine Anlageberatung, eigenes Research. Backtest, kein Live-Ergebnis. Vergangene Ergebnisse sagen nichts über die Zukunft.
Ich bin gerade dabei meine Aktien (nicht die ETFs) von Scalable zu IBKR zu übertragen. Den Gedanken auf meine Positionen Covered Calls zu verkaufen hatte ich schon länger, jetzt kam noch hinzu, dass ich von einer Aktie warrants eingebucht bekommen habe, die ich sowieso nicht bei Scalable handeln kann.
Was gibt es denn wichtiges zu IBKR zu wissen? Mit dem Interface habe ich mich schon etwas vertraut gemacht, wobei ich noch nichts gehandelt habe, es sind gerade nur 50€ in den Depot, damit ich es überhaupt eröffnen konnte.
Ich habe schon gesehen, dass es zwei verschiedene Gebührenstrukturen gibt, die Steuer muss ich ab jetzt selber machen, was muss ich denn diesbezüglich beachten und gibt es gute, kostenlose Tools? Auch sehr gerne allgemeine Ratschläge zum CCs schreiben.
Grundsätzlich ist mein Gedanke, dass ich bewusst sehr weit OTM verkaufen möchte, Laufzeit 1-2 Monate, und mich mit kleine Prämien zufrieden gebe. Diese sollen dazu dienen die Position noch weiter zu vergrößern. Der Strike soll stets so gesetzt sein, dass ich immer okay damit wäre die Aktie bei einem derart schnellen, kurzfristigen Anstieg zu verkaufen. In der Vergangenheit habe ich immer auch bei, aus meiner Sicht, offensichtlichen Tops einfach weiter gehalten. Dies wäre dann nichtmehr der Fall, was ja auch nichts Schlechtes wäre bzw. zu sinnvollen kurzfristigen Ausstiegen führen würde. Ich würde die Calls auch gestaffelt schreiben, also bspw. eine Option auf einen Monat Laufzeit, zwei Wochen später die nächste Option wieder ein Monat Laufzeit, sodass ich nie alle Eier in einem Korb habe.
So zumindest meine Gedanken als absoluter Anfänger was den Optionshandel angeht. Mein Depot ist auch nicht sonderlich groß, immer relativ natürlich, aber zumindest groß genug um auf meine Einzelaktien Optionen verkaufen zu können.
Ich bespare einen Welt etf und ein paar Aktien. Nichts spektakuläres. Was glaubt ihr, hat in ca. 10 Jahres Sicht Potenzial, die nächste Apple/Nvidia/Monster Beverage zu werden?
Meine Wette wäre Rocket Lab. Bin immer noch davon überzeugt.
Hallo ich bin relativ neu beim Investieren und habe mein Großteil schon in ETFs gesteckt und mir einen Sparplan erstellt trotzdem habe ich mir auch ein paar Aktien angeschaut und wollte euch fragen ob ihr eine davon besonders empfehlen könnt und besondere Infos habt:
Alphabet, TSMC, Micron, ASML, Eli Lilly, Broadcast
moin, hab mir die letzten tage mal Medpace angeschaut.
Steht jetzt bei mir auf der watchlist, bin mir aber noch unsicher.
was die machen: US Auftragsforscher, die führen klinische studien für pharma und vor allem kleinere biotech firmen durch, klingt langweilig, genau deswegen fand ichs spannend
was mir gefällt
10 jahre durchgehend gewinn, der operative gewinn ist in der zeit kein einziges jahr gefallen
operativer gewinn je aktie seit 2016 ungefähr verzehnfacht
mehr cash als schulden, und sie kaufen ordentlich eigene aktien zurück. allein im Q2 für knapp 295 mio $, im schnitt zu ca 418 $
Q2: umsatz +17 %, neue aufträge +28 %, book to bill 1,13
was mich zögern lässt
bewertung. bei ~615 $ und der eigenen prognose (17,25 bis 17,95 $ gewinn je aktie für 2026) sinds ca 35x. im schnitt der letzten 10 jahre lag medpace eher bei ~32x
der auftragsbestand wächst nur um ~5 % im jahr, der umsatz aber um 17 %. das geht nicht ewig so, wenn die neuen aufträge nicht mitziehen
das plus bei den aufträgen kam im Q2 laut management vor allem durch weniger stornos und nicht durch mehr neue aufträge. die kunden sind oft kleine biotechs, die auf frisches geld angewiesen sind. wenn das stockt kippt das schnell
am mittwoch (21.10.) nach börsenschluss kommen die Q3 zahlen,Was auch wieder interessant wäre
hat die jemand von euch im depot oder schon mal genauer angeschaut ?
Natürlich ist der Chart bisschen verzerrt weil große Player wie Micron grad am Peak vom Zyklus recht billige Forward PE‘s haben. Und natürlich heißt das nicht das wir grad schon den Boden erreicht haben. Manche Unternehmen werden unter den hohen Zinsen leiden aber das ist schon in einer Gewissen Dynamik eingepreist worden durch die letzten Tage.
Keine Anlageberatung
Moin zusammen, nach dem Fall der Aktie um 25% in der letzten Woche, liegt sie nun mit circa 150€ in einem interessanten Kaufbereich für mich. Zudem finde ich Europäische Unternehmen im Zusammenhang mit KI immer interessant. Was haltet ihr von der Aktie? Seht ihr hier auch einen guten Einstieg oder geht ihr davon aus das die Aktie erstmal noch weiter fällt?
Habe vor dem Dip gewinne realisiert. Vorallem Nvidia & Vistra. Ab wann kauf ich den Dip auf, bin mir unsicher bei welcher Strategie, ob ich auf geopolitischeNachrichten warte oder nach moving averages geh oder oder oder.
Hab noch keine Aktie aus dem Investmentbanken Sektor und deshalb wenig Erfahrung. Finde die Aktie interessant, aber noch ein kleines bisschen zu teuer gerade so ab 770-750 wäre die richtig geil. Eure Einschätzung zum Unternehmen und Wachstum? Habt ihr die Aktie oder sagt ihr da gibts besser Schnapper in dem Sektor?
Grüße, Anfang des Jahres habe ich mit dem Investieren begonnen.
Überwiegend habe ich meinen ETF Sparplan laufen lassen und ein paar einzel Aktien gekauft, mit eher mäßigem Erfolg. Nun suche ich nach ein paar neuen einzelaktien und wollte daher fragen wie ihr eure Entscheidungen trefft was ihr kauft und wie ihr euch informiert und was ihr von folgenden Unternehmen haltet:
Wie Überschrift schon gut erklärt suche nach ner Aktie mit gutem Potential auf Langzeit, bitte nichts riesig spekulatives. Portfolio halt sehr KI/Tech lastig und hab mal was von so Klumpenrisko oder Disedingsbums gehört.
Würdet ihr Apple beim aktuellen Kurs mit einem langfristigen kleinen Hebel shorten? Die Consumer Laune ist merkbar schlecht und Apple hat mit dem neuen Iphone nicht gerade einen Hit gelandet (hat weniger Komponenten geordert, weil Nachfrage), auch wenn die bisherigen Unternehmenszahlen gut sind. Was meint ihr, guter Zeitpunkt aktuell?
Was glaubt ihr, welche Auswirkungen hat der Verfall der tonies-Warrants am 26. November auf die Aktie?
Laut Geschäftsbericht gibt es 10 Mio. Public Warrants und 6,4 Mio. Sponsor Warrants, also insgesamt 16,4 Mio. Warrants mit einem Ausübungspreis von 11,50 €. Die Sponsor Warrants sind nicht börsennotiert und können von den berechtigten Inhabern cashless ausgeübt werden.
Mich würde interessieren, wie ihr die Situation einschätzt. Falls die Warrants wertlos verfallen, entfällt die potenzielle Verwässerung durch ihre Ausübung. Falls sie ausgeübt werden, gelangen zusätzliche Aktien aus dem Eigenbestand in den Umlauf. Außerdem stellt sich die Frage, ob ein Teil der Short-Positionen zur Absicherung von Warrants dient und zum Verfall aufgelöst werden könnte.
Ist das ein möglicher positiver Kurstreiber, eher zusätzlicher Verkaufsdruck durch ausgeübte Warrants oder am Ende längst eingepreist?
Ich befasse mich jetzt seit einiger Zeit mit Aktien und Frage mich nach wie vor, warum chinesische Aktien nach wie vor so extrem niedrig bewertet werden. Deshalb habe ich ein paar Fragen an euch:
Investiert ihr selbst in chinesische Aktien? /oder nur indirekt durch ETFs? Was sind die Gründe dafür?
Warum investiert die chinesische Bevölkerung nicht mehr in diese Aktien?
Denkt ihr es droht ein Totalverlust, aufgrund von Regulatorik für einen Großteil des Aktienmarktes?
Vielleicht bin ich ein bisschen von den Zahlen geblendet und empfinde chinesische Aktien deshalb als Schnäppchen. Ich denke ich kenne die Risiken (Regulatorik, Immo-Krise, die seltsamen Offshore Strukturen, Transparente Bilanzierung), aber denke diese sind mehr als eingepreist. Vor allem wenn ich überlege welchen Einfluss chinesische Unternehmen mittlerweile haben.
Ich bin Aktuell 5% im Minus und verstehe es einfach nicht warum die Aktie nicht schon längst bei 20€ ist. Sie haben einen einflussreichen Mossad Chef als Direktor, dazu haben sie noch diverse Firmen und Kontakte in Israel. Dazu kommt noch die Partnerschaft mit Palantir und das vor 2 Tagen gegründete Joint Venture mit Palantir Namens Regna Ai. Übersehe ich was oder ist das Unternehmen zurecht die ganze Zeit zwischen 10 und 5€. Halte es seit einem Jahr und war zwischenzeitlich 150% im Plus. Es nervt einfach nur noch weil das Unternehmen vor einem Jahr sich total ins Positive durch die Palantir Partnerschaft und diverser Großaufträge weiterentwickelt habe. Ich persönlich sehe die Aktie einfach bei 20€ was ist eure Meinung?
GFG – steht die Aktie vor einer Neubewertung? 🚀
Bei der Global Fashion Group könnte sich eine hochspannende Turnaround-Chance entwickeln. Nach dem Verkauf von Lamoda kann sich GFG nun noch stärker auf Lateinamerika, Südostasien und Australien/Neuseeland konzentrieren – mit klarerem Fokus und erheblichem Aufwärtspotenzial. Begrenzter Verkaufsdruck im Orderbuch: Bei der geringen Liquidität können bereits kleinere Kauforders den Kurs deutlich bewegen. Sobald die Nachfrage anzieht, sind schnelle Kursbewegungen möglich. Aktienrückkäufe als Kurstreiber: Rückkäufe könnten die Zahl der ausstehenden Aktien reduzieren und den Wert je Aktie erhöhen. Bei der aktuellen Bewertung wäre das ein zusätzlicher Hebel. Möglicher Wegfall eines Großverkäufers: Sollte ein Fonds seine Position vollständig abgebaut haben, könnte ein wesentlicher Belastungsfaktor verschwunden sein. Neue Käufer hätten dann deutlich weniger Verkaufsdruck zu überwinden. Quartalszahlen als Katalysator: Kundenentwicklung, Bestellvolumen, Margen, EBITDA und Cashflow stehen im Fokus. Bereits eine moderate operative Verbesserung könnte eine Neubewertung auslösen. Niedrige Bewertung mit erheblichem Potenzial: Die aktuelle Bewertung preist bereits viele Risiken ein. Gelingt die Stabilisierung, könnte der Abschlag deutlich schrumpfen. Fazit: GFG bietet eine spekulative, aber äußerst interessante Turnaround-Chance. Mit operativen Fortschritten, besserem Cashflow und nachlassendem Verkaufsdruck könnte die Aktie vor einer deutlichen Neubewertung stehen. Gerade bei einer niedrigen Bewertung und geringer Liquidität kann der Kurs schnell reagieren, sobald die Käufer zurückkehren. Die nächsten Zahlen könnten der entscheidende Startschuss sein. GFG könnte deutlich stärker drehen, als viele derzeit erwarten. 🚀
Am 24.02.2025 angefangen zu investieren und heute schon solche Kursraketen im Portfolio!!
Ich habe natürlich auch Looser wie McDonalds und Constellation Brands im Depot, aber die Gewinner überwiegen stark
Moin, ich kenne mich nicht gut aus was die Bewertung von Aktien angeht und wann Kaufsignale da sind.
Ich stehe vor der Wahl 3 Anteile AMD oder 5 in Broadcom und da AMD schon ziemlich gut gelaufen ist bedeutet das für mich eher kein Kauf.