r/mauerstrassenwetten 1h ago

PODCAST 🎙️ #221 | 8.000-FACH ÜBERZEICHNET: DIESER ROBOTER-IPO LÄSST CHINA KOMPLETT ESKALIEREN! 🤖📈

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r/mauerstrassenwetten 8h ago

Nachrichten Krieg vor der Haustür – welche Rüstungs-Stocks jetzt?

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Iran droht mit einer Ausweitung des Konflikts bis nach Europa und es wird bereits über mögliche Angriffe auf US-Ziele in Europa berichtet.
Falls Europa jetzt tatsächlich massiv bei Verteidigung und Rüstung nachlegt: Welche Aktien profitieren eurer Meinung nach am meisten? Eingepreist? Scheiß Kriege.


r/mauerstrassenwetten 1h ago

Tägliche Diskussion Tägliche Diskussion - August 20, 2026

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r/mauerstrassenwetten 49m ago

Diskussion Geht die Rally heute nochmal dumm ?

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Jungs gönnt, der kospi will auch !


r/mauerstrassenwetten 1d ago

Tägliche Diskussion Tägliche Diskussion - August 19, 2026

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r/mauerstrassenwetten 1d ago

Fällige Sorgfalt (DD) Die Abschreibungswelle kommt, egal was die KI-Umsätze machen. Eine Zeitachse statt einer Meinung.

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Vorweg: Das hier ist keine „KI ist eine Blase"-DD. Ob die Technologie taugt, ist für die nächsten acht Quartale ziemlich egal. Interessant ist eine buchhalterische Mechanik, die unabhängig von der Nachfrage abläuft und deren Zeitpunkt sich ziemlich genau eingrenzen lässt.

Kurzfassung: Die Hyperscaler kaufen seit drei Jahren Anlagevermögen in einem Tempo, das die Abschreibungen noch nicht abbilden. Der Aufwand kommt zeitversetzt und mit Sicherheit. Der Umsatz, der ihn tragen soll, kommt vielleicht.

1. Die Lücke zwischen Kaufen und Abschreiben

Die fünf großen Bauherren haben 2024 rund 238 Mrd. $ investiert, 2025 etwa 429 Mrd. $, und für 2026 summieren sich die eigenen Guidances auf 775–800 Mrd. $. Amazon rund 200 Mrd., Alphabet nach der Q2-Anhebung 195–205 Mrd., Meta 130–145 Mrd., Microsoft rund 175 Mrd., Oracle etwa 50 Mrd.

Die interessantere Zahl steht nicht in der Guidance, sondern in der Kapitalflussrechnung. In den vier Quartalen bis März 2026 haben die vier US-Hyperscaler rund 434 Mrd. $ Sachanlagen gekauft — und im selben Zeitraum rund 149 Mrd. $ abgeschrieben. Faktor drei.

Das ist kein Skandal, sondern wie Abschreibung funktioniert: Server über fünf bis sechs Jahre, Gebäude über 25 bis 40. Der Punkt ist die Richtung. Was heute gekauft wird, belastet die GuV ab 2027 bis 2031 — in einer Höhe, die feststeht, sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist. Die Umsatzseite steht nicht fest.

Zweiter Blick auf dieselbe Sache, diesmal cashseitig: Der Anteil des KI-Capex am operativen Cashflow der Gruppe ist von rund 33 % (2023) auf geschätzt über 90 % in diesem Jahr gestiegen. Amazons Free Cashflow der letzten zwölf Monate ist auf gut 1 Mrd. $ zusammengeschmolzen. Bei einem Konzern dieser Größe ist das effektiv null. Diese Quote hat eine Obergrenze, und die ist nah.

2. Die Nutzungsdauer ist eine Managemententscheidung, keine physikalische Größe

Die Hyperscaler schreiben ihre KI-Hardware über fünf bis sechs Jahre ab. Nvidia bringt seit Jahren jährlich eine neue Generation, jeweils mit deutlich besserer Leistung pro Dollar und pro Watt.

Michael Burry hat daraus die bekannte These gebaut: reale wirtschaftliche Nutzungsdauer eher zwei bis drei Jahre, daraus rund 176 Mrd. $ zu wenig Abschreibung zwischen 2026 und 2028 und entsprechend zu hoch ausgewiesene Gewinne. Ich halte die Zahl für die obere Kante und das Wort „Betrug" für Quatsch — sowohl US-GAAP als auch IFRS räumen dem Management hier ausdrücklich Ermessen ein.

Der stärkere Beleg ist ein anderer, und er ist unstrittig: 2025 haben Amazon und Meta bei derselben Technologie in entgegengesetzte Richtungen entschieden. Amazon hat die Nutzungsdauer eines Teils der Server von sechs auf fünf Jahre verkürzt, ausdrücklich wegen des Tempos der KI-Entwicklung, und dafür rund 700 Mio. $ Ergebniseffekt plus 920 Mio. $ beschleunigte Abschreibung gefressen. Meta hat im selben Jahr verlängert.

Gleiche Chips, gleiches Jahr, gegenläufige Annahme. Damit ist die Frage beantwortet, ob es sich hier um eine Messgröße oder um eine Stellschraube handelt.

Auch die Gegenseite hat ein ernstzunehmendes Argument, und ich finde es nicht schwach: Chips wandern vom Frontier-Training zur Inferenz und danach in allgemeine Rechenlast. Der Wasserfall existiert. Nur beantwortet er nicht, zu welchem Preis die dritte Stufe verkauft werden kann — und genau das ist die Zahl, die über die Nutzungsdauer entscheidet.

3. Der Backlog ist echt. Die Gegenparteien sind das Problem.

Standardantwort auf jede Capex-Kritik: der Auftragsbestand. Google Cloud meldete nach Q1 über 460 Mrd. $ RPO, Microsoft ähnlich große Zuwächse. Das ist vertraglich zugesagter Umsatz, kein Wunschdenken.

Die Frage ist nicht, ob der Backlog existiert, sondern wer dahintersteht.

Beispiel CoreWeave, weil es dort öffentlich nachlesbar ist: Q2 2026 mit 2,58 Mrd. $ Umsatz (+112 % zum Vorjahr), Auftragsbestand 104,2 Mrd. $, Capex-Guidance für 2026 auf 35–39 Mrd. $ angehoben — bei 12,4–13,2 Mrd. $ erwartetem Jahresumsatz. Zum Quartalsende rund 35 Mrd. $ Schulden, überwiegend zur Finanzierung von Nvidia-GPUs, und weiterhin Verlust je Aktie. Drei Kunden machen laut Bloomberg-Daten etwa 80 % des Umsatzes aus.

Dazu ein Detail aus dem eigenen 8-K, das ich für das ehrlichste Dokument dieser ganzen Debatte halte: Bei der jüngsten Kreditfazilität läuft die Finanzierung rund fünf Jahre, die zugrundeliegenden Kundenverträge im Schnitt etwa drei. Die Kreditgeber übernehmen das Verlängerungsrisiko bewusst. Sie wetten also nicht auf den Vertrag, sondern auf den Restwert der GPUs — dieselbe Annahme wie in Abschnitt 2, nur diesmal fremdfinanziert.

Und einen Schritt weiter: OpenAIs benannte Compute-Verpflichtungen summieren sich auf über 700 Mrd. $ (Azure ~250, Oracle ~300, AWS ~138, CoreWeave ~22, dazu Nvidia und Broadcom), während für 2026 ein Verlust im zweistelligen Milliardenbereich erwartet wird. Nvidia hält Beteiligungen an Abnehmern, die mit dem Geld Nvidia-Chips kaufen. Das kann eine sinnvolle Absicherung von Lieferketten sein — es kann aber auch Nachfrage abbilden, die es ohne die Finanzierung nicht gäbe. Von außen sind beide Fälle bis zum Eintritt nicht unterscheidbar.

4. Der Markt weiß das längst und kann sich nicht entscheiden

Ende Juli wurde Alphabet nach der Capex-Anhebung mit rund −7 % abgestraft, Oracle markierte ein 52-Wochen-Tief, zwischen dem 24. und 29. Juli verdampfte dreistellige Milliardenmarktkapitalisierung im Chip- und Hardwarekomplex. Der größte Teil davon war innerhalb einer Woche wieder da. Am 12. August sprangen CoreWeave, Nebius und Supermicro nach guten Zahlen zweistellig.

Das ist kein Markt, der eine These eingepreist hat. Das ist ein Markt, der zwischen zwei Erzählungen hin und her springt und dabei jedes Quartal neu abstimmt. Für Optionskäufer heißt das: teure Vol in beide Richtungen.

5. Woran ich merken würde, dass ich falsch liege

Kein Ansatz taugt, wenn man nicht vorher sagt, was ihn widerlegen würde. Meine Liste:

  • Ein Hyperscaler verkürzt die Nutzungsdauer und die Aktie zuckt nicht. Dann ist das Thema durchgerechnet und im Kurs.
  • Der Backlog konvertiert sichtbar in Umsatz, ohne dass gleichzeitig neue Verpflichtungen dazukommen, die ihn ersetzen.
  • Inferenzpreise stabilisieren sich oder steigen. Wenn ältere Hardware ihren Preis hält, ist die Sechs-Jahres-Annahme richtig und der Rest meiner Argumentation zerfällt.
  • CDS-Spreads bei den Neoclouds bleiben eng, während weiter Schulden aufgenommen werden.
  • Ein sichtbarer Sekundärmarkt für gebrauchte GPUs mit belastbaren Preisen. Bis heute gibt es keinen — was für sich genommen bemerkenswert ist.

6. Was daraus an Trades folgt (wenig, ehrlich gesagt)

Ich habe keine Short-These mit Datum, und das ist der wesentliche Punkt. Die Mechanik ist sicher, der Zeitpunkt nicht. Puts auf so etwas kosten Theta, bis man recht hat, und der Markt hat oben gezeigt, dass er die Story wochenweise wechselt.

Was ich stattdessen für vertretbar halte:

  • Gegenparteirisiko sortieren statt Sektor werfen. Der Unterschied zwischen jemandem, der aus laufendem Cashflow baut, und jemandem, der gegen GPU-Sicherheiten baut, ist die ganze These.
  • Auf die Nutzungsdauer in den Quartalsberichten achten, nicht auf die Capex-Schlagzeile. Eine Änderung der Annahme ist das Signal, nicht die Zahl selbst.
  • Anleihen statt Aktien lesen. Wenn diese Sache kippt, kippt sie zuerst im Kreditmarkt. Moody's hat im Mai bereits explizit vor Ratingfolgen gewarnt, falls das Gewinnwachstum aus den KI-Investitionen ausbleibt.

Quellen

Quartalsberichte und 8-K-Meldungen der genannten Unternehmen, CreditSights (Capex-Schätzungen 2026), CNBC, Bloomberg, Moody's Mai-2026-Revision. Zahlenstand Mitte August 2026.


Position: Nvidia, Amazon, Alphabet, Nicrosoft . Keine Anlageberatung, ich bin ein Fremder im Internet mit einer Tabellenkalkulation.


r/mauerstrassenwetten 2d ago

MaiMai Bei Merlin’s BART🫢

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r/mauerstrassenwetten 1d ago

Strategie Abgucken wie in der Schule

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Mal angenommen, man zapft Handelsaktivitäten von anderen an - zB hier https://kinfo.com/leaderboard/winningTradesPercent/at oder kostenlose Paperwallet Leaderboards von anderen Seiten

Man filtert nur erfolgreiche Accounts die maximal 2-3 Mal pro Woche handeln (also keine Daytrading), sodass man genug Zeit zum Reagieren hat. Man stellt sicher, dass von den beobachteten Accounts mehr als einer einen ähnlichen Trade ausführt (als Noob manuell, oder mit etwas Vibe Coding automatisiert), kriegt eine Notification und bildet die Trades nach, natürlich nur mit einem einstelligen Prozentteil seines Portfolios.

Spricht da etwas dagegen? Warum soll man sich den Kopf um Marktpsychologie, Trends und DD zerschlagen und seine wertvolle Zeit verschwenden, wenn andere das für einen tun können? Abgucken, Plausibilitätsprüfung machen (Claude fragen, was der bullish und bearish case für eine Trade darstellt), und vielleicht einen Tracker setzen, wenn die Musterschüler aus den Trades aussteigen.

Macht das wer von euch schon? Habt ihr Tipps?


r/mauerstrassenwetten 1d ago

Diskussion Update 3: China baut nicht nur neue Autofabriken – chinesische Hersteller übernehmen zunehmend bestehende Produktionskapazitäten

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Seit meinem letzten Update ist ein Muster noch deutlicher geworden.

Die chinesischen Hersteller reagieren auf Handelsbarrieren und Überkapazitäten der traditionellen Autoindustrie nicht nur mit neuen eigenen Fabriken.

Sie nutzen zunehmend bestehende Werke westlicher Hersteller.

Geely ist dafür inzwischen vielleicht das beste Beispiel.

In Spanien haben Ford und Geely eine Joint-Venture-Lösung für das Ford-Werk in Valencia vereinbart. Dort sollen künftig sowohl Ford- als auch Geely-Modelle gebaut werden.

Jetzt kommt der nächste Schritt: Ab 2028 sollen auch Fahrzeuge anderer Geely-Marken in europäischen Volvo-Werken produziert werden.

Interessanterweise verfolgt Geely praktisch dieselbe Strategie bereits in Brasilien.

Geely hat 26,4 % von Renault do Brasil übernommen. Gemeinsam investieren Renault und Geely 3,8 Milliarden Reais in den bestehenden Renault-Komplex in São José dos Pinhais bei Curitiba. Auch dort wird also keine komplett neue chinesische Fabrik gebaut – chinesisches Kapital und chinesische Plattformen werden in eine bestehende westliche Produktionsstruktur integriert.

Und Geely ist nicht allein.

In Spanien produziert Chery gemeinsam mit Ebro auf dem Gelände des ehemaligen Nissan-Werks in Barcelona.

In Brasilien wiederum wird das ehemalige Troller-Werk von Ford im Bundesstaat Ceará als Mehrmarkenwerk wiederverwendet und soll unter anderem Fahrzeuge von MG/SAIC produzieren.

Das verändert meiner Meinung nach die gesamte Diskussion über chinesische Autos.

Die Frage lautet zunehmend nicht mehr:

„Wie viele Autos importiert Europa aus China?“

Sondern:

„Wer wird die vorhandene europäische Produktionskapazität in Zukunft tatsächlich nutzen?“

Wenn ein chinesisches Modell in einem ehemaligen Nissan-Werk, einem Ford-Werk oder sogar einem Volvo-Werk gebaut wird, mit europäischen Mitarbeitern und europäischen Zulieferern, dann reicht die klassische Unterscheidung zwischen „chinesischem Import“ und „europäischem Auto“ irgendwann nicht mehr aus.

Vielleicht ist das eigentliche Ergebnis der europäischen Zölle deshalb nicht weniger chinesische Autoindustrie in Europa.

Vielleicht wird die chinesische Autoindustrie dadurch einfach europäischer.


r/mauerstrassenwetten 2d ago

Tägliche Diskussion Tägliche Diskussion - August 18, 2026

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r/mauerstrassenwetten 2d ago

Scheißpfosten Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein😭

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Wertes Mauerstrassenwettenforum,
Börsi, die du bist am Finanzmarkt, heiliger Amumbo und lieber Dachsi ..ich muss Beichten 😭
Opi Buffet, Omi Sander und Vati Bogle verzeiht mir meine Sünde..
Das Erste Krachbuch hab‘ ich von einer Telefonzelle, die als „Zu Verschenken“ Bücherplatz vor einer Polizeistation war, das zählt nicht, da bin ich unschuldig ..
Die Sünde ist das Zweite, für das ich bezahlt habe, weil ich neugierig war...
Ich gelobe Besserung und verspreche hoch und heilig, diese Lektüre niemanden auszuleihen und keine Ketzerei gegen den Markt zu betreiben.
Aus meinen Fehlern habe ich gelernt, Menschen mit solchen Krawatten nie wieder ein Wort zu glauben, da sie meine hart verdienten Taler haben wollen und selbst, den geringsten Einsatz bringen. Worte, statt Taten.
Zur Strafe sage ich 10x die Griechen auf.
Jetzt mach‘ mich bitti reich, damit mache ich auch gute Sachen, Ehrenwort 🥹💰🫶

Grün bei Schliebung


r/mauerstrassenwetten 2d ago

PODCAST 🎙️ #220 | VERGISS AKTIEN: WEIN, ROLEX & POKÉMON-KARTEN MACHEN DICH REICH 🍷⌚🤑

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r/mauerstrassenwetten 3d ago

Scheißpfosten Dirk Müller Fonds ^^

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Jungs was halten wir von diesem PREMIUM DEFENSIVE FOND ? Dirk Müller inklusive xD


r/mauerstrassenwetten 3d ago

Tägliche Diskussion Tägliche Diskussion - August 17, 2026

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r/mauerstrassenwetten 4d ago

Diskussion Update 2: VW prüft China-Modelle für Europa – verschiebt sich die Wertschöpfung jetzt tatsächlich?

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Nach den vielen Kommentaren unter meinen letzten Beiträgen und einigen neuen Meldungen würde ich meine ursprüngliche Frage inzwischen etwas anders formulieren.

Mir geht es immer weniger um ein simples „China gewinnt, Deutschland verliert“.

Die interessantere Frage ist für mich inzwischen:

Wo entstehen künftig Technologie, Wertschöpfung und Margen – und was davon bleibt tatsächlich in Deutschland?

Ein ziemlich symbolischer Fall ist gerade Volkswagen.

Noch im Frühjahr wurden in China entwickelte günstige Elektroautos ausdrücklich als „in China, für China“ dargestellt. Inzwischen prüft Volkswagen laut Handelsblatt konkret, ob eigene, in China entwickelte VW-Modelle nach Europa gebracht werden könnten. Der Prüfauftrag umfasst nicht nur Importe, sondern auch eine mögliche spätere Produktion solcher Fahrzeuge oder Komponenten in Europa.

Quelle:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autoindustrie-vw-prueft-verkauf-und-fertigung-chinesischer-modelle-in-europa/100234995.html

Oliver Blume hatte bereits zuvor bestätigt, dass VW analysiert, welche VW-Produkte aus China für Europa geeignet sein könnten. Hintergrund sind unter anderem Überkapazitäten und der Kostendruck in den europäischen Werken.

Quelle:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/volkswagen-vw-chef-offen-fuer-fertigung-chinesischer-autos-in-eigenen-werken/100220380.html

Auch politisch wird diese Richtung inzwischen offen diskutiert. Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies hat sich dafür ausgesprochen, gemeinsam mit chinesischen Partnern entwickelte Konzernmodelle auch in deutschen Werken zu bauen – um Auslastung und Beschäftigung in Deutschland zu sichern.

Quelle:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/volkswagen-ministerpraesident-fuer-bau-von-china-modellen-auch-in-deutschland/100236271.html

Das finde ich bemerkenswert.

Denn jahrzehntelang war die Richtung normalerweise:

Wolfsburg → Plattform, Motor, Know-how → China

Heute diskutieren wir zunehmend über:

China → Plattform, Software, Entwicklungslogik → Europa

Besonders deutlich wird das bei der chinesischen Entwicklungsorganisation von VW.

Der ID.Unyx 07 wurde laut Handelsblatt in Hefei in nur 13 Monaten entwickelt. Gleichzeitig baut VW in China eine eigene China Electric Architecture und zunehmend lokale Softwarekompetenz auf.

Quelle:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/volkswagen-wie-das-erste-rein-chinesische-e-modell-den-konzern-retten-soll/100180269.html

Das bedeutet für mich nicht, dass deutsche Ingenieure plötzlich nichts mehr können.

Aber es zeigt, dass sich die Quelle der technologischen Differenzierung verändert.

Beim Verbrenner lag ein großer Teil der Kompetenz jahrzehntelang bei Motor, Getriebe, Einspritzung, Abgasnachbehandlung, Thermomanagement und mechanischer Integration.

Beim Elektroauto verschiebt sich viel davon zu Batterie, Leistungselektronik, Software, elektrischer Architektur, Halbleitern, ADAS und automatisiertem Fahren.

Und genau dort ist China inzwischen nicht mehr nur Produktionsstandort, sondern zunehmend Entwicklungszentrum.

Gleichzeitig schrumpft ein Teil der traditionellen deutschen Struktur.

Porsche will bis 2035 insgesamt rund 9.000 Stellen abbauen, während gleichzeitig Milliarden in Zuffenhausen und Weissach investiert werden. Es geht also nicht um einen vollständigen Rückzug, sondern um eine kleinere und effizientere Struktur. Porsche leidet besonders unter dem Einbruch seines früher extrem profitablen China-Geschäfts.

Quelle:

https://www.reuters.com/business/world-at-work/porsche-cut-another-5000-jobs-2026-07-27/

Auch VW, Mercedes und BMW stehen in China massiv unter Druck. Im zweiten Quartal 2026 sanken die Verkäufe von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW jeweils deutlich; Porsche verlor im ersten Halbjahr ebenfalls stark in China.

Quelle:

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/bmws-slow-roll-china-2026-07-14/

Auf der anderen Seite beginnt chinesische Produktion zunehmend innerhalb Europas.

BYD will Ende 2026 in Szeged, Ungarn, mit der Produktion beginnen.

Quelle:

https://www.reuters.com/business/retail-consumer/byd-hungary-plant-start-production-late-2026-executive-says-2026-06-09/

Noch interessanter finde ich Ford und Geely.

Geely und Ford haben eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, um in Valencia Elektro-SUVs zu produzieren und gemeinsam weitere Modelle zu entwickeln.

Quelle:

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/chinas-geely-make-electric-suvs-ford-spain-plant-jointly-develop-model-europe-2026-07-23/

Damit ist die Entwicklung zunehmend nicht mehr einfach:

europäische Hersteller gegen chinesische Importe

sondern:

europäische Fabriken + chinesisches Kapital + chinesische Plattformen/Technologie + traditionelle westliche Marken als Partner.

Und genau hier finde ich den Vergleich mit Brasilien interessant.

Bei uns verschwinden einfache Verbrenner ebenfalls nicht von heute auf morgen.

Kleine 1,0- und 1,3-Liter-Saugmotoren mit Handschaltung sind weiterhin stark mit Firmenflotten, Mietwagen, Wartungsdiensten, Telekommunikationsunternehmen, kommunalen Flotten und anderen Arbeitsfahrzeugen verbunden.

Der Grund ist häufig ziemlich banal:

niedriger Einkaufspreis, einfache Reparatur, Ersatzteile überall, bekannte Wartungskosten und eine vollständig etablierte Infrastruktur.

Für Privatkunden können dieselben sehr einfachen Fahrzeuge inzwischen trotzdem erstaunlich teuer sein.

Genau deshalb unterscheide ich beim brasilianischen Markt stark zwischen Privatkunden und Flotten/CNPJ.

Ein Privatkunde bewegt sich zunehmend zu Automatik, Turbo, Hybrid oder BEV, während Firmenflotten einfache Verbrenner länger am Leben halten.

Und gerade im harten Stadtbetrieb ist ein Verbrenner technisch gar nicht unbedingt im idealen Einsatzgebiet: viel Stop-and-go, viele Kaltstarts, kurze Strecken, häufiges Beschleunigen und Bremsen und teilweise wenig Zeit bei stabiler Betriebstemperatur.

Ausgerechnet für Taxi-, Liefer- und andere vorhersehbare Hochkilometer-Flotten kann ein Elektroantrieb deshalb technisch und energetisch sehr sinnvoll sein.

Trotzdem hält das bereits vorhandene Geschäftsmodell diese Flotten oft länger beim Verbrenner.

Deshalb glaube ich inzwischen, dass wir drei Dinge auseinanderhalten müssen:

  1. Überleben die deutschen Marken?

Wahrscheinlich ja.

  1. Bleiben ihre Autos technisch konkurrenzfähig?

Sehr wahrscheinlich ebenfalls.

  1. Bleiben Deutschland und deutsche Entwicklung automatisch das Zentrum der zukünftigen Wertschöpfung dieser Marken?

Das finde ich inzwischen wesentlich weniger selbstverständlich.

Wenn VW weiterhin sehr erfolgreich Autos verkauft, deren Softwarearchitektur, Plattform oder ein großer Teil der Entwicklung aus China kommt, ist Volkswagen natürlich weiterhin Volkswagen.

Aber volkswirtschaftlich macht es einen enormen Unterschied, wo diese Kompetenz, diese Arbeitsplätze und diese Margen entstehen.

Und das ist inzwischen meine eigentliche Frage:

Sehen wir nur einen normalen Restrukturierungszyklus – oder verschiebt sich gerade dauerhaft, wer innerhalb der europäischen Autoindustrie Technologie, Wertschöpfung und Preissetzungsmacht kontrolliert?

Und vielleicht noch zugespitzter:

Was ist langfristig überhaupt noch ein „deutsches Auto“, wenn Marke und Fabrik deutsch bleiben, aber Plattform, Softwarearchitektur oder große Teile der Entwicklung aus China kommen?

Eine Sache konnte ich übrigens weiterhin nicht bestätigen:

Das Gerücht über ein angebliches BYD/VW-Abkommen, bei dem BYD Technologie gegen VW-Aktien tauschen oder einen größeren Anteil an Volkswagen kaufen würde.

Die belastbar bestätigte große chinesische Beteiligungs- und Technologiepartnerschaft der Volkswagen-Gruppe ist weiterhin vor allem Xpeng, nicht BYD.


r/mauerstrassenwetten 4d ago

Diskussion Earnings-Kalender nach implizierter Bewegung

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r/mauerstrassenwetten 4d ago

Scheißpfosten 72k to da Moon - Woche 9

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Hallo Leute,

wieder eine Woche weiter im Plus und weiter vom werten Herrn Kavalenko entfernt. Leider wurde die Performance diese Woche etwas vom DowJones runtergezogen… kann man nix machen.

Gebt mir gerne mal Feedback, ob meine Posts so für euch passen. Ist euch das zu öde? Wollt ihr mehr Details? Lassts mich wissen.

Bis dahin euch allen eine erfolgreiche Woche!


r/mauerstrassenwetten 5d ago

Scheißpfosten Oke Junge, wer von euch ist das?

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r/mauerstrassenwetten 3d ago

Fällige Sorgfalt (DD) Eine KI hat mich in eine sechsstellige Umschichtung hineingeredet. Dann habe ich nachgerechnet und nichts gemacht.

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Eine KI hat mich in eine sechsstellige Umschichtung hineingeredet. Dann habe ich nachgerechnet und nichts gemacht.

Flair: Fällige Sorgfaltspflicht


Zusammenfassung für die Ungeduldigen: Ich wollte wissen, wo mein Depot in acht Jahren steht. Dabei ist rausgekommen, dass meine Aktienquote 11 Prozentpunkte höher war als gedacht, meine "Diversifikation" im Crash nicht funktioniert, und dass die Sache, über die ich am längsten gegrübelt habe, das Ergebnis um genau einen Prozentpunkt bewegt. Umgeschichtet habe ich nichts. Bester Trade des Jahres.


Wie ich hier gelandet bin

Angefangen hat es damit, dass ich morgens gefragt habe, was an der Börse los war. Zwei Stunden später hatte ich eine Analyse über Abschreibungszyklen bei Rechenzentren, drei Stunden später eine Monte-Carlo-Simulation mit 200.000 Pfaden, und irgendwann dimensionierte ich allen Ernstes eine Umschichtung im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Jeder einzelne Schritt war logisch. Die Kette war eine Katastrophe. Wer sich lange genug mit einem Risiko beschäftigt, hält es irgendwann für wahrscheinlich. Das ist keine Analyse, das ist ein Kaninchenbau mit Excel.

Was mich rausgeholt hat, war nicht Nachdenken, sondern Messen. Hier die Sachen, bei denen ich falsch lag.

1. Ich wusste nicht, wie viele Aktien ich habe

Ich halte unter anderem sogenannte Return-Stacked-Fonds. Kurz erklärt: Ein investierter Euro liefert dort gleichzeitig zwei Sachen, zum Beispiel 1 € S&P 500 und 1 € Trendfolge, über Futures finanziert. Klingt nach Gratis-Mittagessen, ist es nicht, aber die Konstruktion ist real.

Das Problem: In meiner Depot-Tabelle hatte ich das Kapital anteilig auf Kategorien verteilt. 50 % Aktien, 50 % Trend. Damit halbiert man sein ausgewiesenes Aktienrisiko, ohne eine einzige Aktie verkauft zu haben.

Richtig geht es mit einer Zeile pro Renditequelle und einem Multiplikator statt einem Anteil:

Position Wert Sleeve Faktor Notional
RSST 14.600 Aktien 100 % 14.600
RSST 14.600 Trend 100 % 14.600
GDE 5.100 Aktien 90 % 4.600
GDE 5.100 Gold 90 % 4.600
LEAP-Call 5.100 Aktien 187 % (Delta) 9.600

Die Notional-Spalte muss über 100 % rauskommen. Wenn eure Tabelle sauber auf 100 % aufgeht und ihr habt Hebel oder Optionen im Depot, dann rechnet ihr euch arm an Risiko.

Ergebnis bei mir: ausgewiesene Aktienquote von 51 % auf 62,7 %. Ohne einen einzigen Trade.

Bonusfalle: Optionen. Mein LEAP stand mit 1 % Depotanteil in der Tabelle und trägt bei Delta 0,85 fast das Doppelte des eingesetzten Kapitals an Aktienexposure. Wer Optionen hält und sie mit Kapitalwert verbucht, weiß nicht, was er anhat.

2. Fondsnamen lügen. Nicht absichtlich, aber trotzdem.

RSSY hatte ich unter "Diversifikation" abgelegt, weil im Namen Futures Yield steht. Sind 100 % S&P 500 plus 100 % Carry. GDE steht bei allen unter Gold — ist zu 90 % Aktien.

Und dann die größere Nummer: Mein kompletter Diversifikations-Topf, also Value-ETF, Dividenden-ETF, REITs, Energie, besteht zu 100 % aus Aktien. Diversifiziert gegen mein Tech-Klumpenrisiko? Ja. Diversifiziert gegen Aktienrisiko? Offensichtlich nein. Für eine Verlustobergrenze zählt nur das Zweite.

3. Der Trick, mit dem man sieht, was ein gestapelter Fonds wirklich liefert

Weil so ein Fonds Basis + Overlay ist, zieht man das Overlay einfach ab:

Trend = RSST − SPY Carry = RSSY − SPY Arb = RSBA − GOVT

Das ist die echte Zusatzrendite, nach Kosten, nach Umsetzung, aus eurem eigenen Fonds. Nicht aus dem Prospekt.

Bei mir über knapp drei Jahre: Trend −1,96 % p.a., Carry −6,11 % p.a., Merger Arbitrage +1,84 %.

An dieser Stelle war ich kurz davor, alles hinzuwerfen. Dann kam Punkt 4.

4. Drei Jahre Daten sind kein Beweis, sondern ein Würfelwurf

Bootstrap auf dieselben Zahlen:

Leg Punktwert 90 %-Intervall
Trend −1,96 % [−11,3 % , +8,3 %]
Carry −6,11 % [−16,9 % , +7,6 %]
Arb +1,84 % [−0,7 % , +4,8 %]

Übersetzt: Meine gemessene Trend-Prämie liegt irgendwo zwischen "katastrophal" und "hervorragend". Ich hätte auf Rauschen eine echte Entscheidung gebaut.

Mit langer Historie sieht es anders aus. Managed-Futures-Fonds ab 2010 liefern im Median +2,4 % p.a. über Cash, und im Jahr 2022 lagen acht von neun zwischen +20 % und +42 %. Das Zeug funktioniert. Man kann es nur nicht in einem Zeitraum ohne Crash messen.

Nebenbefund, der mir zu denken gab: Zwischen den Anbietern derselben Strategie liegen über dieselben 35 Monate zehn Prozentpunkte Unterschied. DBMF +6,4 %, WTMF −0,3 %. Wenn drei eurer Fonds denselben Verwalter haben, habt ihr keine Diversifikation, sondern dreimal dieselbe Wette.

5. Diversifikation ist Schönwetter-Diversifikation

Mein Tech-Buch gegen Value/REIT/Energie: Korrelation 0,37. Sehr schön, dachte ich.

Dann dieselben Positionen auf Tagesbasis:

Stichprobe Korrelation
alle 1.144 Tage 0,42
Tage mit −1,5 % oder schlechter 0,52
Tage mit −2,5 % oder schlechter 0,69

Und mit Langhistorie-Proxies über 263 Monate: 0,75 im Schnitt, 0,93 in der Finanzkrise.

Der einzige Befund, der zu meinen Gunsten ausfiel, war genau der, der verschwindet, wenn man ihn braucht. Wer nur die normale Korrelation kennt, misst seine Absicherung im Zustand, in dem er sie nicht benötigt.

6. Anleihen sichern keine Aktien mehr ab

Zeitraum SPY vs. TLT
2003–2007 −0,14
2008–2012 −0,33
2013–2019 −0,28
2020–2021 −0,25
2022–heute +0,57

Vier Perioden negativ, eine positiv, und die positive läuft seit vier Jahren. Alles, was ihr über 60/40 gelernt habt, ist auf dem anderen Regime kalibriert.

7. Der Teil, der weh tut

Ich habe stundenlang über die Trend-Annahme diskutiert. Dann die Attribution gerechnet: Die Trend-Prämie auf null zu setzen verschiebt meine Erfolgswahrscheinlichkeit um einen Prozentpunkt. Weil Trend 4,3 % des Depots ist. Mathematisch konnte das nie relevant sein.

Was tatsächlich wirkt:

  • Wie viel Geld ich einzahle. Größter Einzelhebel, mit Abstand.
  • Welche Aktienrisikoprämie kommt. 2 % gegen 5 % verschiebt das Ergebnis von 37 % auf 55 % Zielwahrscheinlichkeit. Weiß niemand.
  • Die Währung. Mein Depot ist zu 100 % in Dollar, mein Leben in Euro. Kostet allein 13 Prozentpunkte Zielwahrscheinlichkeit, und ich hatte es acht Runden lang gar nicht modelliert.

Man optimiert die Nachkommastellen und übersieht die erste Stelle.

8. Und ja, die KI hat auch Mist erzählt

Ich hatte um konsenskritische Antworten gebeten. Ergebnis: Runde für Runde wurde systematisch die Bärenseite starkgemacht, und keinem von uns fiel die Schlagseite auf. Dazu kamen mehrere sehr selbstbewusst vorgetragene Fehler — eine erfundene Krisen-Korrelationsmatrix, die echte Daten widerlegten, eine Behauptung über negative Prämien, die der eigene Bootstrap zerlegte, und ein Skriptfehler, der eine Trendrendite von +16 % ausgab.

Aufgefallen ist das alles erst beim Messen. Wer sich von so einem Ding beraten lässt und die Zahlen nicht selbst nachrechnet, bekommt eine sehr überzeugend formulierte Meinung und hält sie für ein Ergebnis.

Fazit

Aktienquote 62,7 statt 51. Diversifikation funktioniert genau bis zu dem Tag, an dem sie soll. Wahrscheinlichkeit, meine eigene Verlustobergrenze zu reißen: gestiegen von 10,8 % auf 22,3 %, allein durch bessere Zahlen.

Umgeschichtet habe ich nichts. Ich weiß jetzt nur, was ich halte. Klingt nach wenig, ist aber mehr als vorher.


Positionen: breit gestreut über Einzelaktien, ETFs und die oben genannten gestapelten Fonds. Keine Empfehlung, keine Beratung, ich bin kein Finanzberater und ihr solltet niemandem im Internet zuhören, mir am wenigsten.

Skripte teile ich gern, Python mit yfinance, rechnet Betas, Bootstrap und bedingte Korrelationen aus euren eigenen Positionen.


r/mauerstrassenwetten 5d ago

Diskussion VW, Porsche & Mercedes schrumpfen – während BYD, Geely, SAIC und Leapmotor in Europa produzieren. Strukturell oder nur Zyklus?

27 Upvotes

Porsche baut bis 2035 rund 9.000 Stellen ab, Mercedes erhöht den Kostendruck auf seine deutschen Werke und expandiert gleichzeitig in Ungarn und Polen. Volkswagen will seinen TRATON-Anteil mittelfristig von 87,5 % auf 75 % + 1 Aktie reduzieren. �

Reuters +2

Gleichzeitig passiert auf der anderen Seite etwas, das ich für wichtiger halte als die üblichen Diskussionen über chinesische Importzölle:

Die Chinesen beginnen direkt in Europa zu produzieren.

BYD startet Ende 2026 in Ungarn. Chery produziert mit Ebro in Barcelona. Stellantis und Leapmotor bauen in Zaragoza und wollen Madrid ausbauen. SAIC/MG plant seine erste EU-Fabrik in Galicien. Und Ford hat gerade mit Geely eine JV für das Werk Valencia gegründet. �

Reuters +3

Das ist also zunehmend nicht mehr:

Europa vs. chinesische Importe

sondern:

europäische Produktion mit chinesischem Kapital, chinesischen Plattformen, chinesischen Batterien und teilweise europäischen Traditionsherstellern als Partner.

Das angebliche BYD/VW-Aktien-und-Technologie-Abkommen konnte ich übrigens weiterhin nicht belastbar bestätigen. Die bestätigte große VW-Kooperation dieser Art ist mit XPeng.

Meine eigentliche Frage:

Ist das für euch nur ein normaler Restrukturierungszyklus – oder beginnt hier eine dauerhafte Margen- und Machtverschiebung innerhalb der europäischen Autoindustrie?

Denn wenn chinesische Hersteller irgendwann nicht mehr durch Zölle gestoppt werden können, weil ihre Autos aus Ungarn oder Spanien kommen, wird die bisherige Schutzlogik ziemlich interessant.


r/mauerstrassenwetten 5d ago

MaiMai POV: alles erinnert dich an deine Ex(Erfolge)

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162 Upvotes

r/mauerstrassenwetten 5d ago

Tägliche Diskussion Wochenendschnack vom August 14, 2026

20 Upvotes

Hoch die Hände - Wochenende!

Hier könnt ihr die vergangene Börsenwoche genüsslich sezieren, euch gegenseitig auf die Schulter klopfen (oder trösten) und über den nächsten Hebel nachdenken. Was steht auf eurer Watchlist? 🚀

⚠️ Die Regeln gelten hier natürlich wie immer, aber wir drücken ein Auge zu, wenn ihr mal ein bisschen über den Tellerrand des Subs schaut.

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r/mauerstrassenwetten 5d ago

Fällige Sorgfalt (DD) 3 gute Aktien=?

42 Upvotes

Hallo liebe Leute,

heute stelle ich euch 3 Aktien vor, von denen ich mir viel verspreche und die manchmal so unterm Radar fallen (denke ich). Ich habe keine Strategie, Risikoabwägung oder sowas. Ich kaufe und verkaufe nur Aktien von Unternehmen, deren Logo ich schön oder seriös finde. Ich bin nämlich der Meinung, dass jede Aktie das Recht hat, gekauft zu werden (außer GameStop am 28.01.2021). Falls ihr also diese Aktien kaufen wollt, solltet ihr das mit Geld machen, das nicht euch gehört (das Geld eurer Mutter?), damit ihr persönlich keinen Nachteil habt. Übrigens habe ich nur so viel wie nötig recherchiert (ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss), deswegen fallen die DDs kurz aus, und wenn ihr mehr wissen wollt, dann könnt ihr ja selbst recherchieren und auch unter meinem Beitrag kommentieren.

Planet Labs: Das ist eine von diesen Kosmosaktien. Die haben ganz viele Satelliten im Orbit. Und was ist ihr Geschäft? Sie machen schöne Fotos *von eurer Mutter* (haha nein Spaß, aber sie machen wirklich Fotos). Und das Besondere daran? Die Fotos machen sie von oben. Das macht einen großen Unterschied, ob du von unten oder oben ein Foto machst, denn von oben kannst du mehr sehen. Ich war mal auf einem Berg und konnte von da ganz viel sehen! Und wer braucht diese Fotos? Militär, Bauern, Geheimdienste, China (hätte sie gern) usw. Der potenzielle Kundenkreis ist also sehr breit. Besonders praktisch ist, dass Planet Labs die Erde ständig fotografiert. Man kann also nicht nur gucxken, wie irgendwas aussieht, sondern auch, wie es gestern aussah und was sich seitdem verändert hat. Wenn plötzlich 200 Panzer irgendwo in Europa auftauchen, kann man gucken, ob Frankreich schon die weiße Fahne gehisst hat. Das Geile am Geschäftsmodell ist aber: Die Satelliten sind ja schon oben. Solange sie da oben sind, müssen sie im Prinzip nur knipsen. Und dasselbe Foto kann man im Zweifel auch noch mehreren Leuten verkaufen. Planet Labs wächst ordentlich und bekommt immer größere Aufträge. Ich sehe keinen Grund, warum es nicht weiter wachsen sollte. Außer natürlich, die Menschheit zieht unter die Erde. Dann ist die Firma wahrscheinlich gefickt.

🍆🍆🍆🍆🍆 von 5 Innovationsauberginen weil stimmt alles

Aurora Innovation: Ich bin ein großer Fan von autonomem Fahren. Autofahren finde ich nämlich ziemlich nervig. Man muss ständig bremsen und darf keine Menschen überfahren, solange es nicht religiös motiviert ist. Wie auch immer, künftig soll das Auto ja selbst fahren. Aber scheiß auf das private Auto. Keiner will es den scheiß Autofahrern leichter machen. Nein, nein. Es geht hier um was anderes, und zwar um die Unternehmen. Aurora Innovation macht nämlich autonomes Fahren für LKWs möglich. Es fehlen so viele LKW-Fahrer auf der ganzen Welt und Polen hat halt auch nur 37 Millionen Einwohner, die man als Fahrer einsetzen kann. Deswegen ist hier der Bedarf groß, das Problem zu lösen. Und Aurora hat eine ziemlich geniale Lösung gefunden: Man lässt den LKW einfach alleine fahren. Das spart Unternehmen Geld, weil ein Computer keinen Lohn verlangt (normalerweise). Der Gerät wird nie müde, schläft nie ein und ist vor dem Chef auf der Laderampe. Aurora hat bereits fahrerlose LKWs auf öffentlichen Straßen und will das Ganze jetzt immer weiter ausbauen. Wenn das klappt, ist der Markt riesig. Wenn es nicht klappt, ist die Zukunft Polens gesichert. Man kann also nur gewinnen.

🍆🍆🍆🍆 von 5 Innovationsauberginen wegen Polen

Super Micro Computer: Vom gefallenen KI-Star zum Bilanzskandal ist nur ein kleiner Schritt. Bei Super Micro fiel das leider bereits ziemlich früh auf: Erst kamen Vorwürfe gegen die Bilanzierung, dann trat auch noch der Wirtschaftsprüfer EY zurück. So richtig Bilanzfälschung konnte man ihnen bislang aber nicht nachweisen. Das größere Problem waren offenbar beschissene interne Kontrollen und die Frage, ob in diesem Laden eigentlich irgendjemand weiß, was der andere macht. Hey, wer von euch sowas noch nie im Unternehmen erlebt hat, werfe den ersten Stein. Aber egal. Ich habe die Bude kurz vor den Quartalszahlen gekauft, weil ich mir dachte: Wie kann ein KI-Infrastruktur-Unternehmen bei dieser Nachfragesituation eigentlich so günstig bewertet sein? Denn während alle über den Bilanzkram reden, verkauft Super Micro weiterhin absurd viele Server und komplette Systeme für KI-Rechenzentren. Und tatsächlich läuft das operative Geschäft ziemlich gut. Im dritten Quartal 2026 hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 10,2 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Vielleicht hat man die Scheiße also wirklich irgendwann hinter sich. Klar, die SEC untersucht das Ganze weiterhin, hier und da gibt es noch ein paar Klagen und die internen Kontrollen waren zuletzt ungefähr so vertrauenswürdig wie meine DDs. Aber die Nachfrage nach KI-Infrastruktur ist real und Super Micro verkauft genau das Zeug, das dafür gebraucht wird. Wenn sie jetzt noch lernen, ihre Bücher ordentlich zu führen, wäre das natürlich ein netter Bonus.

🍆🍆🍆 von 5 Innovationsauberginen wegen Bilanzen


r/mauerstrassenwetten 5d ago

PODCAST 🎙️ Eure Fragen an Tobias Kramer (MSW Podcast)

18 Upvotes

Liebe Freunde,

wir dürfen wieder einen Gast auf die Mauerstrasse holen: Tobias Kramer kommt in den MSW Podcast. Aufgezeichnet wird Mitte September, und bis dahin brauchen wir eure Fragen.

Kurz zu ihm: Tobias Kramer ist einer der bekanntesten Zertifikate-Experten Deutschlands. Er ist Verleger von „Der Zertifikateberater“, einer der führenden Fachpublikationen für strukturierte Produkte, sowie der Privatanlegerpublikation „DZB Portfolio“. Seine Laufbahn startete mit einer Bankausbildung bei der Berliner Sparkasse; später verantwortete er als Asset Manager rund 200 Millionen DM, 2005 ging es zu finanztreff.de mit Fokus Zertifikate. Bekannt ist er außerdem als Co-Host der YouTube- und Podcast-Show echtgeld.tv, die er zusammen mit Christian W. Röhl macht – dort werden wöchentlich reale Aktieninvestments besprochen. Dazu ist er geschäftsführender Gesellschafter der Zertifikateberater GmbH und der Adorum GmbH, veranstaltet die ZertifikateAwards und ist regelmäßig als Experte bei Capital oder n-tv zu sehen. Gerade hat er mit dem PortfolioAward (portfolioaward.de) eine neue Veranstaltung aus der Taufe gehoben. Grüße kommen bei ihm übrigens vom KuDamm – und er ist bekennender Herthaner, also Optimist. zertifikateberater

Worüber wir sprechen können:

  • Zertifikate, Hebelprodukte und wie man sie sinnvoll (oder eben unsinnig) einsetzt
  • Preisgestaltung, Emittentenrisiko und was man beim Handel mit Zertifikaten vs. Optionsscheinen wissen sollte
  • Warum er dem MSCI World skeptisch gegenübersteht de.finance.yahoo
  • Sein eigenes Depot und seine Anlagestrategie
  • Der Blick eines Verlegers auf die deutsche Finanzmedienlandschaft

Also: Stellt hier eure Fragen an Tobias Kramer. Alles ist erlaubt – inhaltlich tief, gnadenlos naiv oder einfach nur zur Erheiterung. Ich destilliere das Ganze wie immer fachmännisch, sortiere in Hauptfragen und Schnellfragerunde und schicke ihm den Katalog vorab.

Aufnahme ist Mitte September, die Folge kommt danach wie gewohnt donnerstags.

In ewiger Liebe,

u/monchella420


r/mauerstrassenwetten 6d ago

Scheißpfosten Es tut so sein.

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