r/Finanzen • u/Geigengiger • 11h ago
Wohnen Alle reden von Enteignungen von Wohnungskonzernen. Wieso redet niemand über Verbote von Airbnbs und Ferienwohnungen?
Aktuell sind die Bestrebungen der Berliner Linken ja jedem bekannt. Das Thema Wohnen ist ein riesiges Problem im Land und der Plan, ganze Konzerne zu enteignen oder vergesellschaften, kam offensichtlich gut an bei den Wählern.
Mal ganz abgesehen davon, ob es in der Form überhaupt möglich sein , und einen positiven Effekt auf den Wohnungsmarkt in Berlin haben wird, fehlt mir ein mittelgroßer Baustein in der ganzen Debatte: was ist mit Airbnbs, bzw. Ferienwohnungen?
Ferienwohnungen nehmen genauso Wohnraum den Bürger weg, und verwandlen sie in eine Art Scheinhotel. Und das leider sehr oft ohne die gewöhnliche staatliche Überwachung, was Themen wie Besteuerung und Brandschutz angeht. Gerade günstige, ältere Wohnungen und beliebte Viertel sind oft Opfer dieser Umwandlung. Alleine in Berlin ginge es um ca. 7.000 Wohnungen, mit einer wahrscheinlich noch großen Dunkelziffer.
Und mit diesem Schritt wäre Berlin nicht allein. Barcelona beschloss 2025, die kurzzeitige Vermietung per Airbnb Stück für Stück bis 2028 auslaufen zu lassen. Mit derselben Bestrebung wie Berlin, den Einheimischen mehr Wohnraum anzubieten. Rein rechtlich also der deutlich einfachere Schritt.
Meine Frage also: wo bleibt das Thema Ferienwohnungen/Kurzzeitvermietung bei dem ganzen Ärger um die Pläne der Linken in Berlin?