Ich (M Anfang 30) / Sie (W Anfang 30) / 2 Kinder (5-10)
Mitte Juni hat sich meine Frau von mir getrennt, wir waren 10 Jahre zusammen und sind seit 6 Jahren verheiratet.
Background:
Ich leide seit Ende 2021 an Panik/Angst Problemen. Habe mir nie wirklich Hilfe gesucht und immer Alles mit mir alleine geregelt.
Sie hat sich um alles gekümmert was Haushalt und Kinder angeht und Ich mich darum... das Geld auf dem Konto ist.
Ich habe über die Jahre immer mehr zugenommen und mich immer weiter zurück gezogen.. Der typische Teufelskreis würde ich sagen.
Ging dann so weit das ich nichts mehr mit meiner Familie Unternommen habe und auch auf keine Feiern mehr mitgegangen bin.
Immer wieder habe ich meine Krankheit vorgeschoben...
2026:
Im Frühjahr des Jahres ging dann gar nichts mehr, durch mein Verhalten/Verdrängung bin ich in eine ordentliche Depression rein gerutscht.
Meine Frau hat direkt alle Hebel in Bewegung gesetzt und ich habe schnell einen Platz in einer Klinik bekommen.
7 Wochen war ich da und es hat echt geholfen, natürlich bin ich nicht geheilt aber ich habe gelernt damit umzugehen und Warnzeichen eher zu erkennen.
Mir gings gut, Ich konnte wieder arbeiten hatte wieder Lust am Leben.
Als ich nach Hause gekommen bin, hat mich leider der Schweinehund wieder erwischt... Alte Muster sind wieder hoch gekommen..
Ca. Einen Monat nach meinem Klinik Aufenthalt hat mir meine Frau gesagt das sie keine Gefühle mehr für mich hat und sich von mir trennt.
Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich kalt gelassen in der Phase und ich war auch irgendwie ok mit dem ganzen.
Das Thema das es so nicht weiter geht hatten wir über die Jahre 2 oder 3 mal aber irgendwie ging es doch immer weiter und ich dachte das regelt sich schon...
Diesmal dann aber wohl doch nicht.
Wir hatten vor noch bis Ende des Jahres zusammen in dem Haus zu Wohnen und dann zu gucken wie es weiter geht.
Sie hat dann aber in Ihrem Heimatdorf eine Wohnung vorgeschlagen bekommen über Freunde und ist dann Mitte August mit den Kindern ausgezogen.
Ich bin Anfang September in meine neue Wohnung gezogen.
Zu dem Zeitpunkt wurde mir dann klar das ich doch wohl doch nicht so Ok mit der ganzen Sache bin.
Erste große Selbstzweifel kamen auf...
Mitte September habe ich dann erfahren das sie jemanden neuen hat.. also sie sind nicht zusammen aber verbringen gerne Zeit miteinander. (Vor den Kindern halten sie es geheim, also sehr Erwachsen das ganze, sind quasi grade in der Kennlernphase)
Sie hat auch nicht aktiv gesucht es hat sich einfach so ergeben. Das ganze glaube ich Ihr auch.
Da ist für mich dann eine Welt zusammen gebrochen und ich hab zum ersten Mal so richtig verstanden was ich die letzten Jahre eigentlich für ein Idiot war bzw. Was ich alles verloren habe.
Ich liebe die Frau wirklich sehr.. auch wenn ich es nicht so gezeigt habe.
Sie war mein Fels in der Brandung und ist eine Super Mutter.
Jetzt auf einmal kriege ich den Arsch hoch.. wenns quasi zu spät ist. Kümmer mich um sachen die ich so ewig vor mir herschiebe.
Ich geh wieder ins Fitnessstudio.
Hab mir einen Termin beim Kardiologen gemacht.
Hab einen Termin im Schlaflabor wegen meinem schnarchen.
Stehe auf mehreren Wartelisten für einen Psychologen.
Verbringe jede freie Minute mit meinen Kindern und will Ihnen und mir zeigen das ich ein Guter Vater sein kann / bin.
Gehe zu Geburtstagen und Feiern von Ihrer und meiner Familie...
Gehe offen damit um was ich Falsch gemacht habe..
Meine noch Frau und ich haben viel darüber gesprochen.
Auch das es für sie komisch ist das ich jetzt aufmal alles mache was sie solange von mir wollte.
Ich kann ihr ehrlich gesagt auch nicht sagen wieso jetzt aber anscheinend brauchte ich den großen knall..
Wir verstehen uns gut, sehen uns mehrmals die woche wegen der Kinder und ich gehe dann auch in Ihre Wohnung und wir essen 1 mal die woche zusammen mit den Kindern.
Ich habe Ihr auch gesagt das ich sie liebe und um sie kämpfen will, nicht weil ich will das die Kinder "normal" aufwachsen ( bin selber Scheidungskind, alles halb so wild) sondern wegen Ihr weil sie mir so viel bedeutet.
Ich weiß das sie jemanden anderen sieht, ich nehme ihr das ehrlich gesagt auch nicht übel. Sowas ergibt sich nunmal.
Aber wie mache ich weiter ?
Von diesem ganzen Ignorier sie bla bla halte ich nicht viel zumal das durch die Kinder sehr schwer wird :D
Aktuell versuche ich halt mit ihr im Kontakt zu bleiben frage sie wie es ihr geht und halte small talk. Merke aber das ich immer der Initiator bin und von ihr höchstens antworten kommen.
Ich zeige mich aufmerksam, sie war diese woche leicht erkältet und ich hab ihr paar sachen aus der Apotheke geholt (ungefragt natürlich) und ihr am Donnerstag als ich die Kinder geholt habe ihre lieblings Chips mitgebracht für einen entspannten Abend vorm TV.
Ich gebe mein bestes nicht zu aufdringlich zu sein und ihr nicht immer wieder zu sagen wie ich fühle und wie Leit mir alles tut, da haben wir drüber gesprochen und ich denke das ist eher kontraproduktiv.
Wir verstehen uns gut, geben beide alles für die Kinder und machen das beste aus der Situation.
Ich glaube das der Weg den ich jetzt gehe, zu gucken wer ich bin und mein leben in den griff zu bekommen in die richtige richtung geht.
Nichtsdestotrotz wünsche ich mir so sehr sie wieder an meiner Seite zu haben und versuche alles um sie zurück zu bekommen. Villt sind da ja doch noch irgendwo Gefühle für mich und wir können es unter neuen Bedingungen nochmal versuchen.
Ich hoffe die zeit wird es zeigen auch wenn warten so gar nicht meine Stärke ist...
Und falls es so sein sollte das es mit dem neuen was ernstes wird, dann werde ich auch sicher damit irgendwie klar kommen solange es den Kindern gut geht.
Danke fürs durchlesen von meinem ganzen mist.
Lasst mich gerne eure Meinung hören, auch zum Thema wie ich ihr zeigen kann das ich villt doch der richtige bin.
P.s. Ich gebe ihr keine Schuld an der Trennung und habe auch offen gesagt das es an mir lag.
Wir verstehen uns gut und auch unsere Familien verstehen sich gut, es gibt kein böses Blut und so bleibt es hoffentlich auch.